Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Systematic Theology

Gottes Zukunft und die Hoffnung des Menschen: Die Beziehung von Gott und Mensch in der Theologie Friedrich Gogartens

Title: Gottes Zukunft und die  Hoffnung des Menschen: Die Beziehung von Gott und Mensch in der Theologie Friedrich Gogartens

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Karl Tetzlaff (Author)

Theology - Systematic Theology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Aufgabe des Theologen ist es, zu ergründen, „wie das christliche Selbstverständnis seiner Zeit beschaffen sein könnte“. So formuliert es jedenfalls Friedrich Gogarten, als er sein Verständnis von Theologie erklärt und Theologie als „verantwortetes Denken“ bezeichnet. In verschiedene Richtungen arbeitet Gogarten dies heraus, besonders gut zeigt es sich jedoch anhand des Verhältnisses von Gott und Mensch, das er mit seiner Konzeption der Begriffe Hoffnung und Zukunft klar gezeichnet hat. Davon soll diese Arbeit handeln, dazu jedoch, und das ganz im Sinne von Gogartens Theologieverständnis, ist jeweils ein Blick auf die geschichtlichen Umstände notwendig. Des Weiteren müssen die Entwicklungslinien von Gogartens Theologie klar werden, weil sie sich in Reaktion auf historische Notwendigkeiten immer mehr herausdifferenzierten.
Gogarten, am 13. Januar 1887 in Dortmund geboren und 16.Oktober 1967 in Göttingen gestorben , legte einen langen Weg zurück, bis er zu dieser Erkenntnis kam. Ohne irgendwelche familiären Voraussetzungen „zog er aus die Religion zu lernen“ , kam über die liberale Theologie und den Religiösen Sozialismus schließlich nach dem Ersten Weltkrieg mit anderen Theologen seiner Generation in eine Situation des „leeren, nackten Wartens“, in der nur eines klar war, „dass es so nicht weitergehe“.
An diesem Punkt soll meine Arbeit einsetzen, weil sich hier sehr klar zeigt, wo Gogartens „Theologie als verantwortetes Denken“ seinen Ursprung nimmt.
Ziel und Zentrum dieser Arbeit soll es -im Sinne Gogartens- sein, aufzuzeigen, in welchem Verhältnis der Mensch innerhalb seiner Zeit zu Gott stehen kann, wenn er Gottes Zukunft in Hoffnung begegnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A EINLEITUNG: „THEOLOGIE ALS VERANTWORTETES DENKEN“

1. DIE BEGEGNUNG DES MENSCHEN MIT GOTT

1.1 THEOLOGIE DER KRISE

1.2 MENSCHLICHE MÖGLICHKEITEN ANGESICHTS DER OFFENBARUNG

1.3 DAS GÖTTLICHE UND DAS MENSCHLICHE

1.4 VERANTWORTUNG FÜR DIE WELT VOR GOTT

2. GOTTES ZUKÜNFTIGKEIT – „QUELLE DES LEBENS“

2.1 DIAGNOSE DER NACHKRIEGSGESELLSCHAFT

2.2 GOTTES ZUKUNFT – EINE PREDIGT

2.2.1 MAHNUNG ZUR WACHSAMKEIT

2.2.2 OFFENES ERWARTEN

2.2.3 GOTTES „AUF-UNS-ZU-KOMMEN“

2.2.4 DIE HOFFNUNG DER NACHKRIEGGESELLSCHAFT

2.3 GLAUBE UND SÄKULARISIERUNG

2.3.1 SÄKULARISTISCHE UTOPIEN

2.3.2 SÄKULARISIERUNG

2.3.3 DAS VERHÄLTNIS VON GLAUBEN UND SÄKULARISIERUNG

2.3.5 DER SÄKULARISMUS

3. DIE REINE HOFFNUNG

3.1 HOFFNUNG ALS KERN DES GLAUBENS

3.1.1 DIE EIGENART DER CHRISTLICHEN HOFFNUNG

3.1.2 DIE REINHEIT DER CHRISTLICHEN HOFFNUNG

3.2 DER HOFFENDE MENSCH

3.2.1 DER MENSCH DER „EIN GEFRAGTER GOTTES“

3.2.2 WESEN UND UN-WESEN

3.2.3 DAS NICHTS DES MENSCHEN UND DAS NICHTS GOTTES

3.3 DIE GRUNDLOSE HOFFNUNG

3.3.1 DER WEG IN DIE HOFFNUNG ALS WESENSFRAGE

3.3.2 HOFFNUNG UND ZUKUNFT

B SCHLUSS: VERANTWORTUNG DER THEOLOGIE?

1. VERANTWORTUNG UND FREIHEIT

2. HOFFNUNG UND ZUKUNFT DER GEGENWART

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Theologieverständnis von Friedrich Gogarten mit einem Fokus auf dessen Konzepte von Hoffnung und Zukunft, um aufzuzeigen, wie der Mensch innerhalb seiner Zeit in ein verantwortetes Verhältnis zu Gott treten kann, insbesondere angesichts säkularisierender Tendenzen.

  • Die radikale Unterscheidung zwischen menschlichem und göttlichem Handeln
  • Die kritische Auseinandersetzung mit dem modernen Fortschrittsglauben
  • Die Bedeutung der „reinen Hoffnung“ als Weg zur Selbsterkenntnis
  • Die Verantwortung des Menschen für die Welt vor Gott
  • Die Rolle der Theologie als „Krisis“ der Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Der Mensch der „ein Gefragter Gottes“

Es sind nämlich die „guten Werke“ und das daraus erwachsende gute Gewissen, mit denen der Mensch seit Adam versucht selbst Gott zu sein. Das spielt sich zunächst nicht in seinem Lebensvollzug ab, sondern in seinem tiefsten Sein. Er will erkennen, wer er genau ist, was es mit seinem Sein auf sich hat und versucht es deshalb zu begründen und zu rechtfertigen. Er kann nicht einfach ins „Unbestimmte dahinleben“ und braucht im tiefsten Inneren einen Halt, der seinem Leben Stetigkeit und Grundlage gibt.

In den guten Werken versucht er ein gutes Gewissen, besser Gewissheit zu finden, über die Fragen, die ihn drängen und treiben. Gogarten beschreibt mithilfe von Luther einen Menschen, der wie Goethes „Faust“ erkennen will, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Deshalb gibt er allen Dingen Namen und versucht sie zu ergründen, letztlich kommt er darüber aber immer zu sich selbst. Immer wieder kommt er zur fundamentalen Lebensfrage: Die Frage nach sich selbst.

Da er sich diese Frage stellen muss, da er gar keine Wahl hat und an ihr kein Weg vorbeiführt, wird er hierüber selbst zum Gefragten. Die Suche nach sich selbst wird also zur passiven Suche, er ist der, nach dem gesucht wird: Der nach sich selbst Gefragte.

Wenn er gefragt wird, kann er auch nur sich selbst als Antwort geben, er ist der Gefragte und die Antwort in einer Person. Genau dieses aber, sich selbst als Antwort in die Wagschale zu werfen, will der Mensch nicht. Er will sich selbst nicht aufgeben, sich nicht in Frage stellen und sucht den Grund seines Seins deshalb in sich selbst. Dadurch aber, dass er sich nicht als der von Gott Gefragte akzeptiert, strebt er nach einer Göttlichkeit aus sich selbst heraus. Die „guten Werke und das gute Gewissen“ sind Mittel um sich in sich selbst zu begründen und die eigene Göttlichkeit in sich selbst zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: „Theologie als verantwortetes Denken“: Die Einleitung definiert das Verständnis von Theologie als verantwortetes Denken und führt in Gogartens Weg von der liberalen Theologie zur Dialektischen Theologie ein.

1. Die Begegnung des Menschen mit Gott: Dieses Kapitel arbeitet die radikale Trennung zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen heraus, wobei die Offenbarung Gottes als geschichtliches Ereignis gedeutet wird.

2. Gottes Zukünftigkeit – „Quelle des Lebens“: Hier wird der kritische Blick auf die Nachkriegsgesellschaft und deren Fortschrittsglauben gerichtet, um Gottes Zukunft als Alternative aufzuzeigen.

3. Die reine Hoffnung: Dieses Kapitel expliziert die christliche Hoffnung als ein auf Gott gegründetes „Herzstück“ des Glaubens, das den Menschen aus seiner Selbsttäuschung befreit.

B Schluss: Verantwortung der Theologie?: Der Schluss reflektiert die Aufgabe der Theologie in der Gegenwart und ihre Verantwortung, den Menschen auf seine wahre Existenz vor Gott hinzuweisen.

Schlüsselwörter

Friedrich Gogarten, Theologie, Verantwortung, Hoffnung, Zukunft, Säkularisierung, Dialektische Theologie, Gottes Zukunft, Fortschrittsglaube, Menschsein, Offenbarung, Glaube, Existenz, Eschatologie, Krise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Theologie Friedrich Gogartens, insbesondere seine Ausführungen zu Hoffnung, Zukunft und dem verantworteten Dasein des Menschen vor Gott.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Themen gehören das Verhältnis von Gott und Mensch, die Kritik am modernen Fortschrittsglauben, das Konzept der Säkularisierung und die Bedeutung christlicher Hoffnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Mensch in der heutigen Zeit durch die Begegnung mit Gottes Zukunft in Hoffnung zu seinem wahren Wesen findet und in Verantwortung leben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt eine theologiegeschichtliche Analyse sowie die methodische Auseinandersetzung mit Primärquellen Gogartens im Kontext seiner Zeit und moderner gesellschaftlicher Krisen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Vordergrund?

Der Hauptteil analysiert die Begriffe „Gottes Zukunft“, „Säkularisierung“ und „reine Hoffnung“ als fundamentale Bestandteile einer Theologie, die sich als „Krisis“ der jeweiligen Kultur versteht.

Welche Schlüsselbegriffe definieren den Kern der Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe „verantwortetes Denken“, „Gottes Zukunft“, „Säkularisierung“ und das „Wesen des Menschen“ als Gefragter Gottes.

Wie unterscheidet Gogarten zwischen „Säkularisierung“ und „Säkularismus“?

Für Gogarten ist Säkularisierung die legitime Unterscheidung zwischen Glauben und Welt, während Säkularismus eine unzulässige Vermischung darstellt, in der der Mensch versucht, sich selbst zum Gott zu erheben.

Warum ist die „reine Hoffnung“ laut Gogarten notwendig?

Sie ist notwendig, weil sie den Menschen aus dem Versuch befreit, durch eigene „gute Werke“ und Weltgestaltung sein Leben aus sich selbst heraus zu begründen.

Welche Rolle spielt die „Krise“ in Gogartens Theologie?

Die Theologie dient als „Krisis“, indem sie die menschlichen Versuche der Selbstvergöttlichung aufzeigt und die Grenzen des menschlichen Handelns sowie die absolute Andersartigkeit Gottes in Erinnerung ruft.

Inwiefern ist die Theologie Gogartens heute noch relevant?

Sie bleibt zeitgemäß, da sie die Gefahren aufdeckt, wenn eine Gesellschaft ihre Zukunft und Hoffnung mit unerfüllbaren, säkularen Ideologien überfrachtet und den Fokus vom Wesen des Menschen auf reine Produktivität verlagert.

Excerpt out of 29 pages  - scroll top

Details

Title
Gottes Zukunft und die Hoffnung des Menschen: Die Beziehung von Gott und Mensch in der Theologie Friedrich Gogartens
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,0
Author
Karl Tetzlaff (Author)
Publication Year
2009
Pages
29
Catalog Number
V150950
ISBN (eBook)
9783640625604
ISBN (Book)
9783640625741
Language
German
Tags
Gottes Zukunft Hoffnung Menschen Beziehung Gott Mensch Theologie Friedrich Gogartens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karl Tetzlaff (Author), 2009, Gottes Zukunft und die Hoffnung des Menschen: Die Beziehung von Gott und Mensch in der Theologie Friedrich Gogartens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150950
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  29  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint