Einleitung
Die Adipositas nimmt weltweit in ihrer Häufigkeit dramatisch zu und stellt die Medizin und
das Gesundheitssystem auch in Deutschland vor neue Herausforderungen. Da Adipositas als
Risikofaktor für eine Vielzahl von Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus-Typ 2 oder
Bluthochdruck verantwortlich ist, wird sie als ein neues Public-Health-Problem eingestuft.
Ziel dieser Arbeit ist es daher, eine Handlungsempfehlung unter besonderer Berücksichtigung
der durch mögliche Folgeerkrankungen verursachten Kosten zu erstellen. Zunächst erfolgt im
ersten Kapitel eine Begriffsdefinition der Adipositas, ein Überblick über die aktuelle epidemiologische Lage weltweit und über die Prävalenz in Deutschland. Das Ende dieses Kapitels
bilden die Ursachen der Fettleibigkeit. Das Kapitel 2 beschreibt Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten und mögliche Ansätze der Prävention. Die medizinischen und ökonomischen
Folgen der Adipositas werden im dritten Kapitel aufgezeigt. Zum Abschluss dieser Arbeit
wird die Adipositasprävention unter ethischen Gesichtspunkten reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Begriffsdefinition
1.2 Epidemiologie und Prävalenz in Deutschland
1.3 Ursachen der Adipositas
1.3.1 Genetische Faktoren
1.3.2 Soziale Faktoren
1.3.3 Umweltfaktoren
1.3.4 Psychische Faktoren
2. Therapie und Prävention
2.1 Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten
2.2 Prävention
3. Folgen der Adipositas
3.1 Begleit- und Folgeerkrankungen
3.2 Ökonomische Folgen
4. Adipositasprävention und Ethik
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer Handlungsempfehlung zur Adipositasprävention, wobei insbesondere das Verhältnis zwischen den eingesetzten Ressourcen und den durch mögliche Folgeerkrankungen verursachten Kosten im Gesundheitswesen analysiert wird.
- Epidemiologische Entwicklung der Adipositas in Deutschland
- Multifaktorielle Ursachen der Fettleibigkeit (genetisch, sozial, umweltbedingt)
- Therapeutische Ansätze und Präventionsstrategien
- Ökonomische Folgen und Kostenanalyse von Folgeerkrankungen
- Ethische Reflexion der Präventionsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
1 Begriffsdefinition
Unter den Bezeichnungen Fettsucht oder Fettleibigkeit versteht man im Allgemeinen die Adipositas. Hierbei kommt es zu einem Missverhältnis zwischen aufgenommener und verbrauchter Energie, welches zu einem erhöhten Körpergewicht in Relation zur Körpergröße führt (Health Technology Assessment 2009, S. 12). Bei Übergewicht, also die Vermehrung des Körperfettanteils über den Normwert in Folge eines erhöhten Körpergewichts, handelt es sich zunächst noch nicht um eine Krankheit. Erst wenn ein bestimmtes Maß überschritten wird, redet man von Adipositas und es wird als Krankheit bezeichnet. (Robert-Koch-Institut 2005, S. 7). Laut der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) liegt eine Adipositas vor, wenn der Körperfettanteil an der Gesamtkörpermasse pathologisch erhöht ist (Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter 2009, S. 15). Für die Bestimmung von Adipositas wird nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei Erwachsenen der Body Mass Index (BMI = Körpergewicht / Körpergröße² kg/m²) verwendet. Demnach leidet eine Person mit einem BMI von 25,0-29,9 (kg/m²) an Übergewicht und ab einem Wert von 30,0 (kg/m²) ist sie adipös (Health Technology Assessment 2009, S. 12). Die nachfolgende Klassifizierungstabelle der WHO wird zur Bestimmung des Ausmaßes des Übergewichts bzw. der Adipositas herangezogen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung skizziert die wachsende Bedeutung der Adipositas als Public-Health-Problem und definiert das Ziel der Arbeit, Handlungsempfehlungen unter Kostenaspekten zu erarbeiten.
1. Begriffsdefinition: Dieses Kapitel erläutert die medizinische Klassifikation von Adipositas anhand des Body Mass Index (BMI) und setzt Übergewicht in Relation zum Krankheitsbegriff.
1.2 Epidemiologie und Prävalenz in Deutschland: Es wird die aktuelle Datenlage zur Verbreitung von Übergewicht und Adipositas in Deutschland aufgezeigt, wobei besonders die steigenden Raten bei Kindern und Jugendlichen hervorgehoben werden.
1.3 Ursachen der Adipositas: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Einflussfaktoren wie Genetik, soziale Herkunft, Umweltfaktoren und psychische Verhaltensmuster bei der Entstehung von Fettleibigkeit.
2. Therapie und Prävention: Hier werden Behandlungsansätze sowie die Unterscheidung zwischen primärer, sekundärer und tertiärer Prävention diskutiert.
3. Folgen der Adipositas: Dieses Kapitel beleuchtet sowohl die gesundheitlichen Begleit- und Folgeerkrankungen als auch die damit verbundenen ökonomischen Belastungen für die Gesellschaft.
4. Adipositasprävention und Ethik: Die ethische Reflexion behandelt das Spannungsfeld zwischen individueller Verantwortung und staatlicher Präventionspflicht.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit frühzeitiger und effizienter Präventionsmaßnahmen zur Kostensenkung.
Schlüsselwörter
Adipositas, Übergewicht, Body Mass Index, Prävention, Folgeerkrankungen, Diabetes mellitus, Krankheitskosten, Gesundheitspolitik, Ethik, Epidemiologie, Public Health, Kinder- und Jugendalter, Eigenverantwortung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Adipositas als gesundheitspolitisches Problem und analysiert Handlungsempfehlungen unter Berücksichtigung der ökonomischen Folgen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Epidemiologie, Ursachenforschung, therapeutische Ansätze sowie die ökonomischen und ethischen Aspekte der Prävention.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung einer Handlungsempfehlung, die das Verhältnis zwischen eingesetzten Ressourcen für Prävention und den langfristigen Kosten durch Folgeerkrankungen berücksichtigt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf aktuellen gesundheitswissenschaftlichen Berichten, Studien und Daten der WHO sowie des RKI basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Definition von Adipositas, deren Ursachen, Therapiemöglichkeiten, die ökonomischen Folgen für das Gesundheitswesen sowie ethische Leitprinzipien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Adipositas, Prävention, Folgeerkrankungen, Krankheitskosten, BMI und Eigenverantwortung.
Warum spielt die Adipositas bei Kindern eine besondere Rolle?
Das Dokument weist darauf hin, dass bei Kindern und Jugendlichen die Prävalenz stark gestiegen ist, was langfristig zu erheblichen gesundheitlichen und ökonomischen Belastungen im Erwachsenenalter führt.
Welche Rolle spielt die Ethik bei der Prävention?
Die Ethik reflektiert das Spannungsfeld zwischen der autonomen Entscheidung des Individuums und der gesellschaftlichen Verantwortung, ohne die Eigenverantwortung zu überfordern.
- Quote paper
- Torsten Sauer (Author), 2009, Ethik und Recht im Gesundheitswesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150855