Das besondere Augenmerk des Essays liegt auf der von Weber postulierten Neutralität der Wissenschaft. Weber verlangt Werturteilsfreiheit in der wissenschaftlichen Forschung und hebt dabei besonders den Bereich der Lehre hervor.
Inhaltsverzeichnis
- Wissenschaft als Beruf
- Neutralität der Wissenschaften
- Die Gefahr der Werturteile
- Probleme der Lehre
- Die Rolle der Wissenschaft im persönlichen Leben
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay „Wissenschaft als Beruf“ von Max Weber behandelt die kulturelle und geistige Situation seiner Zeit. Weber beleuchtet die realen Bedingungen der Forschung und die innere Berufung zur Wissenschaft. Er analysiert die Auswirkungen der verstandsbetonten Rationalisierung der Wissenschaft auf den Fortschritt und den Verlust von Sinn. Weber beleuchtet zudem den Entzauberungsprozess der Welt und die Bedeutung der Wissenschaft für den Menschen.
- Die innere Berufung zur Wissenschaft
- Die Neutralität der Wissenschaft
- Die Gefahren der Werturteile in der Lehre
- Die Rolle der Wissenschaft im persönlichen Leben
- Die Bedeutung der Wissenschaft für den Menschen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit der inneren Berufung zur Wissenschaft. Weber beschreibt die extremen Spezialisierung und die harte Arbeit, die mit der wissenschaftlichen Arbeit verbunden sind, aber auch die Momente des Rausches und der Eingebung. Das zweite Kapitel konzentriert sich auf die Neutralität der Wissenschaft. Weber fordert Werturteilsfreiheit in der wissenschaftlichen Forschung und betont die Bedeutung der Lehre. Er warnt vor den Gefahren, die entstehen, wenn persönliche Werturteile in die wissenschaftliche Arbeit einfließen. Im dritten Kapitel analysiert Weber die Probleme der Lehre, die die Neutralität der Wissenschaft gefährden können. Er kritisiert die asymmetrischen Machtverhältnisse im Hörsaal und die Erwartungshaltung von Studenten, dass der Lehrer auch ein geistiger Führer sei. Das vierte Kapitel beleuchtet die Rolle der Wissenschaft im persönlichen Leben. Weber argumentiert, dass die Wissenschaft einerseits zu Kenntnissen über Technik und das menschliche Handeln verhilft, andererseits aber auch Methoden des Denkens und das dazu notwendige Handwerkszeug vermittelt.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Essays sind: Wissenschaft, Beruf, Neutralität, Werturteilsfreiheit, Lehre, Entzauberung, Rationalisierung, Fortschritt, Sinn, Technik, Handeln, Methoden des Denkens.
Häufig gestellte Fragen
Was fordert Max Weber in Bezug auf die Neutralität der Wissenschaft?
Weber fordert strikte Werturteilsfreiheit. Wissenschaftler sollen Tatsachen feststellen und Zusammenhänge erklären, aber keine persönlichen politischen oder moralischen Bewertungen als wissenschaftliche Wahrheit verkaufen.
Was bedeutet "Entzauberung der Welt"?
Es beschreibt den Prozess der Rationalisierung und Intellektualisierung, durch den magische und religiöse Deutungen durch wissenschaftliche Erklärungen und Berechenbarkeit ersetzt werden.
Warum kritisiert Weber Werturteile in der Lehre?
Weil im Hörsaal ein asymmetrisches Machtverhältnis herrscht. Studenten können dem Professor nicht gleichberechtigt widersprechen, weshalb dieser seine Position nicht zur Indoktrination nutzen darf.
Was ist die "innere Berufung" zur Wissenschaft laut Weber?
Sie besteht aus Leidenschaft und der Bereitschaft zu harter Spezialarbeit. Ohne diesen "Rausch" und die Hingabe an die Sache selbst hat man laut Weber keine innere Berechtigung für die Wissenschaft.
Welchen Nutzen hat Wissenschaft für das persönliche Leben?
Sie liefert Techniken zur Beherrschung des Lebens, Methoden des Denkens und hilft zur Erlangung von Klarheit über die Folgen des eigenen Handelns.
- Citar trabajo
- Claudia Deutschmann (Autor), 2008, Über Max Webers Vortrag "Wissenschaft als Beruf", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150344