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Einfluss der deutschen Regionalpolitik auf die Wirtschaft Thüringens. Eine Analyse der GRW-Förderung seit der Wiedervereinigung

Titel: Einfluss der deutschen Regionalpolitik auf die Wirtschaft Thüringens. Eine Analyse der GRW-Förderung seit der Wiedervereinigung

Hausarbeit , 2021 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Finn Bischoff (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 traten die ostdeutschen Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland bei und übernahmen das westdeutsche Wirtschaftssystem, was zu einem Transformationsschock führte. Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der deutschen Regionalpolitik, insbesondere der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW), auf die Wirtschaft Thüringens. Trotz langjähriger Fördermaßnahmen bleibt die ostdeutsche Wirtschaft strukturschwach. Zunächst wird der Begriff "Regionalpolitik" definiert und auf die deutsche Regionalpolitik konkretisiert, gefolgt von einer detaillierten Vorstellung der GRW. Anschließend wird die spezifische Situation Thüringens analysiert, um die landesspezifischen Auswirkungen der GRW-Förderung aus einer wirtschaftsgeographischen Perspektive zu beleuchten. Die Arbeit geht von der Annahme aus, dass die nationale Regionalpolitik die wirtschaftliche Entwicklung Thüringens seit der Wiedervereinigung entscheidend beeinflusst hat, und untersucht die Art und Weise sowie die Ausmaße dieser Einflüsse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Regionalpolitik

2.1 Begriffsbestimmung „Regionalpolitik“

2.2 Regionalpolitik in Deutschland - Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW)

3. Auswirkungen der Regionalpolitik auf die Wirtschaft des Freistaats Thüringen

4. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der deutschen Regionalpolitik, insbesondere der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), auf die wirtschaftliche Entwicklung des Freistaats Thüringen seit der Wiedervereinigung, wobei der Fokus auf einer wirtschaftsgeographischen Analyse der Wachstumszentren im Vergleich zu peripheren Räumen liegt.

  • Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmung von Regionalpolitik
  • Funktionsweise und Zielsetzung der Gemeinschaftsaufgabe GRW
  • Analyse der regionalen Wirtschaftsstruktur in Thüringen
  • Untersuchung von Wachstumszentren („Leuchttürmen“) und Spillover-Effekten
  • Diskussion regionaler Disparitäten und der Wirksamkeit der Förderpolitik

Auszug aus dem Buch

3. Auswirkungen der Regionalpolitik auf die Wirtschaft des Freistaats Thüringen

Ausgehend vom primären Instrument der Gemeinschaftsaufgabe, den Investitionskostenzuschüssen, haben seit den 90er Jahren zahlreiche Wissenschaftler*innen untersucht, ob und inwiefern sich die Fördermittel auf die Wirtschaft der ostdeutschen Bundesländer auswirken und ob diese zum Abbau regionaler Disparitäten in Deutschland beitragen können. Dabei wurden sowohl länderübergreifende Auswirkungen der Regionalpolitik als auch länderspezifische Besonderheiten festgestellt (TITZE 2008, S. 248ff..; GRANATO und FARHAUER 2007, S. 9ff.; HENN und SCHÄFER 2020, S. 89ff.).

Die thüringische Landesregierung konzentrierte sich schon früh auf die Förderungen von Investitionen in industriellen Wachstumszentren des Landes anstatt die zur Verfügung stehenden Mittel flächendeckend eizusetzten wie im Nachbarland Sachsen-Anhalt (GRANATO und FARHAUER 2007, S. 11). Der zentrale Gedanke, der diesem Vorgehen zu Grunde liegt, geht von der Annahme eines überregional ausstrahlenden lokalen Wachstumspols aus, der im gesamten Land für eine positive wirtschaftliche Entwicklung sorgt (TITZE 2008, S. 245). Hier finden sich Ansätze der Polarisationstheorie wieder: Positive Anstoßeffekte in Form von Investitionskostenzuschüssen in wachstumsstarken Regionen führen zu einer zirkulären Verursachung kumulativer Prozesse und damit zu einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Transformationsschocks nach der Wiedervereinigung ein und definiert das Forschungsziel der Analyse der Regionalpolitik am Beispiel Thüringens.

2. Regionalpolitik: Das Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen der Regionalpolitik und beschreibt spezifisch die Aufgaben, Ziele und Strukturen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW).

3. Auswirkungen der Regionalpolitik auf die Wirtschaft des Freistaats Thüringen: Hier liegt der Schwerpunkt auf der empirischen Analyse der GRW-Förderung in Thüringen, wobei die Rolle von "Leuchtturm-Regionen" und die Problematik regionaler Disparitäten diskutiert werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet die Ambivalenz der Förderpolitik, die zwar Wachstum in Zentren induziert, aber die Spaltung zwischen Stadt und Land teilweise verfestigt.

Schlüsselwörter

Regionalpolitik, GRW, Thüringen, deutsche Wiedervereinigung, Wachstumszentren, Wirtschaftsgeographie, regionale Disparitäten, Strukturförderung, Gemeinschaftsaufgabe, Investitionskostenzuschüsse, Exportbasis-Ansatz, Leuchtturm-Regionen, Spillover-Effekte, Wirtschaftswachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der deutschen Regionalpolitik, insbesondere der GRW-Förderung, auf die wirtschaftliche Entwicklung des Freistaats Thüringen nach der Wiedervereinigung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Verortung der Regionalpolitik, die Ausgestaltung der Gemeinschaftsaufgabe GRW, der Vergleich zwischen Wachstumszentren und ländlichen Räumen sowie die Analyse regionaler Disparitäten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, inwiefern die nationale Regionalpolitik die wirtschaftliche Situation in Thüringen positiv beeinflusste und ob dabei ein Ausgleich regionaler Disparitäten erreicht werden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine wirtschaftsgeographische Perspektive und wertet existierende Literatur sowie Studien aus, um die Förderergebnisse der GRW in Thüringen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Förderstrategie der thüringischen Landesregierung, die sich auf starke Zentren konzentriert, und untersucht das Phänomen der "Wachstumsinseln" beziehungsweise "Leuchttürme".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Regionalpolitik, GRW-Förderung, Thüringen, regionale Disparitäten und Wirtschaftsentwicklung definieren.

Warum spielt die Optikindustrie in Jena eine zentrale Rolle?

Die Förderung der Optikindustrie in Jena dient als Paradebeispiel für den erfolgreichen Erhalt von Humankapital und die gelungene Transformation eines DDR-Kombinats durch gezielte Investitionskostenzuschüsse.

Wie bewerten die untersuchten Wissenschaftler die "Leuchtturm-Politik"?

Die Einschätzungen sind gemischt; während Investitionen in Wachstumszentren Einkommen generieren, wird kritisiert, dass dies strukturschwache Räume zusätzlich unter Anpassungsdruck setzen kann und die regionalen Disparitäten insgesamt verfestigt.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einfluss der deutschen Regionalpolitik auf die Wirtschaft Thüringens. Eine Analyse der GRW-Förderung seit der Wiedervereinigung
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Humangeographie
Note
1,3
Autor
Finn Bischoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1503167
ISBN (PDF)
9783389070819
ISBN (Buch)
9783389070826
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Regionalpolitik Thüringen GRW Wirtschaftsgeographie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Finn Bischoff (Autor:in), 2021, Einfluss der deutschen Regionalpolitik auf die Wirtschaft Thüringens. Eine Analyse der GRW-Förderung seit der Wiedervereinigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1503167
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Leseprobe aus  12  Seiten
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