Im Zeitalter globalisierter Gesellschaften und der stetig wachsenden Mobilität der Akteure, änderte sich zwangsläufig auch das Wohnverhalten der Bevölkerungsgruppen. Standortwechsel in strukturreichere Regionen, in die Nähe des Arbeitsplatzes oder zum neuen Lebenspartner beispielsweise, nahmen zu. Aber es muss nicht immer zu einer vollständigen Aufgabe des ursprünglichen Wohnortes kommen. Multilokale Lebensweisen ermöglichen den jeweiligen Akteuren an unterschiedlichen Standorten aktiv zu leben und zu wirken. Dieses Phänomen, welches sich innerhalb der westlichen Gesellschaften immer mehr zu manifestieren scheint, soll Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen Arbeit sein.
Es wird im weiteren Verlauf der Anspruch erhoben, den Begriff der Multilokalität zunächst einmal zu definieren, ihre Formen, Ausprägungen und den historischen Ursprung vorzustellen, die Zusammenhänge zu Migration und Mobilität zu untersuchen und abschließend zukünftige Theorien und Forschungsfragen aufzustellen.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Der Begriff der Multilokalität
- Definition der Multilokalität
- Unterschiedliche Ausprägungen der Multilokalität und ihre Ursachen
- Wohnen und Aktionsräume- von der Vergangenheit zur Gegenwart
- Migration vs. Multilokalität
- Der Stellenwert der Mobilität
- Abschließende Forschungsfragen
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit zielt darauf ab, den Begriff der Multilokalität zu definieren, ihre Formen, Ausprägungen und den historischen Ursprung zu beleuchten. Darüber hinaus werden die Zusammenhänge zu Migration und Mobilität untersucht. Abschließend werden zukünftige Theorien und Forschungsfragen aufgestellt.
- Definition und Abgrenzung des Begriffs der Multilokalität
- Analyse verschiedener Formen und Ausprägungen der Multilokalität
- Historische Entwicklung und Ursachen der Multilokalität
- Zusammenhänge zwischen Multilokalität, Migration und Mobilität
- Zukünftige Forschungsfragen und theoretische Ansätze
Zusammenfassung der Kapitel
Das Vorwort führt in die Thematik der Multilokalität ein und stellt den aktuellen Forschungsstand dar. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Definition des Begriffs und analysiert verschiedene Ausprägungen und Ursachen. In Kapitel 3 werden die Wohn- und Aktionsräume im historischen Kontext betrachtet. Kapitel 4 setzt sich mit dem Verhältnis von Migration und Multilokalität auseinander. Kapitel 5 untersucht den Stellenwert der Mobilität im Kontext multilokaler Lebensweisen. Abschließend werden in Kapitel 6 zukünftige Forschungsfragen und theoretische Ansätze aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Multilokalität, Mobilität, Migration, Lebensweise, Wohnverhalten, Aktionsraum, Gesellschaft, Forschung, Theorie, Definition, Ausprägungen, Ursachen, Geschichte, Zukunft.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Multilokalität?
Multilokalität bezeichnet eine Lebensweise, bei der Personen an mehreren Standorten gleichzeitig aktiv leben, wirken und wohnen, ohne einen festen Ort vollständig aufzugeben.
Was sind die Ursachen für multilokale Lebensweisen?
Häufige Ursachen sind berufliche Anforderungen, neue Lebenspartner in anderen Regionen oder der Wunsch nach einem Wohnsitz in strukturreicheren Gebieten.
Wie unterscheidet sich Multilokalität von Migration?
Während Migration oft einen dauerhaften Wechsel des Lebensmittelpunktes bedeutet, bleibt bei der Multilokalität die Bindung an mehrere Orte gleichzeitig bestehen.
Welche Rolle spielt die Mobilität in diesem Konzept?
Stetig wachsende Mobilität und technologische Fortschritte sind die Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen ihren Alltag über verschiedene Standorte hinweg organisieren können.
Wie hat sich das Wohnverhalten historisch entwickelt?
Die Arbeit untersucht den Wandel von sesshaften Strukturen hin zu flexiblen Aktionsräumen in modernen, globalisierten Gesellschaften.
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- Julian Hofmann (Author), 2009, Multilokalität - Theorien und aktuelle Forschungsfragen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149563