Die heutige Welt der Unternehmen wird immer mehr auch durch die Stimme der Mitarbeiter geprägt, zumindest wird ein solches Verhalten in der Unternehmenswelt als fortschrittlich und modern angepriesen. Der technische Fortschritt der medialen Welt überschwemmt die Unternehmen geradezu mit Möglichkeiten und Instrumenten, um ihre Mitarbeiter zu informieren und diese auch antworten zu lassen. Doch wo sind die sinnvollen Lösungen unter allen Angeboten? Wie sollen Unternehmen das „… geradezu babylonische Sprachverwirrung mit immer neuen Schlagworten, die von findigen Kommunikationsberatern und Dienstleistern propagiert werden.“ durchblicken? Denn schließlich gilt, dass interne Kommunikation auch nach außen wirkt. Versteht der Mitarbeiter was sein Chef von ihm möchte und bekommt dies auch noch auf eine Art und Weise präsentiert, die ihn in das Unternehmen einbindet, wird er dieses Gefühl und diese Verbundenheit auch nach außen kommunizieren. „So hat der Einfluß der internen - die Stimmung und Qualität der Gespräche - natürlich Auswirkungen auf die Kommunikation mit externen Stellen, insbesondere mit Kunden, aber auch mit Lieferanten, Banken, Behörden usw.“
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärung und Kategorisierung
2.1. Definition
2.1.1 Abwärtskommunikation
2.1.2 Aufwärtskommunikation
2.1.3 Horizontalkommunikation
2.2 Kategorien der Instrumente der internen Kommunikation
2.2.1 klassische Instrumente
2.2.2 neue Instrumente
3. Instrumente der internen Unternehmenskommunikation
3.1. Klassische Instrumente der internen Unternehmenskommunikation
3.1.1 Mitarbeiterzeitung
3.1.2 Das schwarze Brett
3.1.3 Corporate-TV
3.2 Neue Instrumente der internen Unternehmenskommunikation
3.2.1 Das Intranet
3.2.2 Elektronische Textkommunikation
3.2.3 Der Blog
4. Vergleich und Nutzen der klassischen und neuen Instrumente in Bezug auf die Unternehmensgröße
4.1 Für kleine Unternehmen
4.2 Für mittlere Unternehmen
4.3 Für große Unternehmen
5. Zusammenfassung & Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die interne Unternehmenskommunikation durch einen Vergleich klassischer und neuer elektronischer Instrumente, um deren Wirksamkeit und optimale Einsetzbarkeit in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße zu bestimmen. Das Ziel ist es, Entscheidungshilfen für eine effektive, an den Unternehmenskontext angepasste Kommunikationsstrategie bereitzustellen.
- Kategorisierung interner Kommunikationsinstrumente in "klassisch" und "neu"
- Definition der internen Unternehmenskommunikation und ihrer Ausrichtungen (Top-Down, Bottom-Up, horizontal)
- Detaillierte Untersuchung spezifischer Instrumente wie Mitarbeiterzeitung, Intranet und Unternehmensblogs
- Analyse der Eignung und Kosteneffizienz dieser Instrumente für kleine, mittlere und große Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Das Intranet
Das Intranet bezeichnet man als das klassische Instrument unter den neuen Instrumenten. „Die firmeneigenen Kommunikationsnetze (Intranet) erobern ein Unternehmen nach dem anderen. Sie entwickeln sich zur Plattform für verschiedene Anwendungen.“22 Dieses Medium bzw. Instrument ist eines der vielfältigsten und einheitlichsten Instrumente, die ein Unternehmen einsetzen kann. Es ist die Plattform für weitere Instrumente und kann dennoch als ein einzelnes angesehen werden. Allein die Datenbankfunktionen, Arbeitsgruppenvorstellung bzw. -darstellung, unterschiedlichen Zugriffsrechte und Steuerungsinstrumente bieten eine Unmenge an kommunikativen Möglichkeiten für die Mitarbeiter des Unternehmens. Die Einteilung als neues Instrument wird aufgrund des medialen Trägers vorgenommen. Tragende Medien sind hier unterschiedliche Computersysteme und Server. Hinzu kommt die Tatsache, dass die kommunikative Ausrichtung relativ frei bzw. horizontal verläuft. Zwar ist die allgemeine Verbreitung empfindungsgemäß relativ hoch, jedoch ist die wirkliche Nutzung sehr eingeschränkt. In vielen Unternehmen verkümmert das Intranet zur reinen Informations- und Dokumentendatenbank. Die Ausschöpfung des Potentials des Intranets ist noch nicht erreicht. Zu den Besonderheiten zählt die große Variabilität des Intranets. Es ist nicht nur ein Instrument an sich, sondern ermöglich weiterführend den Einsatz von anderen neuen Instrumenten der internen Unternehmenskommunikation. Durch das Plattformprinzip kann das Intranet die Basis für E-Mail-Systeme, Chatrooms, Instant-Massaging, Infoblogs, Blogs und viele andere neue Instrumente sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Mitarbeiterkommunikation ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Instrumente zu kategorisieren und deren Nutzen zu vergleichen.
2. Begriffsklärung und Kategorisierung: Es werden grundlegende Definitionen der internen Kommunikation sowie deren Funktionen und Richtungen (Abwärts-, Aufwärts-, Horizontalkommunikation) vorgestellt und eine Systematik für die Instrumente erarbeitet.
3. Instrumente der internen Unternehmenskommunikation: Hier erfolgt eine detaillierte Beschreibung ausgewählter klassischer (Mitarbeiterzeitung, schwarzes Brett, Corporate-TV) und neuer (Intranet, elektronische Textkommunikation, Blog) Instrumente.
4. Vergleich und Nutzen der klassischen und neuen Instrumente in Bezug auf die Unternehmensgröße: Dieses Hauptkapitel analysiert unter Berücksichtigung von Kosten und Effektivität, welche Instrumente für kleine, mittlere und große Unternehmen am besten geeignet sind.
5. Zusammenfassung & Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Wahl der Kommunikationsmittel von der Unternehmensgröße und dem Zugang der Mitarbeiter zu den Instrumenten abhängt.
Schlüsselwörter
Interne Unternehmenskommunikation, Mitarbeiterkommunikation, Klassische Instrumente, Neue Medien, Unternehmensgröße, Intranet, Mitarbeiterzeitung, Corporate-TV, Blog, E-Mail, Top-Down-Kommunikation, Horizontalkommunikation, Effektivität, Wissensmanagement, Unternehmenskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der internen Kommunikation in Unternehmen und untersucht, wie klassische und moderne digitale Kommunikationsinstrumente effektiv eingesetzt werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kommunikationsausrichtungen, die Kategorisierung von Instrumenten sowie die strategische Auswahl dieser Mittel basierend auf der Unternehmensgröße.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist ein Vergleich der Einsetzbarkeit und Effektivität verschiedener Kommunikationsinstrumente, um Unternehmen bei der Gestaltung einer zielführenden internen Kommunikationsstruktur zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Definition und Kategorisierung der Instrumente sowie einen vergleichenden analytischen Ansatz zur Bewertung ihres Nutzens je nach Unternehmenskontext.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Instrumente (klassisch vs. neu) und deren anschließende Evaluierung hinsichtlich ihrer Angemessenheit für kleine, mittlere und große Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Interne Unternehmenskommunikation, Mitarbeiterkommunikation, Intranet, Mitarbeiterzeitung, Unternehmensgröße und Effektivität.
Warum ist das Corporate-TV für kleine Unternehmen meist ungeeignet?
Aufgrund der sehr hohen Investitions- und Produktionskosten pro Sendeeinheit steht das Corporate-TV in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen in Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern.
Wie kann das Intranet in kleinen Unternehmen sinnvoll genutzt werden?
Als zentrales Plattforminstrument bietet es trotz initialer Kosten durch seine hohe Aktualität und die Möglichkeit zur Integration weiterer Tools wie Blogs oder E-Mails langfristig die besten Skalierungsmöglichkeiten.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Instrumentenwahl?
Instrumente wie die Mitarbeiterzeitung können durch ihre physische Präsenz und journalistische Aufbereitung das Gemeinschaftsgefühl („Wir-Gefühl“) stärken, was besonders in Unternehmen mit vielen Fertigungsarbeitsplätzen von Bedeutung ist.
Was ist das Hauptproblem bei der Nutzung von E-Mails in großen Unternehmen?
Das Hauptproblem ist die „inflationäre Nutzung“ durch eine enorme Menge an Nachrichten, was die Wertigkeit und damit die Wirksamkeit der E-Mail als Kommunikationsinstrument stark herabsetzt.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Thielke (Autor:in), 2009, Instrumente der internen Unternehmenskommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149247