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Exkursion in die Produktionsschule „Sägemühle Grunewald“

Produktion, Kommentierung und Reflexion eines für eine 7. Klasse konzipierten Lehrmaterials für den berufsorientierten Deutschunterricht an einer Berliner Hauptschule unter den Aspekten der Lesestrategiewahl und methodischen Umsetzung

Titel: Exkursion in die Produktionsschule „Sägemühle Grunewald“

Studienarbeit , 2010 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Michael Schwark (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Ausarbeitung ist im Rahmen des von Prof. Dr. L. geleiteten Seminars „Erschließung von Gebrauchstexten“ entstanden. Im Mittelpunkt des Seminars standen die Untersuchung von Gebrauchstexten auf ihre spezifische Eignung für die Verwendung in der Schule, die Beschreibung und Auswahl von
Lesestrategien zur Förderung der Lesekompetenz der Schüler und die
Bedeutung dieser Strategien für die Aufstellung von gebrauchstextbezogenen Aufgabensets. Motiviert durch meine mehrjährige Tätigkeit als Lehrer, insbesondere an Problemschulen in Berlin-Kreuzberg, besuchte ich diesen Kurs, um von mir selbst
produziertes Lehrmaterial kritisch zu hinterfragen und neue Impulse aus der aktuellen Forschung kennenzulernen. Erfahrungswerte haben gezeigt, dass vorhandene Schulbuchliteratur in vielen Fällen Lehr- und Lernsituationen an Schulen
weder inhaltlich noch didaktisch pro forma abzudecken vermag. Eine Qualität einer Lehrperson muss es daher zwangsläufig sein, die ihren Unterricht begleitenden Materialien nicht nur kritisch auszuwählen, sondern auch selbst produzieren oder recherchiertes Material zielorientiert umarbeiten zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Textauswahl

3. Zur Auswahl der Lesestrategien und ihrer didaktischen Zweckmäßigkeit

4. Chancen und Grenzen des Materials

5. Literatur-und Materialverzeichnis

6. Anhang

6.1 Schüler-Mappe

6.2 Erwartete Verständnisprobleme auf Wort-und Satzebene

6.3 Erwartungsbild der den Makro-zugeordneten Mikropropositionen

6.4 Beispiel einer bearbeiteten Schüler-Mappe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Ausarbeitung zielt darauf ab, ein selbst konzipiertes Lehrmaterial für den berufsorientierten Deutschunterricht an einer Berliner Hauptschule kritisch zu reflektieren. Im Zentrum steht die Untersuchung von Gebrauchstexten und deren didaktische Aufbereitung, um die Lesekompetenz der Schüler im Kontext einer Betriebsexkursion gezielt zu fördern.

  • Reflexion von Lesestrategien zur Textarbeit in der Schule
  • Entwicklung und Erprobung berufsbezogener Lehrmaterialien
  • Methodische Förderung von Lesekompetenz bei heterogenen Lerngruppen
  • Didaktische Vorbereitung von Exkursionen im Fach Wirtschaft und Produktion

Auszug aus dem Buch

3. Zur Auswahl der Lesestrategien und ihrer didaktischen Zweckmäßigkeit

Die erste Aufgabe reflektiert die im Kurs besprochenen „Lesestrategien vor dem eigentlichen Lesen“. Durch freie Assoziation der Schüler in Bezug auf Bild und Überschrift des Textes wird bereits vorhandenes Weltwissen in den Prozess der Themeneinführung mit einbezogen. Da die Schüler auch an der Schule in einer Holz- und Metallwerkstatt arbeiten, sind sie bereits mit ähnlichen Maschinen wie der auf dem Bild vertraut und können sich einbringen. Die Überschrift weckt durch die Beschreibung einer ganz anderen Schule zusätzliches Interesse und kann einführend diskutiert werden. Die zweite Teilaufgabe ist didaktisiert und zielt bereits klar auf die Exkursion ab. Sie dient vor allem dazu, den Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre erfahrungsgemäß bei bevorstehenden Exkursionen schon im Vorfeld existenten Fragen zu formulieren und zu sammeln. Meist geschieht das in Form eines Tafelbildes, das analog zu den Schülerbeiträgen entsteht.

Unter der zweiten Aufgabe kommen die „Lesestrategien während des Lesens“ zum Einsatz. Da die Leseleistung der Schüler in dieser Klasse im Durchschnitt nur knapp befriedigend ist, soll der Text in der ersten Instanz gemeinsam gelesen werden. Dafür wechseln sich die Schüler ab und lesen jeweils einen halben Absatz laut vor. Da die Klasse nur 13 Schüler zählt, ist mit einem Beitrag von (fast) jedem Schüler zu rechnen.

Nach jedem Absatz nutzen die Schüler eine kurze Pause zur Selbsteinschätzung und erfüllen die erste Teilaufgabe. Diese Aufgabe nimmt Bezug auf die Lesestrategien „Während des Lesens A“. Die Visualisierung der Kästen neben den Textabsätzen, die sie dann abhaken, wenn sie ihn komplett verstanden haben, hilft dem Schüler, sich im Zuge der späteren Aufgaben gezielt mit einzelnen für ihn problematischen Absätzen zu beschäftigen. Die Arbeitsanweisung, nicht verstandene Wörter zu unterstreichen, verschafft Schülern und Lehrern einen ersten Überblick über Verständnisprobleme auf der Wort-und Satzebene. Gerade hier hat sich auch die Trennung des Laut-und Stilllesens im Unterricht als vorteilhaft herausgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Entstehungskontext der Arbeit im Rahmen eines Seminars zur Erschließung von Gebrauchstexten und begründet das Interesse an einer kritischen Auseinandersetzung mit selbst produziertem Lehrmaterial.

2. Zur Textauswahl: Dieses Kapitel beschreibt die Auswahl der Arbeitsmappe für eine Betriebsexkursion und bettet sie in den fächerübergreifenden Kontext des Faches Wirtschaft und Produktion ein.

3. Zur Auswahl der Lesestrategien und ihrer didaktischen Zweckmäßigkeit: Hier werden die konkret eingesetzten Lesestrategien vor, während und nach dem Lesen detailliert reflektiert und in ihrem didaktischen Nutzen für die Hauptschüler erläutert.

4. Chancen und Grenzen des Materials: Das Kapitel reflektiert die Stärken und Herausforderungen des Materials unter Berücksichtigung der spezifischen Leistungsvoraussetzungen und des soziokulturellen Hintergrunds der Schülerschaft.

5. Literatur-und Materialverzeichnis: Auflistung der in der Ausarbeitung verwendeten fachwissenschaftlichen und didaktischen Quellen.

6. Anhang: Enthält das konkrete Lehrmaterial inklusive der Schüler-Mappe, Erwartungshorizonte und Beispiele für die Bearbeitung durch die Schüler.

Schlüsselwörter

Gebrauchstexte, Lesestrategien, Lesekompetenz, Berufsorientierung, Produktionsschule, Hauptschule, Deutschunterricht, Didaktik, Mikropropositionen, Makropropositionen, Textverständnis, Unterrichtsplanung, Binnendifferenzierung, Arbeitsproduktion, Exkursionsvorbereitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufbereitung und Reflexion von Lehrmaterialien für den Deutschunterricht an einer Berliner Hauptschule, speziell im Kontext der beruflichen Orientierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erschließung von Gebrauchstexten, dem Einsatz gezielter Lesestrategien sowie der praktischen Umsetzung und Evaluation von Unterrichtsmaterialien für eine Exkursion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung des eigenen Lehrmaterials durch die Anwendung wissenschaftlich fundierter Lesestrategien, um die Lesekompetenz der Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Lernvoraussetzungen zu verbessern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt die Theorie der Lesestrategien (vor, während und nach dem Lesen) sowie Methoden der Makro- und Mikropropositionen zur Analyse der Textstruktur und des Textverständnisses.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begründung der Textauswahl, die detaillierte didaktische Planung der Lesestunden und eine Reflexion über die Chancen und Grenzen des Materials.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Lesekompetenz und Gebrauchstexten insbesondere die Produktionsschule, berufsorientierter Deutschunterricht und die Binnendifferenzierung.

Wie werden Verständnisprobleme der Schüler adressiert?

Durch die Arbeit mit Laut- und Stilllesen, das Markieren unverstandener Wörter, das Sammeln von Begriffen an der Tafel sowie die schrittweise Erarbeitung von Makropropositionen werden die Schüler in ihrem Verständnisprozess unterstützt.

Warum ist das Schaubild im Anhang für den Unterricht wichtig?

Das Schaubild dient als strukturgebendes Instrument, um den Schülern zu helfen, Informationen aus dem Text in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und diese bei der Exkursionsvorstellung zu präsentieren.

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Details

Titel
Exkursion in die Produktionsschule „Sägemühle Grunewald“
Untertitel
Produktion, Kommentierung und Reflexion eines für eine 7. Klasse konzipierten Lehrmaterials für den berufsorientierten Deutschunterricht an einer Berliner Hauptschule unter den Aspekten der Lesestrategiewahl und methodischen Umsetzung
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Erschließen von Gebrauchstexten
Note
1,3
Autor
Michael Schwark (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V148415
ISBN (eBook)
9783640629657
ISBN (Buch)
9783640629589
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gebrauchstexte verstehen textverständnis analyse hausarbeit schüleraufgaben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Schwark (Autor:in), 2010, Exkursion in die Produktionsschule „Sägemühle Grunewald“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148415
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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