Aurelius Augustinus ist ein christlicher Bischof mit spätantiken römischen Wurzeln, stark geprägt durch die römische und griechische Philosophie, welche er versucht in das Christentum einzubinden. Hier knüpft er an eine bestehende christliche Tradition an, die platonische und christliche Vorstellungen zu vereinbaren sucht.
Diese Arbeit stellt die platonische Dämonenlehre so dar, wie sie der Kirchenvater aufgenommen hat und versucht die Hauptkritikpunkte des Augustinus an der antiken Dämonenlehre der Philosophen hervorzuheben, um zu verstehen, als was Augustinus die antiken Götter und Dämonen gesehen hat, und wie er die Dämonenlehre so widerlegt, dass allein das Christentum als wahre Religion übrigbleibt.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Antike Ursprünge der Dämonenlehre
- III. Varro
- IV. Apuleius
- V. Porphyrius
- VI. Kritik an der neuplatonischen Dämonenlehre
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die platonische Dämonenlehre, wie sie von Augustinus aufgenommen wurde, und untersucht die Kritikpunkte, die er an der antiken Dämonenlehre der Philosophen vorbringt. Ziel ist es, Augustinus' Verständnis von antiken Göttern und Dämonen aufzudecken und zu verstehen, wie er die Dämonenlehre widerlegt, um das Christentum als wahre Religion zu etablieren.
- Augustinus' Auseinandersetzung mit der spätantiken römischen und griechischen Philosophie, insbesondere dem Neoplatonismus
- Die Ursprünge und Entwicklung der Dämonenlehre in der antiken Philosophie
- Die Kritikpunkte Augustinus' an der platonischen Dämonenlehre
- Augustinus' eigene Sichtweise auf Dämonen und ihre Rolle im christlichen Weltbild
- Die Bedeutung der Dämonenlehre im Kontext der Theodizee
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt Aurelius Augustinus als christlichen Bischof mit spätantiken römischen Wurzeln vor, der sich mit der römischen und griechischen Philosophie auseinandersetzte. In den ersten zehn Büchern der Civitate Dei, die in dieser Arbeit untersucht werden, kritisiert Augustinus heidnische Göttervorstellungen und die platonische Dämonologie. Die Arbeit untersucht die antiken Ursprünge der Dämonenlehre, indem sie sich auf Augustinus selbst und auf ausgewählte Sekundärliteratur stützt. Die Kapitel III bis V analysieren die Dämonenlehre von Varro, Apuleius und Porphyrius, die Augustinus in der Civitate Dei aufgreift.
Schlüsselwörter
Augustinus, Dämonenlehre, Platon, Neoplatonismus, Antike, Philosophie, Geschichte, Theodizee, Civitate Dei, Christentum, Heidentum, Götter, Engel, Geister, Spätantike.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Augustinus unter Dämonen in der „Civitate Dei“?
Augustinus betrachtet Dämonen als gefallene Engel, die nach christlichem Verständnis böswillige Wesen sind. Er grenzt sich damit von der antiken Philosophie ab, die Dämonen oft als Mittlerwesen zwischen Göttern und Menschen sah.
Wie kritisiert Augustinus die platonische Dämonenlehre?
Er lehnt die Vorstellung ab, dass Dämonen aufgrund ihrer Natur (Luftkörper) eine Mittlerrolle einnehmen könnten. Für Augustinus ist allein Christus der wahre Mittler zwischen Gott und den Menschen.
Welche Rolle spielen die antiken Götter in Augustinus' Werk?
Augustinus identifiziert die heidnischen Götter der Römer als Dämonen, die die Menschen täuschen und zur Götzenanbetung verführen, um sie von der wahren Religion, dem Christentum, fernzuhalten.
Wie nutzt Augustinus die Philosophie von Platon und Porphyrius?
Obwohl er den Neoplatonismus schätzt und viele Konzepte übernimmt, nutzt er die Widersprüche in deren Dämonenlehre, um die Überlegenheit der christlichen Offenbarung zu beweisen.
Was ist das Ziel der ersten zehn Bücher der „Civitate Dei“?
In diesen Büchern widerlegt Augustinus die Behauptung, dass die Verehrung heidnischer Götter für das irdische Glück oder das ewige Heil notwendig sei, und bereitet so den Weg für seine Darstellung des Gottesstaates.
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- Isabelle Schleich (Author), 2010, Die Dämonenlehre des Augustinus in der 'Civitate Dei', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148097