Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, was man unter dem politischen Lexikon einer Sprache zu verstehen hat. Um diese Frage zu beantworten, wird nach einer kurzen Erläuterung des Begriffes der „politischen“ Sprache ein Blick auf die möglichen Gliederungen des politischen Lexikons geworfen. Danach wird näher auf das Ideologievokabular, sein Kernbestand – Symbolwörter und ihre Klassifizierung eingegangen. Die folgenden Kapitel sollen aufzeigen, wie wichtig es Politikern ist, „Begriffe zu besetzen“ um bestimmte Wörter zu parteispezifischen Markenzeichen zu machen und warum Politiker in unserer sich ständig verändernden Welt neue Schlagwörter benutzen müssen. Anschließend soll eine Video-Ansprache des Präsidenten Medvedev an Internet-Nutzer auf Nominationssektoren untersucht werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Begriff der „politischen“ Sprache
- Umfang und Gliederung des politischen Lexikons nach Dieckmann
- Einteilung des politischen Vokabulars nach Klein
- Das Ideologievokabular
- Symbolwörter/ Schlagwörter
- Klassifizierung der Symbolwörter
- Differenzierung durch Evaluation
- Differenzierung durch Gebrauch
- Der Kampf um Wörter
- Bezeichnungskonkurrenz / Nominationskonzept
- Deskriptive Bedeutungskonkurrenz
- Deontische Bedeutungskonkurrenz
- Sprachthematisierungen als Indikatoren semantischer Konkurrenz
- Einige sprachliche Veränderungen und Neuerungen im Russischen
- Textanalyse
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit analysiert das politische Lexikon und die darin stattfindenden sprachlichen Prozesse. Ziel ist es, die Besonderheiten der politischen Sprache zu erforschen und die Bedeutung der „Besetzung“ von Begriffen im politischen Diskurs aufzuzeigen.
- Gliederung und Merkmale des politischen Lexikons
- Das Ideologievokabular und die Rolle von Symbolwörtern
- Der Kampf um Wörter im politischen Diskurs
- Sprachliche Veränderungen und Neuerungen im Russischen
- Die Bedeutung der Nominationskonkurrenz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des politischen Lexikons ein und stellt die Forschungsfrage nach der Definition und Abgrenzung dieses Sprachbereichs. Kapitel 2 beleuchtet verschiedene Ansätze zur Gliederung des politischen Lexikons, insbesondere die Modelle von Dieckmann und Klein. Kapitel 3 widmet sich dem Ideologievokabular, den Symbolwörtern und ihrer Klassifizierung. Kapitel 4 untersucht den „Kampf um Wörter“ im politischen Diskurs, wobei verschiedene Formen der Bedeutungskonkurrenz und Sprachthematisierungen analysiert werden. Kapitel 5 beleuchtet sprachliche Veränderungen und Neuerungen im Russischen. Kapitel 6 präsentiert eine Textanalyse, die Nominationssektoren in einer Video-Ansprache von Präsident Medvedev untersucht.
Schlüsselwörter
Politisches Lexikon, Ideologievokabular, Symbolwörter, Nominationskonkurrenz, Bedeutungskonkurrenz, Sprachthematisierungen, politische Sprache, Diskursanalyse, Russische Sprache.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter „politischer Sprache“?
Politische Sprache umfasst das Vokabular und die rhetorischen Mittel, die im politischen Diskurs zur Überzeugung, Mobilisierung oder Abgrenzung eingesetzt werden.
Was sind „Symbolwörter“ im politischen Kontext?
Symbolwörter sind Begriffe mit hoher emotionaler oder ideologischer Aufladung, um die im politischen Kampf oft gestritten wird (z. B. „Freiheit“ oder „Gerechtigkeit“).
Was bedeutet „Nominationskonkurrenz“?
Es bezeichnet den Wettbewerb darum, welcher Begriff für einen Sachverhalt verwendet wird, um die Deutungshoheit im politischen Diskurs zu gewinnen.
Welche Besonderheiten weist das politische Lexikon im Russischen auf?
Die Arbeit analysiert sprachliche Neuerungen und Veränderungen im modernen Russisch, beispielhaft an Reden von Präsident Medwedew.
Warum ist die „Besetzung“ von Begriffen so wichtig?
Wer definiert, was ein Wort bedeutet, kann die öffentliche Wahrnehmung steuern und politische Ziele leichter legitimieren.
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- Ada Gorskih (Author), 2009, Lexikon und Nomination, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147434