Walther von der Vogelweide war im deutschen Mittelalter offenbar eine berühmte Dichterpersönlichkeit,
denn er wurde von vielen Zeitgenossen erwähnt und stand bei diesen „in hohem
Ansehen“ (Aarburg, 219). Seit dem späten 13. Jahrhundert findet sich sein Name regelmäßig
in Dichterkatalogen; die Meistersänger zählten ihn gar zu ihren zwölf Vorbildern
(Brunner, 447). Doch wer war eigentlich dieser Walther und womit hat er sich so verdient
gemacht?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Biographie
- Walthers erste Jahre
- Walther am Wiener Hof
- Walthers erste Wanderzeit
- Das Preislied
- Walthers zweite Wanderzeit
- Reinmars Tod
- Das Lehen
- Die 1220er-Jahre
- Überlieferung von Walthers Werk
- Überlieferung der Texte
- Überlieferung der Lieder
- Walthers Lieder
- Minnesang
- Sangspruchdichtung
- Walthers Lieder: Das Palästinalied
- Hohe Minne: Lieder nach der Art Reinmars
- Hohe Minne: Walther will sich von Reinmar absetzen
- Mädchenlieder
- Vierte Liedgruppe: Forderung der gegenseitigen Liebe
- Neue Hohe Minne
- Religiöse Lieddichtung / Altersdichtung
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Leben und Werk des mittelalterlichen Dichters Walther von der Vogelweide. Sie zeichnet einen umfassenden Überblick über seine Biographie, die Überlieferung seiner Werke und die verschiedenen Gattungen seiner Lieddichtung.
- Biographie Walthers von der Vogelweide
- Die Überlieferung seiner Werke
- Die verschiedenen Gattungen seiner Lieddichtung
- Walthers Rolle als politischer Dichter
- Der Einfluss Walthers auf die deutsche Literatur
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt Walther von der Vogelweide als wichtige Persönlichkeit des Mittelalters vor und erläutert die Relevanz seiner Werke. Das Kapitel "Biographie" beleuchtet die wichtigsten Stationen im Leben des Dichters, von seinen frühen Jahren bis zu seinen letzten Lebensjahren. Im Kapitel "Überlieferung von Walthers Werk" wird die Überlieferung seiner Texte und Lieder beleuchtet. Das Kapitel "Walthers Lieder" widmet sich der Analyse seiner verschiedenen Liedgattungen, darunter Minnesang, Sangspruchdichtung und religiöse Lieddichtung.
Schlüsselwörter
Walther von der Vogelweide, Minnesang, Sangspruchdichtung, Hohe Minne, Preislied, Deutschlandlied, Mittelalter, Hofdichtung, politische Lyrik, religiöse Lyrik.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Walther von der Vogelweide?
Walther von der Vogelweide war der bedeutendste deutschsprachige Lyriker des Mittelalters. Er war berühmt für seinen Minnesang und seine politische Sangspruchdichtung und stand bei seinen Zeitgenossen in hohem Ansehen.
Was ist der Unterschied zwischen Minnesang und Sangspruchdichtung?
Minnesang befasst sich primär mit der (oft unerwiderten) Liebe zu einer hochgestellten Dame. Sangspruchdichtung hingegen thematisiert religiöse, moralische oder politische Inhalte und diente oft der Kommentierung des Zeitgeschehens.
Was versteht man unter Walthers "Mädchenliedern"?
In seinen Mädchenliedern (wie "Under der linden") brach Walther mit der Tradition der "Hohen Minne". Er besang eine gegenseitige, erfüllte Liebe zu einer Frau ohne Rücksicht auf deren sozialen Status.
Welche Rolle spielte Walther als politischer Dichter?
Walther war ein einflussreicher politischer Akteur, der für verschiedene Herrscher (z.B. Kaiser Friedrich II.) tätig war. In seinen Sprüchen nahm er Stellung zu Machtkämpfen zwischen Kaiser und Papst.
Wie wurde das Werk Walthers von der Vogelweide überliefert?
Seine Werke sind in bedeutenden mittelalterlichen Liederhandschriften wie der Großen Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) erhalten geblieben, was seinen hohen Status belegt.
- Quote paper
- Xandra Fritz (Author), 2008, Walther von der Vogelweide und seine Lieder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147420