Ineffiziente Routenwahl der Kraftfahrer verursacht zumeist eine Steigerung der Länge des Fahrweges sowie eine Steigerung der Reisezeit. Der Grund für diese ineffiziente Routenwahl der Kraftfahrer ist fehlendes Wissen über Alternativrouten oder den momentanen Verkehrszustand des Straßennetzes. Versorgt man die Kraftfahrer mit diesen Informationen, sollte eine effizientere und somit auch zeitsparende Wegewahl möglich sein.
Moderne Verkehrsleitsysteme können mit Hilfe von dynamischen Wechseltextanzeigen dazu beitragen, den Verkehrsfluss auf den heute schon oft überlasteten Stadtstraßen aufrecht zu erhalten, auch bei einem zu erwarteten steigenden Verkehrsaufkommen in der Zukunft.
Diese Arbeit beschreibt die grundlegenden Schritte der Planung, Ausarbeitung und Implementierung eines Routeninformationssystems für die Stadt Graz, welches im Rahmen des EU-Projektes „Trendsetter“ in das Gesamtverkehrsmanagementsystem von Graz integriert werden soll.
Besonderes Hauptaugenmerk wird in dieser Arbeit auf die Frage gelegt, ob und wie sich Kraftfahrer überhaupt beeinflussen lassen. Dazu wurde eine Umfrage über das Routenwahlverhalten der Kraftfahrer durchgeführt, um die wichtigsten Kriterien für die individuelle Wegewahl zu erkennen und zu gewichten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auswahl der Standorte der Wechseltextanzeigen, welche die Kraftfahrer durch das Grazer Straßennetz leiten sollen.
Schlussendlich werden noch die Chancen und Risiken des Routeninformationssystems beleuchtet sowie ein Ausblick über die weitere notwendige Untersuchungen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
- Eidesstattliche Erklärung
- Danksagungen
- Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Kurzfassung
- Abstract
- 1 Einleitung
- 2 Grundlagen
- 2.1 Verkehrssysteme
- 2.1.1 Straßennetze
- 2.1.2 Verkehrsbezirke
- 2.1.3 Verkehrssystemmanagement
- 2.1.3.1 Entwicklungsziele
- 2.1.3.2 Konzept
- 2.1.3.3 Bausteine
- 2.2 Vorteile und Nachteile des Pkw
- 2.3 Städtischer Verkehr
- 2.4 Verkehrsleitsysteme im Individualverkehr
- 2.4.1 Datenerfassung und Technik
- 2.4.1.1 Datenerfassung
- 2.4.1.2 Technische Ausrüstung
- 2.4.1.2.1 Detektoren
- 2.4.1.2.2 Rechnereinsatz
- 2.4.1 Datenerfassung und Technik
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Diplomarbeit "Dynamische Routeninformation im städtischen Umfeld am Beispiel Graz" untersucht die Möglichkeiten der dynamischen Routeninformation zur Optimierung des Verkehrsflusses in urbanen Gebieten.
- Analyse der Herausforderungen des städtischen Verkehrs
- Bewertung des Potenzials dynamischer Routeninformationen
- Untersuchung technischer Lösungen und ihrer Implementierung
- Entwicklung eines Konzepts für die Anwendung im Stadtgebiet Graz
- Bewertung der Auswirkungen auf Verkehrssicherheit und -effizienz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der dynamischen Routeninformation ein und stellt die Relevanz im Kontext des städtischen Verkehrs heraus. Kapitel 2 beleuchtet die Grundlagen des Verkehrssystems, wobei Straßennetze, Verkehrsbezirke und das Verkehrssystemmanagement im Fokus stehen.
Kapitel 2.1.3 befasst sich mit den Zielen, dem Konzept und den Bausteinen des Verkehrssystemmanagements, die für die Optimierung des Verkehrsflusses eine zentrale Rolle spielen.
Die Kapitel 2.2 und 2.3 analysieren die Vor- und Nachteile des Pkw-Verkehrs sowie die Besonderheiten des städtischen Verkehrs. Kapitel 2.4 widmet sich den Verkehrsleitsystemen im Individualverkehr, wobei die Datenerfassung und die technische Ausrüstung im Mittelpunkt stehen.
Schlüsselwörter
Dynamische Routeninformation, Verkehrssystemmanagement, Städtischer Verkehr, Verkehrsleitsysteme, Datenerfassung, Technik, Detektoren, Rechnereinsatz, Verkehrsplanung, Optimierung, Graz.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert ein dynamisches Routeninformationssystem?
Es nutzt Echtzeitdaten über den Verkehrszustand, um Kraftfahrer via Wechseltextanzeigen über Staus und Alternativrouten zu informieren, damit diese effizientere Wegewahlen treffen können.
Was ist das Ziel des Projektes in Graz?
Das Ziel ist die Optimierung des Verkehrsflusses auf den überlasteten Stadtstraßen von Graz, die Reduzierung von Reisezeiten und die Integration in das Gesamtverkehrsmanagementsystem (EU-Projekt „Trendsetter“).
Lassen sich Kraftfahrer durch Anzeigen beeinflussen?
Untersuchungen zeigen, dass die Akzeptanz von Informationen hoch ist, wenn sie glaubwürdig und zeitnah sind. Kriterien wie Zeitersparnis spielen bei der individuellen Wegewahl die größte Rolle.
Welche Technik wird zur Datenerfassung benötigt?
Zur Erfassung des Verkehrsaufkommens werden Detektoren, Rechnersysteme und moderne Kommunikationstechnik eingesetzt, um die Wechseltextanzeigen dynamisch zu steuern.
Welche Vorteile bietet die dynamische Routenführung?
Vorteile sind eine bessere Auslastung des Straßennetzes, eine Erhöhung der Verkehrssicherheit und eine Reduzierung der Umweltbelastung durch weniger Stop-and-Go-Verkehr.
- 2.1 Verkehrssysteme
- Quote paper
- DI (FH) Rainer Müller (Author), 2003, Dynamische Routeninformation im städtischen Umfeld am Beispiel Graz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14686