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Ivanhoe, ein Sinnbild der historischen Fantasien Sir Walter Scotts?

Titel: Ivanhoe, ein Sinnbild der historischen Fantasien Sir Walter Scotts?

Hausarbeit , 2009 , 17 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Kiara Kötz (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ist der Roman Ivanhoe tatsächlich korrekt als historischer Roman betitelt? Hält er einer kritischen Überprüfung des historischen Kontextes wirklich stand?
Auffallend hierbei sind die verschiedenen Konflikttypen, wie der brüderliche Zwist im englischen Königshaus oder die Situation zwischen den Normannen und Angelsachsen, die von Sir Walter Scott in den Roman eingeflochten wurden und die im Folgenden näher bestimmt und untersucht werden sollen.
Erwecken nicht manche der vorangestellten Zitate, die zum Beispiel von William Shakespeare oder Chaucer stammen, den Eindruck, als sei das nachgestellte Kapitel lediglich eine Ausformulierung der Gedanken derselben? Manche Zitatanfänge deuten auch auf eine ironische Verzerrung des nachfolgenden Kapitels hin und übernehmen somit eine humoristische Funktion in diesem Abschnitt.
In der vorliegenden Arbeit soll der Versuch unternommen werden, den Roman Ivanhoe auf die Überprüfbarkeit seines historischen Kontextes zu untersuchen und über exemplarische Beispielanalysen am Text die- den Kapiteln vorangestellten - Zitate aus den unterschiedlichsten literarischen Werken zum einen als Leitlinien für die Ideen Scotts und zum anderen als Winkelzüge einer humorvollen Gestaltung derselben zu enttarnen.
Welchen Einfluss hatte zum Beispiel William Shakespeare auf den Autor Walter Scott? Findet man viele der Vorstellungen, die auch Shakespeare vertrat, im Ivanhoe gespiegelt?
Ziel dieser Arbeit ist es eine Entscheidung über die wahre Historizität des Romans treffen zu können und gleichzeitig literarische Einflüsse zu erkennen sowie in den Kontext des Werkes einzuordnen.
Ivanhoe - eher ein Werk der Fantasie Sir Walter Scotts oder ein fundierter historischer Roman, dem man Informationen über das englische Mittelalter abgewinnen kann?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der historische Kontext Englands im 12. Jahrhundert und seine Anwendung in Sir Walter Scotts Ivanhoe

2.1 Wahrheiten über das englische Königshaus oder hat Richard Löwenherz wirklich mit Robin Hood im Wald gespeist?

2.2 Der Konflikt zwischen Sachsen und Normannen

2.3 Sklaverei, Juden- und Hexenverfolgung: Romantisierung, Vorurteilsbedienung oder schlichte Funktionalität?

3 Exemplarische Analyse der vorangestellten Zitate und der literarischen Einflüsse im Ivanhoe

3.1 Burgszene zwischen Rowena und Maurice de Bracy- eine Analyse

3.2 Der allgegenwärtige William Shakespeare

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Roman "Ivanhoe" von Sir Walter Scott im Hinblick auf seinen historischen Wahrheitsgehalt. Das Ziel besteht darin, die Historizität des Werkes kritisch zu hinterfragen, den literarischen Einfluss von William Shakespeare zu analysieren und zu bewerten, inwieweit Scott historische Fakten zugunsten einer fiktiven Narration oder Unterhaltung modifiziert hat.

  • Kritische Prüfung des historischen Kontextes im England des 12. Jahrhunderts
  • Untersuchung der Konflikte zwischen Sachsen und Normannen sowie innerhalb des Königshauses
  • Analyse der Darstellung von Sklaverei sowie Juden- und Hexenverfolgungen
  • Diskussion der literarischen Gattungsmischung durch Zitate und Anspielungen
  • Bewertung des Einflusses von William Shakespeare auf das Werk

Auszug aus dem Buch

3.1 Burgszene zwischen Rowena und Maurice de Bracy- eine Analyse

1. „Nun, wenn der Rede milder Sinn Euch nicht in mildre Stimmung bringt, 2. Werb’ ich um Euch nach Kriegerart Und lieb’ Euch aller Lieb’ zum Trotz.“

Dieser Zitatanfang steht für das gesamte nachfolgende Kapitel, das wie eine Ausarbeitung und Ausschmückung desselben wirkt und schon zu Beginn eine ironische Verzerrung erfährt.

Das Zitat aus der Komödie Zwei Edelleute aus Verona von William Shakespeare ist der Gattung des Dramas zuzuordnen. Gleich zu Beginn des Kapitels stellt Scott eine ironische Verknüpfung her, indem er die Bösewichte in dieser Romanze als „Schauspieler des schändlichen Dramas“ bezeichnet, die sich erst über ihre „Rollen“ klar werden müssten, bevor das Stück beginnen könne.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage, ob "Ivanhoe" als historisch korrekter Roman bezeichnet werden kann und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand von Textanalysen.

2 Der historische Kontext Englands im 12. Jahrhundert und seine Anwendung in Sir Walter Scotts Ivanhoe: Dieser Abschnitt vergleicht historische Ereignisse wie den Machtkampf zwischen Richard Löwenherz und Prinz John mit der literarischen Umsetzung im Roman.

2.1 Wahrheiten über das englische Königshaus oder hat Richard Löwenherz wirklich mit Robin Hood im Wald gespeist?: Hier wird die Diskrepanz zwischen der historischen Realität der Regentschaft von Richard I. und dessen Darstellung bei Scott sowie die Rolle von Robin Hood kritisch untersucht.

2.2 Der Konflikt zwischen Sachsen und Normannen: Das Kapitel analysiert die im Roman konstruierte strikte ethnische und soziale Trennung zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen im historischen England.

2.3 Sklaverei, Juden- und Hexenverfolgung: Romantisierung, Vorurteilsbedienung oder schlichte Funktionalität?: Die Untersuchung befasst sich mit der problematischen Darstellung von Sklaven, der jüdischen Gemeinschaft und der Hexenverfolgung als rhetorische Mittel des Autors.

3 Exemplarische Analyse der vorangestellten Zitate und der literarischen Einflüsse im Ivanhoe: Dieses Kapitel widmet sich der Struktur der im Roman verwendeten Zitate und deren Funktion für die literarische Einordnung des Werkes.

3.1 Burgszene zwischen Rowena und Maurice de Bracy- eine Analyse: Eine detaillierte Untersuchung der Interaktion zwischen Rowena und de Bracy unter besonderer Berücksichtigung des vorangestellten Shakespeare-Zitats.

3.2 Der allgegenwärtige William Shakespeare: Die Analyse beleuchtet den subtilen Einfluss von Shakespeare auf die Motivik und die Charakterzeichnungen in "Ivanhoe".

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass "Ivanhoe" eher eine fiktive Erzählung mit historischen Versatzstücken ist, die den Lesern eine idealisierte und teils verfälschte Geschichtsvorstellung vermittelt.

Schlüsselwörter

Ivanhoe, Sir Walter Scott, Historischer Roman, Mittelalter, Richard Löwenherz, Sachsen, Normannen, William Shakespeare, Geschichtsklitterung, Literaturanalyse, Hexenverfolgung, Judenverfolgung, Historizität, Romanze, 12. Jahrhundert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, inwieweit der Roman "Ivanhoe" von Sir Walter Scott einen fundierten historischen Anspruch erhebt oder ob es sich primär um eine fiktive Konstruktion handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Darstellung des englischen Königshauses, die Konflikte zwischen Sachsen und Normannen sowie die Verarbeitung von Vorurteilen in Bezug auf Randgruppen wie Juden und vermeintliche Hexen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Entscheidung über die wahre Historizität des Romans und die Einordnung der literarischen Einflüsse, insbesondere durch Shakespeare.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kritische Quellenprüfung, die Heranziehung von Sekundärliteratur sowie exemplarische Beispielanalysen einzelner Textabschnitte und Zitate.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Kontextualisierung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konflikten und eine Untersuchung der literarischen Vorbilder des Autors.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Historischer Roman, Geschichtsklitterung, Literaturrezeption und die kritische Distanz zur historischen Darstellung.

Warum ist das Shakespeare-Zitat zu Beginn der Burgszene für die Analyse so bedeutend?

Das Zitat fungiert als eine Art ironische Vorlage, die die im folgenden Kapitel beschriebenen Rollenkonflikte zwischen de Bracy und Rowena in einen literarischen Kontext setzt.

Wie bewertet die Autorin die historische Genauigkeit von Prinz Johns Darstellung?

Die Autorin stellt fest, dass Prinz John zwar eine relativ realistische Charakterisierung erfährt, bestimmte Aspekte seines Hochverrats und seiner Begnadigung jedoch zugunsten der Dramaturgie im Roman verfälscht wurden.

Welche Rolle spielen die Figuren Isaak und Rebekka im Roman?

Isaak und Rebekka dienen als moralische Prüfsteine, die als vermittelnde Instanzen zwischen den verfeindeten Gruppen fungieren, während sie gleichzeitig Opfer gesellschaftlicher Vorurteile werden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ivanhoe, ein Sinnbild der historischen Fantasien Sir Walter Scotts?
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
2,7
Autor
Kiara Kötz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V146801
ISBN (eBook)
9783640582990
ISBN (Buch)
9783640583560
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Walter Scott Ivanhoe William Shakespeare Robin Hood
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kiara Kötz (Autor:in), 2009, Ivanhoe, ein Sinnbild der historischen Fantasien Sir Walter Scotts?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146801
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Leseprobe aus  17  Seiten
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