Vielfältige Meinungen von Personen, Gruppen, Vereine und Parteien bestimmen heute nicht nur unsere Politik, sondern vor allem auch die Literatur. Ausschlaggebend für diese Pluralisierung der literarischen Bekenntnisse in der Gesellschaft sind die vielfältigen, sich widersprechenden Schriften gewesen, die in der frühen Neuzeit entstanden sind und von vielen Menschen gelesen wurden, so dass eine Hoheitsmeinung, das Dogma, die „Wahrheit“ der mittelalterlichen Einheitskirche sich fortan nicht mehr in der Gesellschaft durchsetzen konnte.
Inhaltsverzeichnis
- Pluralisierung in der frühen Neuzeit
- Pluralisierung in den Einzelepochen der „Frühen Neuzeit“
- Der Begriff „Epoche“
- Pluralisierungstendenzen in der Zeit der Reformation und im 17.Jhd.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die Pluralisierungstendenzen in der Literatur der Frühen Neuzeit. Sie untersucht, wie die Verbreitung von Schriften und die Entstehung neuer Konfessionen zur Diversifizierung der Meinungen und zur Kritik an traditionellen Dogmen führten. Der Fokus liegt auf der Analyse der Rolle des Buchdrucks, der Reformationsbewegung und der Geisteshaltung der Epoche in Bezug auf die Pluralisierung der Literatur.
- Die Bedeutung des Buchdrucks und seiner Auswirkungen auf die Verbreitung von Schriften
- Die Rolle der Reformation und der Entstehung neuer Konfessionen
- Die Kritik an Dogmen und die Entwicklung einer pluralistischen Subjektivierung des Menschen
- Die Entwicklung einer ethischen Bibelexegese und die Suche nach dem „wahren Christenmenschen“
- Die Herausbildung von Sprachgesellschaften und die Standardisierung der deutschen Sprache
Zusammenfassung der Kapitel
Pluralisierung in der frühen Neuzeit
Dieses Kapitel untersucht die Ursachen und Folgen der Pluralisierung der Literatur in der frühen Neuzeit. Es analysiert die Rolle des Buchdrucks und die Bedeutung von Martin Luthers Schriften für die Verbreitung von neuen Ideen und die Kritik an der katholischen Kirche. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Philosophie und der Geisteshaltung der Epoche in Bezug auf die Pluralisierung diskutiert.
Pluralisierung in den Einzelepochen der „Frühen Neuzeit“
Der Begriff „Epoche“
Dieses Unterkapitel befasst sich mit der Problematik der Epochenbegriffe und ihrer Anwendbarkeit auf die frühe Neuzeit. Es stellt die Notwendigkeit historischer Strukturierung gegenüber der Vielfalt und dem Pluralismus der Literatur dar und erklärt die methodische Herangehensweise der Hausarbeit.
Pluralisierungstendenzen in der Zeit der Reformation und im 17.Jhd.
Dieses Unterkapitel beleuchtet die Pluralisierungstendenzen der Reformation und des 17. Jahrhunderts. Es analysiert die Auswirkungen von Luthers Schriften auf die Entwicklung neuer Konfessionen und die Entstehung von religiösen Debatten. Des Weiteren wird die Bedeutung des Humanismus und die Entwicklung der deutschen Sprache in diesem Kontext untersucht.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Hausarbeit sind: Pluralisierung, frühe Neuzeit, Buchdruck, Reformation, Konfessionen, Humanismus, Kritik, Dogmen, Subjektivierung, Bibelexegese, Sprachgesellschaften, 30jähriger Krieg.
Häufig gestellte Fragen
Was löste die Pluralisierung in der Frühen Neuzeit aus?
Wesentliche Treiber waren die Erfindung des Buchdrucks, die Reformation und die damit verbundene Verbreitung vielfältiger, sich widersprechender Schriften.
Welche Rolle spielte Martin Luther für die Literatur?
Durch seine Schriften und die Bibelübersetzung forderte er das Monopol der katholischen Kirche heraus und förderte die subjektive Auseinandersetzung mit dem Glauben.
Was versteht man unter „Pluralisierung der Bekenntnisse“?
Es beschreibt das Ende der mittelalterlichen Einheitshierarchie und die Entstehung verschiedener Konfessionen und Weltanschauungen, die nebeneinander existierten.
Wie beeinflusste der Humanismus diese Epoche?
Der Humanismus rückte den Menschen und die antiken Quellen in den Fokus, was zu einer kritischen Geisteshaltung gegenüber Dogmen führte.
Was waren die Sprachgesellschaften?
Es waren Vereinigungen im 17. Jahrhundert, die sich um die Standardisierung und Pflege der deutschen Sprache bemühten, um eine nationale kulturelle Identität zu fördern.
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- Udo Lihs (Author), 2007, Pluralisierungstendenzen in der Literatur der „Frühen Neuzeit“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146384