Lebenslanges Lernen wird in Zeiten der wirtschaftlichen Krise zum Schlagwort. Um sich in der heutigen Arbeitswelt behaupten zu können, muß man flexibel sein, auch was die eigenen Bestände an anwendbarem Wissen angeht. Das Wissen schreitet in einer Geschwindigkeitvoran, bei der es auf manchen Gebieten schon fast unmöglich wird, Schritt zu halten.Individuelles Lernen gewinnt damit ständig an Bedeutung, und das bedeutet vor allem, „dassin naher Zukunft ein Großteil der Vermittlung von Grundlagenwissen auf dezentrale undselbstständige Lernformen verlagert werden soll.“ (Strzebkowski, 1995, S. 270)
Selbständiges Lernen gerade von Berufstätigen findet seine Realisierung heutzutagehauptsächlich in der Anwendung multimedialer Lernprogramme.
Wenn Unterschiede bei der Effektivität verschiedener Medien aufgezeigt werden sollen,„dann dürften sie eher auf die gewählte Methode als auf das Medium zurückzuführen sein, was beim computer-mediierten Unterricht auf den Faktor der Interaktion hindeuten würde.“ (Schulmeister, 1997, S. 45)
Die Aufgabe dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten und Grenzen eben dieser Interaktivität in Lernprogrammen zu diskutieren. Nach einer kurzen Abgrenzung der Begriffe Interaktion und Interaktivität werden die Funktionen von Interaktivität aufgezeigt.
Erst in der Beschreibung von Realisierungsformen interaktiver Systembestandteile lassen sich schließlich die verschiedenen Funktionen mit den tatsächlichen Auswirkungen in konkretenHandlungen verknüpfen.
Abschließend wird neben einem Resümee ein kurzer Ausblick auf die Zukunft gegeben, der jedoch auch eine kritische Hinterfragung des Mensch-Maschine-Verhältnisses umfasst.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Selbstständiges Lernen als zukünftiger Maßstab der Wissensaneignung
- 2 Begriffsabgrenzungen
- 3 Formen der Interaktivität
- 4 Funktionen der Interaktivität
- 4.1 Personalisierung
- 4.2 Motivierung
- 5 Realisierung von Interaktivität
- 5.1 Lernumgebungs-Aktivitäten
- 5.2 Navigation im Lernprogramm
- 5.3 Hilfefunktionen
- 5.4 Aktivitäten bei der Informationspräsentation
- 5.5 Bearbeitungsfunktionen
- 5.6 Feedback
- 6 Fazit und Ausblick in die virtuelle Zukunft
- 7 Kommentiertes Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen von Interaktivität in Lernprogrammen. Sie befasst sich mit dem Einfluss von Interaktivität auf den Lernerfolg und beleuchtet die Rolle dieser Technologie im Kontext des selbstständigen Lernens, das in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist.
- Die Bedeutung von Interaktivität im Kontext des selbstständigen Lernens
- Die verschiedenen Formen und Funktionen von Interaktivität in Lernprogrammen
- Die Realisierung von Interaktivität durch verschiedene Systembestandteile
- Die Auswirkungen von Interaktivität auf den Lernerfolg
- Der Ausblick auf die zukünftige Rolle von Interaktivität in der virtuellen Lernlandschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 legt die Grundlage der Arbeit und betont die Bedeutung von selbstständigem Lernen in einer sich schnell entwickelnden Arbeitswelt. Kapitel 2 beleuchtet verschiedene Begriffsdefinitionen von Interaktion und Interaktivität und setzt diese in Beziehung zur Mensch-Computer-Interaktion. Kapitel 3 untersucht verschiedene Formen der Interaktivität in Lernprogrammen und unterscheidet zwischen reaktiver, proaktiver und wechselseitiger Interaktion.
Kapitel 4 widmet sich den Funktionen der Interaktivität. Es werden die Funktionen der Personalisierung und Motivierung im Rahmen des Lernprozesses erörtert. Kapitel 5 untersucht verschiedene Realisierungsformen von Interaktivität in Lernprogrammen, darunter Lernumgebungs-Aktivitäten, Navigation, Hilfefunktionen, Aktivitäten bei der Informationspräsentation, Bearbeitungsfunktionen und Feedback.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen Interaktivität, selbstständiges Lernen, Lernprogramme, multimediales Lernen, Mensch-Computer-Interaktion, Personalisierung, Motivierung und Feedback im Kontext der digitalen Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptziel dieser Untersuchung über Interaktivität in Lernprogrammen?
Das Ziel der Arbeit ist es, die Möglichkeiten und Grenzen von Interaktivität in multimedialen Lernprogrammen zu diskutieren, insbesondere im Kontext des selbstständigen Lernens und dessen Einfluss auf den Lernerfolg.
Welche Bedeutung hat Interaktivität für das selbstständige Lernen?
In einer sich schnell entwickelnden Arbeitswelt gewinnt individuelles, dezentrales Lernen an Bedeutung. Interaktivität gilt dabei als entscheidender Faktor für die Effektivität computer-mediierter Lernformen.
Welche Formen der Interaktion werden in der Arbeit unterschieden?
Es wird zwischen reaktiver, proaktiver und wechselseitiger Interaktion differenziert, um die verschiedenen Arten der Mensch-Computer-Interaktion zu beschreiben.
Welche psychologischen Funktionen erfüllt Interaktivität beim Lernen?
Zwei zentrale Funktionen sind die Personalisierung (Anpassung an den Lernenden) und die Motivierung, die den Lernprozess unterstützen und aufrechterhalten.
Wie wird Interaktivität technisch in Lernprogrammen realisiert?
Die Realisierung erfolgt durch verschiedene Systembestandteile wie Navigationshilfen, Hilfefunktionen, interaktive Informationspräsentationen, Bearbeitungsfunktionen und Feedback-Mechanismen.
Welche Rolle spielt Feedback in interaktiven Lernumgebungen?
Feedback verknüpft die Funktionen der Interaktivität mit konkreten Handlungen und ermöglicht es dem Lernenden, seinen Wissensstand zu überprüfen und den Lernweg anzupassen.
- Quote paper
- Andrea Töllich (Author), 2003, Möglichkeiten und Grenzen von Interaktivität in Lernprogrammen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14608