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Geoökologischer Wandel und Sukzession im Umfeld des Mt. St. Helens (NW-Washington U.S.) nach dem Ausbruch von 1980

Title: Geoökologischer Wandel und Sukzession im Umfeld des Mt. St. Helens (NW-Washington U.S.) nach dem Ausbruch von 1980

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 32 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: S. Dörfer (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

Der Mount St. Helens im Südwesten des Staates Washington liegt zirka 80 Kilometer
nordöstlich von Portland und ist mit seinen knapp 40.000 Jahren einer der jüngsten
und aktivsten Vulkane in der Cascade Range, dem Kaskadengebirge, welches sich
von Kanada 1.100 Kilometer südwärts bis nach Kalifornien erstreckt. Die Cascade
Range ist ein Teil des sogenannten „Feuerringes“1, in dem seit Ende des Pleistozäns
vor rund 10.000 Jahren durchschnittlich in jedem Jahrhundert eine größere
vulkanische Eruption erfolgte. Geologisch gesehen ist die Cascade Range eine sehr
junge Gebirgsformation, die vor etwa 7 Millionen Jahren über jener Subduktionszone
entstanden ist, wo sich die Juan-de-Fuca-Platte unaufhaltsam unter die
höhergelegene Nordamerikanische Platte schiebt. Diese Plattenbewegung schob
Berge auf und hat große Magmakammern unter der Erde geschaffen. Vor etwa 3
Millionen Jahren begann Magma durch Kanäle an die Oberfläche zu steigen und die
heutige Cascade Range mit insgesamt 15 Vulkanen zu bilden (MULLINEAUX &
CRANDELL 1981, PREUSSER 1985, TILLING et al. 1990, SCHMINCKE 1994).
Die Gefahr, welche von den Vulkanen der Cascade Range ausgehen konnte, war
schon den Ureinwohnern weitgehend bekannt; die dort ansässigen Indianer nannten
beispielsweise den Mt. St. Helens „smoking mountain“. Seinen heutigen Namen
erhielt der Vulkan jedoch 1792 von dem englischen Schiffskapitän und Entdecker
George Vancouver, der ihn nach seinem Landsmann Alleyne Fitzherbert benannte,
welcher zu dieser Zeit britischer Botschafter in Spanien war und den Titel Baron St.
Helens trug (TILLING et al. 1990).
Die symmetrische Form des Vulkans sowie der sehr steile Gipfel erlauben eine
Einordnung des Mt. St. Helens in die Klasse der Strato- oder Schichtvulkane, welche
durch eine Mischung aus Eruptions- und Ergussvorgängen entstehen und explosiv
und sehr zerstörerisch ausbrechen (TILLING et al. 1990, LESER 1997).
In dieser Arbeit soll nun zunächst geschildert werden, wie es zum Ausbruch des Mt.
St. Helens im Frühjahr 1980 kam, welche Auswirkungen die heftige Eruption auf die
Umgebung hatte und schließlich wie sich in den darauffolgenden Jahrzehnten die
Umgebung erholte bzw. veränderte, die Vegetation in den zerstörten Gebieten
schrittweise zurückkehrte und letztlich in dem heutigen Zustand führte.

1 Der „Ring of Fire“ ist eine den Pazifik umgebende Zone, in der es zu häufigen, oft sehr
zerstörerischen Erdbeben und Vulkanaktivitäten kommt (TILLING et al. 1990).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Ausbruch des Mt. St. Helens 1980
    • Vorgeschichte des Mt. St. Helens
    • Vorboten des Ausbruchs
    • 18. Mai 1980
  • Geoökologischer Wandel direkt nach dem Ausbruch des Mount St. Helens
    • Auswirkungen der Eruption auf die Gletscher
    • Auswirkungen der Murgänge
    • Auswirkungen der pyroklastischen Ströme
    • Auswirkungen des Bergrutsches
    • Direkte Auswirkungen der lateralen Explosion
    • Direkte Auswirkungen des Ascheausstoßes
    • Direkte Auswirkungen des Ausbruches auf ausgewählte umliegende Seen
      • Spirit Lake
      • St. Helens Lake
      • Fawn Lake und Venus Lake
      • Zusammenfassung
    • Direkte Auswirkungen auf den Menschen
  • Sukzession und geoökologischer Wandel im Umfeld des Mount St. Helens nach 1980
    • Pflanzen
      • Wiederbesiedlung der inneren Zone (direct-blast zone)
      • Wiederbesiedlung in der Äußeren Zone
      • Wiederbesiedlung der Fläche des Bergrutsches
      • Exkurs: Die Wiederbesiedlung von mit Tephra bedeckten Flächen
      • Wie sieht die zukünftige Vegetationsentwicklung aus?
    • Tiere
    • Spirit Lake
    • Shoestring-Gletscher
  • Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit dem Ausbruch des Mt. St. Helens im Jahr 1980 und den Folgen für die Umgebung. Sie verfolgt das Ziel, die Auswirkungen des Ausbruchs auf die Geologie, die Ökologie und die menschliche Gesellschaft zu untersuchen. Dabei werden insbesondere die Prozesse der Sukzession und des geoökologischen Wandels im Umfeld des Vulkans beleuchtet.

  • Geoökologischer Wandel direkt nach dem Ausbruch
  • Sukzession der Pflanzenwelt nach dem Ausbruch
  • Wiederbesiedlung von Tierarten
  • Entwicklung des Spirit Lake
  • Langfristige Auswirkungen des Ausbruchs auf die Umgebung

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung stellt den Mt. St. Helens als aktiven Vulkan in der Cascade Range vor und beschreibt die Bedeutung des Ausbruchs von 1980. Kapitel 2 beleuchtet die Vorgeschichte des Vulkans, die Vorboten des Ausbruchs und das Geschehen am 18. Mai 1980. Kapitel 3 untersucht die direkten Auswirkungen des Ausbruchs auf die Umgebung, insbesondere auf die Gletscher, Murgänge, pyroklastischen Ströme, den Bergrutsch, die laterale Explosion, den Ascheausstoß und die umliegenden Seen. Kapitel 4 behandelt die Sukzession und den geoökologischen Wandel im Umfeld des Mt. St. Helens nach 1980. Hierbei werden die Wiederbesiedlung der Pflanzenwelt, die Entwicklung der Tierwelt, die Veränderung des Spirit Lake und die Entwicklung des Shoestring-Gletschers behandelt.

Schlüsselwörter

Mt. St. Helens, Vulkanismus, Ausbruch, Geoökologie, Sukzession, Wiederbesiedlung, Vegetation, Spirit Lake, Shoestring-Gletscher, Cascade Range, „Ring of Fire“.

Häufig gestellte Fragen

Wann brach der Mount St. Helens aus und welche Folgen hatte dies?

Der Mount St. Helens brach am 18. Mai 1980 aus. Die Eruption hatte massive Auswirkungen auf die Umgebung, darunter Murgänge, pyroklastische Ströme, einen gewaltigen Bergrutsch und einen enormen Ascheausstoß, der die Landschaft grundlegend veränderte.

Was versteht man unter geoökologischem Wandel im Kontext des Vulkanausbruchs?

Der geoökologische Wandel beschreibt die tiefgreifenden Veränderungen der Geologie und Ökologie nach dem Ausbruch, wie etwa die Zerstörung von Gletschern, die Veränderung von Seen wie dem Spirit Lake und die anschließende Neugestaltung der Lebensräume.

Wie verlief die Sukzession der Pflanzenwelt nach 1980?

Die Sukzession beschreibt die schrittweise Rückkehr der Vegetation. Dabei wird zwischen der Wiederbesiedlung der inneren Zone (direct-blast zone), der äußeren Zone und den Flächen des Bergrutsches unterschieden, wobei Pionierpflanzen den Anfang machten.

Was ist der „Pazifische Feuerring“?

Der „Ring of Fire“ ist eine Zone rund um den Pazifik, die durch häufige Erdbeben und hohe vulkanische Aktivität gekennzeichnet ist. Der Mount St. Helens ist Teil der Cascade Range, die in diesem Gürtel liegt.

Welche Rolle spielt die Plattentektonik für die Vulkane der Cascade Range?

Die Cascade Range entstand über einer Subduktionszone, in der sich die Juan-de-Fuca-Platte unter die Nordamerikanische Platte schiebt. Diese Bewegung erzeugt Magmakammern, die die Vulkane der Region speisen.

Wie hat sich der Spirit Lake nach dem Ausbruch verändert?

Der Spirit Lake wurde durch den Ausbruch massiv beeinträchtigt, unter anderem durch Schuttmassen und Baumstämme. Die Forschung untersucht dort die langfristige ökologische Erholung und Veränderung der Wasserqualität.

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Details

Title
Geoökologischer Wandel und Sukzession im Umfeld des Mt. St. Helens (NW-Washington U.S.) nach dem Ausbruch von 1980
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Geographie)
Course
Geomorphodynamik und Geoökologie der Hochgebirge und der polaren Zonen
Grade
2,7
Author
S. Dörfer (Author)
Publication Year
2000
Pages
32
Catalog Number
V14598
ISBN (eBook)
9783638199544
Language
German
Tags
Geoökologischer Wandel Sukzession Umfeld Helens Ausbruch Geomorphodynamik Geoökologie Hochgebirge Zonen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
S. Dörfer (Author), 2000, Geoökologischer Wandel und Sukzession im Umfeld des Mt. St. Helens (NW-Washington U.S.) nach dem Ausbruch von 1980, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14598
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