Die Antworten der modernen Politischen Theorie auf Fragen nach gerechter Demokratie und der Legitimation ihres Rechts sind vielfältig und werden intensiv diskutiert. So grenzen sich die zwei großen Strömungen des Liberalismus und des Republikanismus im Rechtsbegriff und dem Verständnis der Gesellschaft und ihrer Glieder stark voneinander ab. Diese Gegensätze werde ich anhand des Textes „Drei normative Modelle der Demokratie“ von Jürgen Habermas gegenüberstellen(I), anschließend sein Verständnis des internen Zusammenhangs von Rechtsstaat und Demokratie anhand seines Textes „Über den internen Zusammenhang von Rechtsstaat und Demokratie“ einarbeiten(II) und anschließend für diese drei Modelle die in der heutigen Zeit prägenden Einflüsse darstellen(III) sowie einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungsmöglichen unter diesen Bedingungen(IV) vorstellen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- I. Unterschiede zwischen Liberalismus und Republikanismus
- Der Begriff des Staatsbürgers
- Der Begriff des Rechts
- Der Begriff des politischen Prozesses
- II. Der interne Zusammenhang zwischen Rechtsstaat und Demokratie
- Recht als Legitimation und Legitimiertes
- Das Modell der Deliberation - Die Diskurstheorie
- Staat und Gesellschaft in den drei Modellen
- III. Der Einfluss der Vorstellungen von Bürger, Staat, Freiheit und Recht in der heutigen Zeit
- IV. Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Eigenständigkeitserklärung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die zentralen Unterschiede zwischen liberalen und republikanischen Ordnungsvorstellungen und untersucht, wie Jürgen Habermas' Theorie des internen Zusammenhangs von Rechtsstaat und Demokratie in diese Strömungen einzuordnen ist. Sie beleuchtet die unterschiedlichen Konzepte von Bürger, Staat, Freiheit und Recht und deren Einfluss auf die heutige Zeit.
- Unterschiede zwischen Liberalismus und Republikanismus im Hinblick auf Staatsbürgerschaft, Recht und den politischen Prozess.
- Jürgen Habermas' Theorie des internen Zusammenhangs von Rechtsstaat und Demokratie.
- Analyse der drei Modelle (Liberalismus, Republikanismus, Habermas' Modell) hinsichtlich ihrer Vorstellungen von Bürger, Staat, Freiheit und Recht.
- Bewertung der prägendsten Einflüsse der drei Modelle auf die heutige Zeit.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein, indem sie die unterschiedlichen Konzepte von gerechter Demokratie und Rechtslegitimation in der modernen Politischen Theorie beleuchtet. Sie stellt die beiden großen Strömungen des Liberalismus und des Republikanismus vor und skizziert den Aufbau der Arbeit.
I. Unterschiede zwischen Liberalismus und Republikanismus
Dieser Abschnitt befasst sich mit den zentralen Unterschieden zwischen Liberalismus und Republikanismus im Hinblick auf den Begriff des Staatsbürgers, des Rechts und des politischen Prozesses. Dabei werden die jeweiligen Positionen von John Locke und Jean-Jacques Rousseau erläutert.
II. Der interne Zusammenhang zwischen Rechtsstaat und Demokratie
Hier wird Jürgen Habermas' Theorie des internen Zusammenhangs von Rechtsstaat und Demokratie vorgestellt. Die Arbeit beleuchtet die Rolle des Rechts als Legitimationsgrundlage und gleichzeitig als Legitimiertes sowie das Modell der Deliberation. Der Abschnitt analysiert auch die Positionierung von Staat und Gesellschaft in den drei Modellen (Liberalismus, Republikanismus, Habermas' Modell).
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themenbereiche Liberalismus, Republikanismus, Demokratie, Rechtsstaat, Deliberation, Bürger, Staat, Freiheit und Recht. Sie untersucht insbesondere die unterschiedlichen Konzepte von Staatsbürgerschaft, Rechtsbegriffen und politischen Prozessen in den jeweiligen Strömungen. Weiterhin werden die Konzepte von John Locke, Jean-Jacques Rousseau und Jürgen Habermas analysiert.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet Liberalismus und Republikanismus?
Der Liberalismus betont individuelle Freiheitsrechte und den Schutz vor dem Staat, während der Republikanismus die aktive politische Teilhabe und das Gemeinwohl in den Vordergrund stellt.
Wie definiert Habermas den "internen Zusammenhang von Rechtsstaat und Demokratie"?
Habermas argumentiert, dass Rechtsstaat und Demokratie sich gegenseitig voraussetzen: Bürger können nur autonom sein, wenn sie sich als Autoren der Gesetze verstehen, denen sie als Adressaten unterworfen sind.
Was ist das Modell der Deliberation?
Ein diskurstheoretischer Ansatz, bei dem politische Legitimität durch rationalen, öffentlichen Austausch und Verständigung zwischen freien Bürgern entsteht.
Welche Rolle spielt der Staatsbürger in diesen Modellen?
Im Liberalismus ist er primär ein privater Rechtsträger; im Republikanismus ein aktives Glied der politischen Gemeinschaft.
Wie sieht das Rechtsverständnis bei Habermas aus?
Recht dient bei Habermas als Medium der gesellschaftlichen Integration und bezieht seine Legitimität aus dem fairen Prozess der demokratischen Willensbildung.
Welche Denker werden den Strömungen zugeordnet?
John Locke wird oft als Vertreter des Liberalismus genannt, während Jean-Jacques Rousseau ein zentraler Denker des Republikanismus ist.
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- Arvid Kahl (Author), 2009, Zwischen Liberalismus und Republikanismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145610