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Amerikanisierung im Europa der Nachkriegszeit

Das Beispiel US-amerikanischer Kinoproduktionen in Deutschland

Titel: Amerikanisierung im Europa der Nachkriegszeit

Essay , 2006 , 8 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Konrad Maas (Autor:in)

Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay „Amerikanisierung im Europa der Nachkriegszeit“ werden am Beispiel des allgegenwärtigen Einflusses US-amerikanischer Kinoproduktionen in Deutschland illustriert. Diese kurze Abhandlung stellt einen kurzen Exkurs in die Geschichte und Funktion des Kinos
dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Prozess der Amerikanisierung in Deutschland und Europa nach 1945 durch den Einfluss US-amerikanischer Kinoproduktionen zu untersuchen und die Rolle des Kinos als Instrument für politische und kulturelle Interessen zu beleuchten.

  • Kino als Medium der politischen Propaganda und "Umerziehung"
  • Strukturanalyse des Einflusses der Hollywood-Filmindustrie
  • Die Rolle des Kinos im "Kalten Krieg" zur Bindung an die USA
  • Generationswandel und Identifikation mit dem "American Way of Life"
  • Das Kino als Instrument zur Ablenkung und Vermittlung von Konsumwerten

Auszug aus dem Buch

Analyse

In der Nachkriegszeit war das Kino ein Zufluchtsort, in dem sich die Menschen von der sie umgebenden Realität erholen konnten und Amerika brauchte eine Form der Propaganda in Europa, um Westeuropa in ihrer Ideologie im Zuge des sich anbahnenden bzw. bald anwesenden „Kalten Krieges“ zu einen. In Hollywood fand Washington das dazu passende Werkzeug und die Filmproduktionsfirmen konnten ihren eigenen Profit aus dem Pakt ziehen. Hollywood lieferte die gewünschte Nordamerika-freundliche Propaganda und Washington öffnete den europäischen Markt, indem es Importquoten für Filme abschaffen ließ oder deren Einführung verhinderte: so z.B. die Reduktion der französischen Importquote von 55% auf 30% als Ergebnis der León Blum und Byrnes Verhandlungen am 28. Mai 1946, oder dass die ISD in Deutschland die Einführung einer Importquote überhaupt verhinderte, oder dass in Italien im Oktober 1945 das Alfieri Gesetz, welches die Regulierung der Einfuhr „fremder“ Filme regelte, abgeschafft wurde. All diese Bestimmungen der Amerikaner wurden im Rahmen der Forderungen nach der Freien Marktwirtschaft formuliert.

Das entscheidende Machtmittel in diesen Verhandlungen war die Monroe-Doktrin: Nur wer die Bestimmungen aus Amerika akzeptierte, konnte auch die entsprechenden Geldmittel erwarten. So bildeten Filmindustrie und Regierung eine Art Bündnis, da die Regierung eine Öffnung der europäischen Märkte für die Filme bewirkte und die Filme wiederum eine pro-amerikanische Ideologie erzeugten. Doch wurde die US-amerikanische Regierung auch stark von Hollywood dahingehend unter Druck gesetzt, dass die Interessen der Filmindustrie in Europa durchgesetzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Amerikanisierung Deutschlands durch das Medium Kino ein und definiert die Fragestellung bezüglich des cinematographischen Imperialismus.

2. Analyse: Dieses Kapitel untersucht die politischen und ökonomischen Bündnisse zwischen Washington und Hollywood sowie die psychologische Funktion des Kinos als Instrument der Propaganda und der Identitätsbildung.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle Hollywoods als hegemoniale Macht auf dem deutschen und europäischen Filmmarkt zusammen und bestätigt den Prozess der schleichenden Amerikanisierung.

Schlüsselwörter

Amerikanisierung, Kino, Hollywood, Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Kulturimperialismus, Propaganda, Filmwirtschaft, Massenkultur, American Way of Life, Konsumgesellschaft, Identifikation, Umerziehung, Deutschland, Besatzungszone.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem kulturellen und politischen Einfluss, den US-amerikanische Kinoproduktionen nach dem Zweiten Weltkrieg auf Deutschland und Europa ausgeübt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Verflechtung von Filmindustrie und Regierungspolitik, die strategische Nutzung von Film als Propagandainstrument und die Entwicklung von Konsummustern durch US-amerikanische Medien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, wie durch "cinematographischen Imperialismus" eine pro-amerikanische Ideologie etabliert und die westliche Hemisphäre im Kalten Krieg kulturell an die USA gebunden wurde.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit stützt sich auf eine geschichtliche Analyse von politischen Rahmenbedingungen sowie eine Strukturanalyse des Mediums Film und dessen Rezeption in der Gesellschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gezielte Marktöffnung für US-Filme, die psychologische Wirkung des Kinos als "Infotainment" und den Wandel der Filmpräferenzen verschiedener Generationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Amerikanisierung, Hollywood, Kalter Krieg, Propaganda, Massenkultur und Kulturimperialismus.

Welche Rolle spielte das Kino bei der Entnazifizierung?

Das Kino sollte als Medium für Umerziehungsfilme dienen, wobei die US-Regierung einen Spagat zwischen der Kontrolle durch die ISD und dem Streben nach einem freien Marktsystem vollziehen musste.

Warum war das Kino laut dem Text ein paradoxes Phänomen?

Es fungierte sowohl als Ort der Unterhaltung und Ablenkung von der Realität als auch als Werbeplattform für amerikanische Konsumgüter und pro-amerikanische Weltanschauungen.

Wie veränderte sich die Bedeutung des Kinos für die junge Generation nach den 70ern?

Die junge Generation suchte in amerikanischen Filmen und deren Werten eine Freiheit von der Konfrontation mit der elterlichen Vergangenheit, was Hollywood schrittweise zur Hegemonialmacht auf dem europäischen Markt machte.

Was besagt das Konzept des "Open-frontier imperialism"?

Der Begriff beschreibt den anhaltenden Einfluss des amerikanischen Kinos in Europa, durch den der "American Way of Life" als identitätsstiftend vermittelt und eine Einflusssphäre für die Weltaufteilung geschaffen wurde.

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Details

Titel
Amerikanisierung im Europa der Nachkriegszeit
Untertitel
Das Beispiel US-amerikanischer Kinoproduktionen in Deutschland
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Veranstaltung
Geschichte der Medien in Europa 1945-2000
Note
1.7
Autor
Konrad Maas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
8
Katalognummer
V144712
ISBN (eBook)
9783640548750
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Amerikanisierung Europa Nachkriegszeit Beispiel US-amerikanischer Kinoproduktionen Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Konrad Maas (Autor:in), 2006, Amerikanisierung im Europa der Nachkriegszeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144712
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Leseprobe aus  8  Seiten
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