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Definition und Arten von Stigmata. Eine Analyse am Beispiel "Übergewicht"

Title: Definition und Arten von Stigmata. Eine Analyse am Beispiel "Übergewicht"

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jennifer Hoffmann (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine theoretische Einführung zum Thema "Stigma" nach Ervin Goffman, welche auf das praktische Beispiel des "Übergewichts" bezogen wird.

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Inhaltsverzeichnis

1. Die Stigma – Theorie

1.1. Begriffsklärung und historischer Hintergrund

1.2. Stigma heute

1.3. Diskreditiert und Diskreditierbar

1.4. Verschiedene Arten der Stigmata

1.5. Identität

1.6. Leben in einer stigmatisierenden Welt

1.6.1. Bewältigung der Stigmatisierung

1.6.2. Die „Normalen“

2. Selbstgewähltes Beispiel: Übergewicht

3. Analyse des Beispiels anhand der Stigmatheorie

3.1. Übergewicht als Stigma

3.2. Welche Art von Stigma ist Übergewicht?

3.3. Diskreditiert und Diskreditierbar

3.4. Übergewicht und Identität

3.5. Umgehen mit der Stigmatisierung

3.6. Konsequenzen für das Umfeld – Grenzpersonen

4. Auswertung der Analyse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die soziologische Stigmatheorie nach Erving Goffman auf das konkrete Beispiel von Übergewicht anzuwenden. Es soll untersucht werden, wie stigmatisierte Personen ihr Selbstbild sowie ihre soziale Identität innerhalb einer Gesellschaft entwickeln, die stark von Normen und idealisierten Körperbildern geprägt ist.

  • Grundlagen der Stigmatheorie und historische Definitionen des Stigma-Begriffs.
  • Differenzierung zwischen diskreditierten und diskreditierbaren Individuen.
  • Analyse der Auswirkungen von Stigmatisierung auf die soziale und persönliche Identität.
  • Bewältigungsstrategien im Umgang mit Stigmata sowie die Rolle von Grenzpersonen.
  • Kritische Reflexion über die Anwendbarkeit der Theorie auf reale Lebenswelten.

Auszug aus dem Buch

1.2. Stigma heute

Auch heute gibt es Menschen, die von der Gesellschaft als unwürdig, anders, unnormal, bedauerlich, minderwertig oder unvollkommen angesehen werden. Stigmata sind jedoch keine charakterbeschreibenden Beschaffenheiten, sondern Blickwinkel, aus denen die Umwelt ein Individuum betrachtet. Dieses Individuum kann auf Grund seiner körperlichen Gegebenheiten (z.B. Haut – farbe), seiner Vergangenheit, seiner Religion, seiner Herkunft, seiner Ansichten oder seiner Aktivitäten von anderen als unterlegen gewertet werden. Wenn diese spezielle Eigenart (meist eine negative) eines Individuums von anderen als das alles bestimmende Merkmal angesehen wird und andere Merkmale dadurch in den Hintergrund geraten, spricht man von einer Stigmatisierung. Es bleibt festzustellen, dass ein stigmatisiertes Individuum nicht in jedem Umfeld ein stigmatisiertes ist, so kann eine Vorstrafe eines Jugendlichen im Kreise der Familie als bedauerlich, unter seinen Freunden jedoch als Heldentat angesehen werden. Wichtig also: die Gruppe in der man sich befindet. Befindet man sich in einer In – group, einer Gruppe, die aus Verbündeten besteht, fühlt man sich weniger diskreditiert (siehe Kapitel 1.3.) als in einer Out – Group, einer Gruppe anderer, die einen diskreditieren kann, da man diskreditierbar ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Stigma – Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Stigma-Begriffs, von historischen Ursprüngen bis hin zu modernen Formen der Identitätsgefährdung und sozialen Kategorisierung.

2. Selbstgewähltes Beispiel: Übergewicht: Hier stellt die Autorin einen persönlichen Bezug her und beschreibt ihr eigenes Erleben von Übergewicht während der Pubertät als praktisches Anwendungsbeispiel.

3. Analyse des Beispiels anhand der Stigmatheorie: In diesem Hauptteil wird das Phänomen Übergewicht konsequent unter Anwendung der Goffman’schen Theorie analysiert, inklusive Bewältigungsstrategien und dem Einfluss auf das Umfeld.

4. Auswertung der Analyse: Das Fazit bestätigt die hohe Relevanz und Anwendbarkeit der Stigmatheorie auf die Realität von Übergewichtigen und thematisiert das Risiko, durch ein „eingebildetes Stigma“ in Essstörungen zu geraten.

Schlüsselwörter

Stigmatisierung, Soziologische Theorien, Übergewicht, Identität, Diskreditiert, Diskreditierbar, Soziale Arbeit, Goffman, Körperliches Stigma, Pubertät, Selbstbild, Grenzpersonen, Essstörung, Normalität, Körperbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Analyse von Stigmatisierungsprozessen, wobei der Fokus auf die theoretischen Arbeiten von Erving Goffman gelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehung und Wirkung von Stigmata, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Identitätsformen sowie die Bewältigung von Diskriminierung im Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Stigmatheorie durch deren Anwendung auf das Beispiel des Übergewichts, um zu verstehen, wie Betroffene mit diesem sozialen Stigma umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretisch fundierte Analyse, die sie durch eine lebensweltliche Selbstreflexion und die Verknüpfung mit soziologischen Fachbegriffen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird das Übergewicht als Stigma definiert, es werden Strategien zur Korrektur oder Kompensation des Makels beleuchtet und die Reaktionen des Umfelds auf die Betroffenen untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stigmatisierung, Identität, Diskreditierbarkeit, Übergewicht und soziale Grenzpersonen charakterisiert.

Was unterscheidet „diskreditierte“ von „diskreditierbaren“ Personen?

Diskreditierte haben ein offensichtliches, sichtbares Stigma, während diskreditierbare Personen über ein Merkmal verfügen, das noch nicht allgemein bekannt ist und das sie aktiv verbergen können.

Welche Bedeutung haben „Grenzpersonen“ in dieser Arbeit?

Grenzpersonen sind Individuen aus dem Umfeld der Stigmatisierten, die den Betroffenen trotz dessen Makel akzeptieren und dabei häufig selbst Gefahr laufen, in den Augen der Außenwelt mit stigmatisiert zu werden.

Warum wird in der Arbeit von einem „eingebildeten Stigma“ gesprochen?

Das „eingebildete Stigma“ bezeichnet Fälle, in denen Betroffene – insbesondere in der Pubertät – eine Stigmatisierung annehmen, die von außen gar nicht in dem Maße existiert, was jedoch schwerwiegende psychische Folgen haben kann.

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Details

Title
Definition und Arten von Stigmata. Eine Analyse am Beispiel "Übergewicht"
College
University of Applied Sciences Potsdam
Grade
1,7
Author
Jennifer Hoffmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V144696
ISBN (eBook)
9783640528073
ISBN (Book)
9783640528134
Language
German
Tags
Stigma Identität Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Hoffmann (Author), 2005, Definition und Arten von Stigmata. Eine Analyse am Beispiel "Übergewicht", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144696
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