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Lernen durch wechselseitiges Lehren (WELL)

Title: Lernen durch wechselseitiges Lehren (WELL)

Scientific Essay , 2009 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christoph Neupert (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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„Lernen lernen, aber wie?“ ist die Frage, die für immer mehr Lehrende zu einer ganz persönlichen Frage geworden ist. Die Pädagogen versuchen ihren Unterricht positiv zu verändern: Weg von der Lehrer- und Belehrerrolle und hin zum Lernbegleiter der Schülerinnen und Schüler. Einen solchen schüleraktiven Unterricht erreicht man nur durch die Anwendung von bestimmten Methoden wie beispielsweise WELL.
WELL steht für kooperative Lernmethoden des wechselseitigen Lehren und Lernens. Die drei Psychologen Huber, Konrad und Wahl haben auf der Grundlage schon vorliegender und ähnlicher Lernformen von z.B. Renkl oder Martin dieses Konzept entwickelt, das eine Weiterentwicklung und Optimierung der Lernprozesse impliziert. Bei allen WELL-Methoden ist es so, dass eine Person einer anderen etwas erklärt. Der Schüler eignet sich Wissen zu einem bestimmten Thema an und tritt dann als Experte auf, wobei er einem Mitschüler seine neugewonnenen Kenntnisse vermittelt. Schließlich werden diese wiederholt und weiter vertieft. Am interessantesten für mich ist – und hier werde ich auch den Schwerpunkt dieses wissenschaft-lichen Kommentars setzen –, was bei der Anwendung der nachfolgend vorgestellten Metho-den in der Praxis des Schulunterrichts zu beachten ist, wo die Vorteile liegen und inwieweit sich die Aktivitäten des Lehrers und des Schülers von denen in konventionellem Frontalunterricht unterscheiden.
In meinen Ausführungen stütze ich mich vor allem auf die Monografie „Zeitgemäße Methodenkompetenz im Unterricht“ von Dr. rer. soc. Roland Hepting, Schulleiter der Realschule im Bildungszentrum Markdorf. Hauptteil meiner Betrachtung wird die nähere Erläuterung der verschiedenen WELL-Methoden sein. Dabei werde ich die Vorteile und Voraussetzungen dieser Methoden hervorheben. Anschließend gehe ich auf ihre Einbettung in den Unterricht und die dabei zu beachtenden Besonderheiten ein. Schließlich werde ich kurz herausstellen, warum die Methoden für die Schüler besonders förderlich sind und inwieweit sich die Rolle des Lehrers dabei verändert, und mit einem Fazit in Bezug auf meinen weiteren Berufsweg abschließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

(1) Einleitung – WELL – eine besondere Form des wechselseitigen Lernens

(2) Hauptteil

(3) Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Unterrichtskonzept „Lernen durch wechselseitiges Lehren und Lernen“ (WELL) auseinander. Ziel ist es, die didaktischen Vorteile dieser kooperativen Lernformen gegenüber dem klassischen Frontalunterricht zu untersuchen und die veränderte Rolle des Lehrers als Lernbegleiter zu beleuchten.

  • Definition und theoretische Grundlagen der WELL-Methodik
  • Vorstellung konkreter Unterrichtsmethoden wie Partnerpuzzle, Gruppenpuzzle und Lerntempoduett
  • Analyse der Schüleraktivitäten und der individuellen Kompetenzentwicklung
  • Diskussion der Lehrerrolle im Prozess des kooperativen Lernens
  • Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen in der Grundschule

Auszug aus dem Buch

(2) Hauptteil

Die eingangs angedeutete Problematik der einseitig-rezeptiven Wissensvermittlung des typischen Kommunikations- und Rollenmusters des traditionellen lehrerzentrierten Unterrichts ist unverkennbar: Die betreffenden Lehrkräfte programmieren ihre eigene Frustration, da von lehrerzentrierten, verbal-abstrakten Informationen nur eine Minderzahl von Schülern profitieren kann. Dem gegenüber stehen die kooperativen Lernformen wie die WELL-Methoden, die aufgrund überwiegend positiver Erfahrungen immer mehr in den Blickpunkt des Interesses rücken.

Die Definition von „wechselseitig“, das Kernstück des Lernens durch wechselseitiges Lehren, ist so zu verstehen, dass „der Schüler nach dem Prozess der Informationsaufnahme und -verarbeitung einmal die Rolle es Vermittlers, zum anderen die des Zuhörers übernimmt. Ist der Schüler in der Vermittler- oder Lehrerrolle, so verfügt er über ein Wissen, das er seinem Mitschüler weitergibt.“ Da er seinem Partner gegenüber einen Wissensvorsprung verfügt, kann man ihn auch als Experten bezeichnen. Der Mitschüler, der auf diese Weise die für ihn neuen Informationen bekommt, nennt man den Novizen.

Der Schüler wird in drei hintereinander folgenden Lernphasen mit klarer Strukturierung zur individuellen Wissensaneignung geführt. Wie anfangs erwähnt sind diese wie folgt angeordnet: In der Aneignungsphase bildet sich der Schüler individuell in seinem Thema zum Experten aus. Um den Expertenstatus erwerben zu können und sich bei der Weitergabe des Expertenwissens als kompetent und wichtig erleben zu können, dürfen die Texte bzw. Übungen anfangs nicht zu schwer sein. Vorkenntnisse werden dabei aktiviert. Der Schüler baut sich eine Struktur auf und erstellt z.B. eine Mind-Map. Der Lehrer strukturiert den Unterrichtsaufbau dabei nach dem Sandwich-Prinzip, bei dem die Unterrichtsstunde „in verschiedene „zeitliche Lagen“ aufgeteilt wird, in denen sich kollektive und individuelle und partnerschaftliche Arbeits- und Lernphasen abwechseln.“ Außerdem gibt er die Unterrichtsziele vor, stellt die Materialien und unterstützt den Schüler in dieser ersten Phase.

Zusammenfassung der Kapitel

(1) Einleitung – WELL – eine besondere Form des wechselseitigen Lernens: Das Kapitel führt in die Problematik des Frontalunterrichts ein und definiert WELL als kooperative Lernmethode, bei der Schüler die Expertenrolle übernehmen.

(2) Hauptteil: Hier werden die methodischen Details und Phasen der WELL-Methodik erläutert sowie spezifische Formate wie das Partnerpuzzle, Gruppenpuzzle, Lerntempoduett und die strukturierte Kontroverse vorgestellt.

(3) Schluss: Der Autor resümiert die veränderte Rolle des Lehrers als Lernbegleiter und bewertet die Eignung der WELL-Methoden für die Grundschulpraxis sowie die eigene berufliche Entwicklung.

Schlüsselwörter

WELL, wechselseitiges Lehren und Lernen, kooperatives Lernen, Unterrichtsmethode, Lernbegleiter, Partnerpuzzle, Gruppenpuzzle, Lerntempoduett, strukturierte Kontroverse, Wissensaneignung, Lehrerrolle, Grundschule, Sandwich-Prinzip, Expertenrolle, Schüleraktivierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem pädagogischen Konzept des "Lernen durch wechselseitiges Lehren und Lernen" (WELL) und dessen Implementierung in den Schulunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die theoretische Fundierung kooperativer Lernformen, die praktische Anwendung spezifischer WELL-Methoden und die damit einhergehende Veränderung der Unterrichtsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Vorteile der WELL-Methoden für die Schüleraktivierung aufzuzeigen und zu klären, wie Lehrkräfte diese Methoden erfolgreich zur Steigerung der Methodenkompetenz einsetzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen wissenschaftlichen Kommentar, der auf einer fundierten Literaturanalyse basiert, um die Anwendung der vorgestellten Unterrichtskonzepte zu erläutern und kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Lernphasen sowie die detaillierte Darstellung von vier Kernmethoden: Partnerpuzzle, Gruppenpuzzle, Lerntempoduett und Strukturierte Kontroverse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie kooperatives Lernen, WELL, Expertenrolle, Schüleraktivierung, Methodenkompetenz und Sandwich-Prinzip charakterisiert.

Wie verändert WELL die Rolle des Lehrers im Unterricht?

Die Lehrkraft wandelt sich von einer instruierenden Person zu einem beratenden Lernbegleiter, der Lernprozesse initiiert, strukturiert und Feedback gibt, statt lediglich Wissen abstrakt zu vermitteln.

Ist das WELL-Konzept bereits für den Grundschulbereich geeignet?

Ja, der Autor sieht WELL als gut realisierbar in der Grundschule an, sofern die Texte anfangs einfach gehalten werden, Formulierungshilfen angeboten werden und ein Fokus auf aktivem Zuhören liegt.

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Details

Title
Lernen durch wechselseitiges Lehren (WELL)
College
Dresden Technical University
Grade
1,0
Author
Christoph Neupert (Author)
Publication Year
2009
Pages
11
Catalog Number
V144579
ISBN (eBook)
9783640546497
ISBN (Book)
9783640546138
Language
German
Tags
WELL wechselseitiges Lernen Methoden Unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Neupert (Author), 2009, Lernen durch wechselseitiges Lehren (WELL), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144579
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