In der vorliegenden Hausarbeit werde ich mich mit Konzepten des parlamentarischen und des außerparlamentarischen Raumes beschäftigen. Genauer geht es um den Rol-lenwechsel der politischen Parteien in Deutschland, die hier stellvertretend für den par-lamentarischen Raum und das politische System stehen sollen. Dieser Rollenwechsel wird beschleunigt durch eine Kolonisierung des politischen Systems durch das Medien-system, das für den außerparlamentarischen Raum steht. Diese These wurde von Profes-sor Thomas Meyer in seinem Werk „Mediokratie – Die Kolonisierung der Politik durch die Medien“ aufgestellt. In diesem Werk berichtet Meyer auch von der durch diese Ko-lonisierung und deren Begleiteffekten hervorgerufenen Marginalisierung der politischen Parteien und der Verschiebung vom Sachplebiszit zum Personenplebiszit.
Im ersten Kapitel erfolgt zunächst die Klärung der Begriffe „Mediendemokratie“ und „Mediokratie“, sowie die Herausarbeitung von deren Gemeinsamkeiten und Unter-schieden.
Im zweiten Kapitel werde ich in einem kurz gehaltenen Ausflug in die Geschichte der Parteien und deren Bedeutung für das Regierungssystem der Bundesrepublik Deutsch-land, die wichtige Rolle der Parteien für das deutsche politische System aufzeigen, wei-terhin die veränderte Rolle der Parteien in der Mediendemokratie verdeutlichen und dies am konkreten Beispiel der ZDF-Polittalksendung „Illner intensiv“ veranschaulichen.
Im dritten Kapitel erfolgt schließlich ein Blick in die Zukunft und auf die Frage, ob der Einfluss der Mediendemokratie auf Parteien als Chance oder als Bedrohung wahrge-nommen werden muss.
Die Hausarbeit schließt mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kapitel 1 Begriffsklärung.
- 1.1 Mediendemokratie...
- 1.2 Mediokratie
- Kapitel 2 Parteien in der Mediendemokratie...
- 2.1. Funktionen von Parteien ............
- 2.2 Einfluss der Mediendemokratie auf Parteien..
- 2.3. Parteien unter Druck – Illner Intensiv..
- Kapitel 3 Parteien 2.0 - Was bringt die Zukunft?.
- 3.1 Von der Parteiendemokratie zur Mediendemokratie?
- Fazit...............
- Literatur.
- Internet...
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Wandel der Rolle politischer Parteien in Deutschland im Kontext von Mediendemokratie und Mediokratie. Sie untersucht, wie das Mediensystem das politische System durchdringt und die Parteien in ihrer Funktion beeinflusst.
- Begriffsklärung von "Mediendemokratie" und "Mediokratie"
- Analyse des Einflusses der Mediendemokratie auf die Parteien
- Die Rolle der Parteien im Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland
- Verdeutlichung der veränderten Rolle von Parteien im Zeitalter der Mediendemokratie
- Prognose der zukünftigen Entwicklung der Beziehungen zwischen Parteien und Medien
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik des Rollenwandels von politischen Parteien in Deutschland im Kontext der Mediendemokratie und Mediokratie ein. Sie stellt die These von Thomas Meyer zur Kolonisierung des politischen Systems durch das Mediensystem dar und erläutert die zentrale Argumentation der Hausarbeit.
Kapitel 1: Begriffsklärung
Dieses Kapitel definiert die Begriffe "Mediendemokratie" und "Mediokratie" und beleuchtet deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Es wird insbesondere auf die unterschiedlichen Begriffsdefinitionen in der Politik- und Kommunikationswissenschaft eingegangen und der Begriff der Mediokratie nach Thomas Meyer erläutert.
Kapitel 2: Parteien in der Mediendemokratie
Kapitel 2 beleuchtet die historische Rolle der Parteien im Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland und deren Funktionen. Es analysiert den Einfluss der Mediendemokratie auf die Parteien und veranschaulicht die veränderte Rolle der Parteien an einem konkreten Beispiel, der ZDF-Polittalksendung "Illner intensiv".
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Mediendemokratie, Mediokratie, politische Parteien, Einfluss von Medien auf Politik, Rollenwandel von Parteien, Parteiendemokratie, politisches System, Medienkommunikation, Polit-Talk-Sendungen, ZDF, Illner Intensiv.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Mediendemokratie und Mediokratie?
Während Mediendemokratie die Nutzung von Medien in der Demokratie beschreibt, meint Mediokratie (nach Thomas Meyer) die "Kolonisierung" der Politik durch die Logik des Mediensystems.
Wie verändern Medien die Rolle politischer Parteien?
Parteien geraten unter Druck, sich den Regeln der Medien (Televisualität, Personalisierung) anzupassen, was oft zu einer Marginalisierung von Sachthemen führt.
Was bedeutet die Verschiebung zum "Personenplebiszit"?
In der Mediendemokratie rücken charismatische Führungspersönlichkeiten in den Fokus der Wählergunst, während Parteiprogramme und Sachfragen an Bedeutung verlieren.
Welchen Einfluss haben Polittalkshows wie "Illner intensiv"?
Solche Formate zwingen Politiker dazu, komplexe Sachverhalte stark zu vereinfachen und sich in einem unterhaltungsorientierten Umfeld zu profilieren.
Ist die Mediendemokratie eine Bedrohung für die Parteien?
Sie kann als Bedrohung gesehen werden, wenn sie die demokratische Substanz aushöhlt, bietet aber auch Chancen für eine schnellere und breitere Kommunikation politischer Inhalte.
- Quote paper
- Sebastian Prignitz (Author), 2009, Von der Parteiendemokratie zur Mediendemokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144166