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Prozess-Muster und Komponenten

Ausarbeitung im Rahmen des Projektseminars "PICTURE"

Title: Prozess-Muster und Komponenten

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Wirt.-Inf. Markus Dreßler (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Das PICTURE-Projekt hat die Zielsetzung, ein Software-Werkzeug zu entwickeln, mit dem öffentliche Verwaltungen Entscheidungen zur Investition in moderne Technologien bewerten und begründen können. Dieses Werkzeug ist ein Hilfsmittel für öffentliche Verwaltungen um der allgemeinen Forderung nach mehr Leistungstransparenz, Effizienz und Effektivität nachzukommen. Es gibt bestehende Ansätze, nach denen Verwaltungen diese Ziele erreichen können, indem sie lernen, unternehmerisch zu denken und zu handeln anstatt Aufgaben zu privatisieren. Städte und Kommunen werden als Konzerne mit Dienstleistungsbetrieben aufgefasst, die wirtschaftlich entscheiden und investieren müssen. In diese Ansätze fügt sich das PICTURE-Werkzeug ein.
Eine zentrale Idee des PICTURE-Werkzeuges ist die Verwendung von Prozessmustern. Prozessmuster sind austauschbare und wieder verwendbare Module, die jeweils einen Lösungsvorschlag für eine bestimmte Aufgabe darstellen. Sie sollen jedoch nicht den Softwareentwicklungsprozess unterstützen. Vielmehr sollen Prozessmuster die Grundlage für eine prozessbasierte Modellierungssprache sein, die die Modellierung der behördlichen Prozesse durch Verwaltungsmitarbeiter erleichtert.
Von Bedeutung ist, dass sich das Thema "Prozessmuster" noch im Forschungsstadium befindet. Es existieren daher noch keine Lehrbücher über dieses Thema, die eine allgemein akzeptierte Sichtweise vermitteln. Statt dessen zeigen beinahe alle bisherigen Publikationen und Informationen zu diesem Thema eine uneinheitliche Auffassung ohne gemeinsame Basis. Begriffe werden mit teilweise stark von einander abweichenden Bedeutungen benutzt. Als Beispiel dient der Begriff „Komponente“. Zum einen kann damit lediglich ausgedrückt werden, dass ein Prozess aus mehreren Unterprozessen besteht, andere verwenden den Begriff als Synonym für "Prozessmuster". Lehrbücher über prozessverwandte Themen verwenden eine eher umgangssprachliche Definition von Komponenten und viele Texte über Muster benutzen diesen Begriff gar nicht.
All dies stiftet wenig Klarheit. Zielsetzung dieser Arbeit ist es daher, eine in sich geschlossene Eingrenzung des offenen Themas vorzunehmen und sich dabei auf ausgewählte Aspekte zu beschränken. Begrifflichkeiten sollen klar von einander getrennt werden, so dass keine Verwechslung möglich ist. Insgesamt sollen die Grundidee und die wesentlichen Aspekte von Prozessmustern so konsistent und verständlich wie möglich vermittelt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Prozesse und deren Eigenschaften

2.1 Definitionen

2.2 Prozesskomponenten

2.2.1 Definition und Beschreibung

2.2.2 Bedeutung für die Bildung von Prozessmustern

3 Die Idee der Prozessmuster: Ausgewählte Aspekte

3.1 Einordnung

3.2 Grundgedanke von Prozessmustern und deren Verwendung

3.3 Arbeitsdefinition

3.4 Schnittstellen und Beziehungen

3.5 Modellierung

3.5.1 Motivation und Methoden

3.5.2 Gegenstände der Modellierung

3.5.3 Dokumentation

4 Ein konkretes Verwendungsbeispiel für Prozessmuster

5 Schlussbetrachtung

Anhang

A Kurzbeschreibung von PPDL

B Verwendungsbeispiel für Prozessmuster: Entwicklung integrierter Automobilkomponenten

C Beispiel für Process Landscaping

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Prozessmuster als modulare Bausteine zur effizienteren Modellierung betrieblicher Abläufe, insbesondere für den Einsatz in öffentlichen Verwaltungen im Rahmen des PICTURE-Projekts. Dabei liegt der Fokus auf der formalen Abgrenzung und konsistenten Definition dieser Muster sowie der Analyse ihrer Modellierung und Anwendung.

  • Grundlagen der Prozessdefinition und Identifikation von Prozesskomponenten
  • Systematische Einordnung und Charakterisierung von Prozessmustern
  • Hierarchische Verwendung und Schnittstellendefinition von Mustern
  • Methoden zur Modellierung und Dokumentation von Prozessmustern
  • Praxisbeispiele für die Anwendung von Prozessmustern in der Modellierung

Auszug aus dem Buch

3.3 Arbeitsdefinition

Ähnlich wie schon bei Prozessen gibt es auch für Prozessmuster keine einheitliche und allgemein akzeptierte Definition. Aus den bisher angestellten Überlegungen und Forschungsberichten zum Thema lässt sich jedoch eine vorläufige Arbeitsdefinition ableiten, die für diese Ausarbeitung zweckmäßig sein soll. Diese lautet:

Ein Prozessmuster ist eine wieder verwendbare Gruppierung von Aktivitäten mit klar definierten und dokumentierten Schnittstellen und Verantwortlichkeiten, die eine Lösungsmöglichkeit für eine betriebliche Problemstellung darstellt. Zu einer betrieblichen Problemstellung gehören eine oder mehrere Aktivitäten.

Diese Definition beinhaltet zum einen den Hauptnutzen von Prozessmustern: Die Wiederverwendbarkeit. Dieses wird erreicht, indem Aktivitäten zu austauschbaren Modulen gruppiert werden. Zum anderen wird eine wichtige Anforderung an Prozessmuster genannt: Eine klare Definition und Dokumentation. Eine Verbreitung der Idee der Prozessmuster und eine effiziente und effektive Nutzung von Prozessmustern kann es nur geben, wenn man präzise und einheitliche Dokumentationsstandards verwendet, die Mehrdeutigkeiten vermeiden. In der Definition kommt auch der in Abbildung 2 dargestellte Zusammenhang zwischen Prozessmustern und Problemen zum Ausdruck. Da ein Prozessmuster nur eine Lösungsmöglichkeit darstellt, sind andere Prozessmuster, die das selbe Problem lösen, Alternativen zum ersten Muster. Zwei derartige Prozessmuster, die eine Alternative zueinander repräsentieren, sind in Abbildung 3 zu sehen. Die betriebliche Problemstellung ist hierbei eine Black Box, zu der lediglich die Eingangs- und Ausgangsbedingungen bekannt sind. Diesem Problem werden hier zunächst drei Aktivitäten zugeordnet. Diese sind natürlich auch gleichbedeutend mit einem Prozessmuster, das die erste Lösungsmöglichkeit für dieses Problem darstellt. Mit dem letzten Satz der Definition wird auf den hierarchischen Aspekt von Prozessmustern eingegangen: Wenn zu dem ursprünglichen Problem nur eine Aktivität gehörte, dann stellt ein Prozessmuster, dass dieses Problem löst, genau dann eine Detaillierung dar, wenn es mehr als eine Aktivität beinhaltet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit vor dem Hintergrund des PICTURE-Projekts und erläutert die Problematik uneinheitlicher Begriffsdefinitionen im Kontext von Prozessmustern.

2 Prozesse und deren Eigenschaften: Es werden grundlegende Prozessdefinitionen diskutiert und die konstituierenden Prozesskomponenten sowie deren Bedeutung für die Musterbildung hergeleitet.

3 Die Idee der Prozessmuster: Ausgewählte Aspekte: Das Hauptkapitel behandelt die theoretische Einordnung, den Grundgedanken, die Modellierungsmethoden sowie die Dokumentationsanforderungen von Prozessmustern.

4 Ein konkretes Verwendungsbeispiel für Prozessmuster: Anhand eines Bezahlvorgangs wird die praktische Anwendung und modulare Austauschbarkeit von Prozessmustern demonstriert.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Potenziale und Risiken der Verwendung von Prozessmustern zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von Katalogisierungen.

Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Informationen zur Modellierungssprache PPDL sowie weitere praxisorientierte Beispiele.

Schlüsselwörter

Prozessmuster, Prozessmanagement, Geschäftsprozessmodellierung, PICTURE-Projekt, Prozesskomponenten, Prozessorientierung, PPDL, Modellierungssprache, Schnittstellendefinition, Wiederverwendbarkeit, Prozessstruktur, Entwurfsmuster, Analysemuster, Arbeitsgegenstände, Prozesslandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Ausarbeitung grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Prozessmuster als Hilfsmittel für die Geschäftsprozessmodellierung, um komplexe Verwaltungsabläufe durch wiederverwendbare Module effizienter zu gestalten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Prozessen und deren Komponenten, die theoretische Herleitung von Prozessmustern, deren formale Beschreibung sowie Methoden zu deren Modellierung und Dokumentation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, eine in sich geschlossene Eingrenzung des noch im Forschungsstadium befindlichen Themas "Prozessmuster" vorzunehmen und klare Begrifflichkeiten zu schaffen, um Verwechslungen in der Anwendung zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Systematisierung existierender Forschungsansätze, die durch praxisorientierte Beispiele zur Veranschaulichung der theoretischen Konzepte ergänzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Einordnung von Prozessmustern als Analysemuster, der Erläuterung ihrer hierarchischen Verwendung, der Bedeutung von Schnittstellen sowie dem Prozess der Modellierung und Dokumentation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Prozessmuster, Modellierung, Wiederverwendbarkeit, Prozesskomponenten und die fachspezifische Dokumentation geprägt.

Wie unterscheidet sich ein Prozessmuster laut Autor von einem normalen Prozess?

Ein Prozessmuster stellt eine wiederverwendbare Lösung für eine betriebliche Problemstellung dar, die durch definierte Schnittstellen austauschbar ist, während ein Prozess selbst die tatsächliche Aktivitätenfolge zur Erreichung eines Ziels beschreibt.

Warum ist die Dokumentation bei der Prozessmodellierung so kritisch?

Der Autor betont, dass ohne präzise und einheitliche Dokumentationsstandards Mehrdeutigkeiten entstehen, die den eigentlichen Nutzen der Wiederverwendbarkeit zunichtemachen und neue Fehlerquellen bei der Prozessübergabe schaffen können.

Welche Rolle spielen "Arbeitsgegenstände" in diesem Kontext?

Arbeitsgegenstände sind die materiellen oder immateriellen Objekte, die in einen Prozessschritt einfließen oder aus ihm hervorgehen; ihre Modellierung hilft dabei, Teilprozesse besser zu identifizieren und Engpässe vorab zu erkennen.

Warum ist das PICTURE-Projekt für diese Arbeit relevant?

Das PICTURE-Projekt liefert den Anwendungskontext für öffentliche Verwaltungen, in denen durch den Aufbau eines Prozessmusterkatalogs implizites Wissen der Sachbearbeiter externalisiert und für Workflow-Systeme nutzbar gemacht werden soll.

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Details

Title
Prozess-Muster und Komponenten
Subtitle
Ausarbeitung im Rahmen des Projektseminars "PICTURE"
College
University of Münster  (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement)
Course
Projektseminar "PICTURE"
Grade
1,0
Author
Dipl. Wirt.-Inf. Markus Dreßler (Author)
Publication Year
2005
Pages
34
Catalog Number
V144081
ISBN (eBook)
9783640547739
ISBN (Book)
9783640553105
Language
German
Tags
eGovernment E-Government Projektseminar PICTURE Prozesse Prozessmuster Muster Wirtschaftsinformatik Prozessmodellierung SS05 WWU Münster Prozesskomponente Komponenten Münster Stadtverwaltung Verwaltung öffentlich ERCIS Tool Software Werkzeug Prozess
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Wirt.-Inf. Markus Dreßler (Author), 2005, Prozess-Muster und Komponenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144081
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