Mit der Hintergrund der weltweiten Finanzmarktkrise, für die strukturierte Finanzinstrumente maßgeblich verantwortlich sind, untersucht die Arbeit die Risiken von Subprime Collateralized Debt Obligations (CDOs). Es werden die Marktrisiken, wie Preis- und Liquiditätsrisiken, und Risiken aus der asymmetrischen Informationsverteilung der Prinzipal-Agenten-Theorie betrachtet. Hierbei werden die verschiedenen Akteure Kreditnehmer, kreditvergebende Bank (Originator), Investor, Angestellter, Ratingagentur und die staatliche Regulierung betrachtet. Weitergehend werden Lösungsvorschläge für die verschiedenen Konflikte gemacht. Abschließend wird der Verlauf der Finanzmarktkrise nachgezeichnet und Beispiele der verschiedenen Risikoquellen aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Strukturierte Finanzinstrumente
- Grundlagen
- Rating
- Systematisierung der Risiken
- Die Risiken strukturierter Finanzinstrumente
- Marktrisiken
- Qualitätsunsicherheit
- Kreditnehmer und Originator
- Originator und Investor
- Verhaltensunsicherheit
- Originator und Investor
- Angestellter und Eigentümer des Investors
- Regulierung
- Verlauf der Finanzkrise
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den Risiken, die mit der Verbriefung von Hypothekenkrediten durch Collateralized Debt Obligations (CDOs) verbunden sind. Sie analysiert die Ursachen für die Finanzkrise 2007, die durch Subprime-Hypothekenkredite und die Rolle von Finanzinnovationen wie CDOs ausgelöst wurde. Dabei untersucht die Arbeit, wie Marktkräfte und individuelles Fehlverhalten von Marktteilnehmern, wie Investoren, Originatoren und staatliche Regulierung, zu den Risiken geführt haben.
- Die Struktur und Funktionsweise von CDOs, die beteiligten Akteure und die spezifischen Risiken dieser Instrumente.
- Das Problem asymmetrischer Informationsverteilung zwischen Kreditnehmern und kreditvergebenden Banken sowie zwischen Originatoren und Investoren.
- Die Rolle der Verhaltensunsicherheit, die durch asymmetrische Informationsverteilung zwischen Originatoren und Investoren, Angestellten und Eigentümern sowie zwischen Marktteilnehmern und der staatlichen Regulierung entsteht.
- Der Einfluss der identifizierten Risiken auf den Verlauf der Finanzkrise.
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Finanzkrise 2007 als Ausgangspunkt der Arbeit dar und beleuchtet die Rolle von Subprime-Hypothekenkrediten und CDOs bei ihrer Entstehung. Sie beschreibt das wirtschaftliche Umfeld vor der Krise und die Besonderheiten der Finanzkrise im Vergleich zu früheren Krisen im Finanzsektor.
- Strukturierte Finanzinstrumente: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von forderungsbesicherten Wertpapieren, insbesondere CDOs. Es beschreibt die Funktionsweise von CDOs, die beteiligten Akteure (Originatoren, Zweckgesellschaften, Investoren) und die verschiedenen Tranchen (Senior-, Mezzanine-, Junior-Tranchen). Der Abschnitt beleuchtet das Konzept der Übersicherung und den Diversifikationseffekt, der durch die Kombination mehrerer, nicht perfekt korrelierter Forderungen entsteht.
- Die Risiken strukturierter Finanzinstrumente: Dieses Kapitel analysiert die Risiken, die mit CDOs verbunden sind. Zuerst werden die Marktrisiken wie Kredit- und Liquiditätsrisiko behandelt. Anschließend wird die Qualitätsunsicherheit, ein Problem asymmetrischer Informationsverteilung, im Kontext der Beziehungen zwischen Kreditnehmern und kreditvergebenden Banken sowie zwischen Originatoren und Investoren betrachtet. Das Kapitel widmet sich schließlich der Verhaltensunsicherheit, die durch asymmetrische Informationsverteilung zwischen Originatoren und Investoren, Angestellten und Eigentümern sowie zwischen Marktteilnehmern und der staatlichen Regulierung entsteht.
- Verlauf der Finanzkrise: Dieses Kapitel untersucht den Einfluss der zuvor analysierten Risiken auf den Verlauf der Finanzkrise 2007.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Risiken strukturierter Finanzinstrumente, insbesondere Collateralized Debt Obligations (CDOs), die durch Subprime-Hypothekenkredite besichert sind. Sie untersucht die Auswirkungen asymmetrischer Informationsverteilung und Verhaltensunsicherheit auf die Finanzmärkte im Kontext der Finanzkrise 2007. Wichtige Themen sind das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko, die Qualitätsunsicherheit, die Verhaltensunsicherheit und die staatliche Regulierung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Collateralized Debt Obligations (CDOs)?
CDOs sind strukturierte Finanzinstrumente, bei denen verschiedene Forderungen (wie Hypothekenkredite) gebündelt und als forderungsbesicherte Wertpapiere an Investoren verkauft werden.
Welche Rolle spielten CDOs in der Finanzkrise 2007?
Sie waren maßgeblich verantwortlich, da sie die Risiken von Subprime-Hypothekenkrediten verschleierten und durch ihre komplexe Struktur zu massiven Liquiditäts- und Preisrisiken führten, als die Immobilienblase platzte.
Was bedeutet asymmetrische Informationsverteilung in diesem Kontext?
Dies beschreibt Situationen, in denen ein Marktteilnehmer (z.B. der Originator der Kredite) mehr über die Qualität der zugrunde liegenden Risiken weiß als der andere (z.B. der Investor), was zu Fehlentscheidungen führt.
Welche Marktrisiken werden bei strukturierten Finanzinstrumenten analysiert?
Zu den zentralen Marktrisiken gehören das Kreditrisiko (Ausfallrisiko der Schuldner), das Preisrisiko und das Liquiditätsrisiko (die Unfähigkeit, Papiere zeitnah zu marktgerechten Preisen zu verkaufen).
Wie entstehen Verhaltensunsicherheiten bei Finanzinnovationen?
Verhaltensunsicherheiten entstehen durch Interessenkonflikte zwischen Akteuren, etwa zwischen Angestellten und Eigentümern von Investmentfirmen oder durch unzureichende staatliche Regulierung, die falsche Anreize setzt.
Was ist der Diversifikationseffekt bei CDOs?
Es ist die theoretische Annahme, dass durch die Kombination vieler einzelner Forderungen das Gesamtrisiko sinkt, da nicht alle Kredite gleichzeitig ausfallen sollten. In der Krise erwies sich diese Korrelationsannahme jedoch als falsch.
- Quote paper
- Jonathan Hillebrand (Author), 2009, Die Risiken strukturierter Finanzinstrumente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144072