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Georg Trakl und die Funktion des Hässlichen in seiner Lyrik

Title: Georg Trakl und die Funktion des Hässlichen in seiner Lyrik

Term Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Theresa Hiepe (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Georg Trakl - ein heimatloser, einsamer und drogensüchtiger Dichter, der sein Innerstes durch eine expressionistische Poesie (v.a. einer Lyrik des Hässlichen) zum Ausdruck brachte, soll in dieser Hausarbeit vorgestellt werden.
Nach einer allgemeineren Einführung über die Epoche des Expressionismus wird unter Betrachtung der Biographie des Dichters auf dessen Lyrik eingegangen. Die Integration des Hässlichen in seiner Poesie wird anhand von Lyrikbeispielen belegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. EXPRESSIONISMUS UND LYRIK

2. TRAKL UND DAS HÄSSLICHE

2.1 BIOGRAPHISCHES ZU TRAKL

2.2 DIE FUNKTION DES HÄSSLICHEN IN TRAKLS LYRIK

3. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion des Hässlichen im lyrischen Werk von Georg Trakl. Dabei wird analysiert, wie Trakl das Hässliche nicht nur als ästhetisches Element, sondern als Ausdruck einer tiefen existenziellen Krise und als Kontrastmittel zur Darstellung einer gespaltenen Welt einsetzt.

  • Historischer und ästhetischer Kontext des Expressionismus
  • Biographische Hintergründe und deren Einfluss auf Trakls Weltbild
  • Die dualistische Struktur von Schönheit und Hässlichkeit bei Trakl
  • Die Thematisierung von Verfall, Krankheit und Tod als zentrale Motive

Auszug aus dem Buch

Die Funktion des Hässlichen in Trakls Lyrik

Wie der kurze Abriss Trakls Leben gezeigt hat, handelte es sich bei dem Dichter um ein Genie, was mit sich und der Welt zeitlebens nicht einig werden konnte. Daher besteht kein Zweifel, dass die eigenartige Form der Trakl’schen Verse, das häufig Zusammenhanglose ihrer verblüffenden Bilder sowie ihr dunkler und gesättigter Farbenglanz auf die rauschhaften Veränderungen seines Gedanken- und Gefühlslebens zurückzuführen sind.

Bei der Betrachtung Trakls Gesamtwerk muss zwischen den Jugendgedichten und den späteren Werken unterschieden werden, da sich die jüngeren deutlich von den reiferen Gedichten, die in den letzten Jahren vor seinem Tod entstanden, abheben. So deuten sich die für Trakl charakteristischen Formen der Entrealisierung der Gegenstandswelt in den Jugendgedichten nur zaghaft an, während hingegen das lyrische Ich in den Frühwerken weitaus häufiger vertreten ist als später. Auch „der Bezug zu einer geglaubten überirdischen göttlichen Ordnung“ findet in den früheren Gedichten meist noch ohne Bruch statt. Trotz dieser Differenz finden wir bei Georg Trakl ein lyrisches Gesamtwerk von imponierender thematischer wie struktureller Einheitlichkeit wieder.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Einführung in das Leben und Werk Georg Trakls sowie Darlegung der Fragestellung zur Funktion des Hässlichen in seiner Lyrik.

1. EXPRESSIONISMUS UND LYRIK: Erläuterung der expressionistischen Epoche, ihrer Entstehung und der für diese Zeit charakteristischen Ästhetik des Hässlichen.

2. TRAKL UND DAS HÄSSLICHE: Analyse von Trakls Biographie und Untersuchung der gezielten Verwendung des Hässlichen als stilistisches und inhaltliches Ausdrucksmittel.

3. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Betrachtung von Trakls Stellung im Kanon der deutschsprachigen Literatur und die Bedeutung seines Leidens für sein Schaffen.

Schlüsselwörter

Georg Trakl, Expressionismus, Lyrik, Das Hässliche, Ästhetik, Verfall, Verwesung, Biographie, Moderne, Dualismus, Tod, Schuldgefühl, Bildersprache, Existenzielle Krise, Wahnsinn.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, warum das Hässliche ein zentrales Merkmal in der Dichtung von Georg Trakl darstellt und welche Funktion es innerhalb seines lyrischen Werks übernimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die literarische Epoche des Expressionismus, die biographischen Prägungen des Dichters sowie die ästhetische und inhaltliche Ausgestaltung des Hässlichen in Trakls Gedichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Trakl durch die Thematisierung des Hässlichen die Gespaltenheit von Welt und Leben ausdrückt und seine eigene Sicht auf die Realität verarbeitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die biographische Daten und poetologische Aspekte miteinander verknüpft, um das Werk des Dichters zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der historische Kontext des Expressionismus und anschließend die Lebensgeschichte Trakls betrachtet, um daraus die Entstehung seiner düsteren Bildwelt abzuleiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Expressionismus, Ästhetik des Hässlichen, Verfall, Verwesung, psychische Krisen, Schuld und die dualistische Weltanschauung.

Welchen Einfluss hatte Trakls Schwester Gretl auf sein Werk?

Die innige und inzestuöse Bindung zu seiner Schwester wird als ein wesentlicher Quell für sein Schuldgefühl und die düstere, oft von Scham und Angst geprägte Stimmung in seinen Gedichten identifiziert.

Wie spielt der Erste Weltkrieg in die Analyse hinein?

Der Krieg markiert die letzte Lebensphase Trakls und findet sich insbesondere in seinen späten Gedichten wie "Grodek" als eine Form des direkten, erschütternden Ausdrucks von Weltuntergang und menschlichem Leiden wieder.

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Details

Title
Georg Trakl und die Funktion des Hässlichen in seiner Lyrik
College
Utrecht University  (Humanities)
Grade
1-
Author
Theresa Hiepe (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V143352
ISBN (eBook)
9783640514830
ISBN (Book)
9783656095460
Language
German
Tags
Georg Trakl Trakl Lyrik Trakl Lyrik Funktion des Hässlichen Lyrik und das Hässliche Expressionismus Trakl Expressionismus Lyrik Expressionismus und das Hässliche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Theresa Hiepe (Author), 2009, Georg Trakl und die Funktion des Hässlichen in seiner Lyrik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143352
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