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Untersuchungen zur politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Wagenrennen im kaiserzeitlichen Rom

Title: Untersuchungen zur politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Wagenrennen im kaiserzeitlichen Rom

Thesis (M.A.) , 2008 , 77 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Magister Artium Simon David (Author)

World History - Early and Ancient History
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Wagenrennen gehörten zu den beliebtesten und meistbesuchten Veranstaltungen im kaiserzeitlichen Rom. Vergleiche mit modernen Sportarten wie dem Fußball und der Formel 1 haben sogar Eingang in wissenschaftliche Lexika gefunden. Der Circus Maximus, die größte Circusanlage der antiken Welt, bot mindestens 250 000 Menschen Platz.
Der Circus war aber nicht allein der Ort, an dem Wagenrennen stattfanden. Hier kamen Angehörige unterschiedlichster Schichten zusammen, um gemeinsam die Wagenlenker ihrer "Partei" zu unterstützen. Außerdem bot sich dem Kaiser die Möglichkeit, sich als spendabler, volksnaher Herrscher zu präsentieren. Die Zuschauer ihrerseits konnten dem Princeps ihre Zustimmung oder Ablehnung zu dessen Handeln mitteilen.
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftliche und politische Relevanz der Circusspiele.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellen und Forschung

2.1 Quellen

2.2 Forschung

3. Ort und Ablauf der Rennen

3.1 Der Circus

3.2 Ablauf der Rennen

4. Die Stellung der Wagenlenker in der römischen Gesellschaft

4.1 Herkunft und Ausbildung

4.2 Aufstiegsmöglichkeiten

4.3 Der rechtliche Status der Wagenlenker

4.4 Das Prestige der Wagenlenker in der Gesellschaft

4.5 Zusammenfassung

5. Circus und Gesellschaft

5.1 Anzahl der Tage

5.2 Circenses und Religion

5.3 Rennbegeisterung in allen gesellschaftlichen Schichten

5.3.1 Kaiser

5.3.2 Senatoren- und Ritterstand

5.3.3 Die Plebs urbana

5.4 Kritik von Seiten Intellektueller

5.5 Abseits des Rennbetriebs: Der Circus als Ort gesellschaftlichen Lebens

5.5.1 Einkaufen, Wetten, Beziehungen knüpfen

5.5.2 Gemeinschaft erleben

5.6 Zusammenfassung

6. Der Circus als politischer Raum

6.1 Die Factionen - Wirtschaftliche und politische Bedeutung der Circusparteien

6.2 Der Circus als Raum für Herrschaftssicherung

6.3 Der Circus als Raum für oppositionelles Verhalten

6.4 „Panem et circenses“ als Programm zur Entpolitisierung der Gesellschaft?

6.4.1 Brot

6.4.2 Entpolitisierte Gesellschaft?

6.5 Zusammenfassung

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Wagenrennen im kaiserzeitlichen Rom. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen Stellenwert diese Veranstaltungen im Alltag der römischen Bevölkerung einnahmen und inwiefern sie sowohl als Instrument der Herrschaftssicherung als auch als Raum für soziale Kommunikation und politische Artikulation fungierten.

  • Soziale Herkunft und Stellung der Wagenlenker als Sportstars
  • Die Begeisterung der verschiedenen Bevölkerungsschichten für den Rennsport
  • Die Rolle der Factionen als Wirtschaftsunternehmen und Massenorganisationen
  • Der Circus als politischer Raum und das Klischee von "Brot und Spielen" zur Entpolitisierung
  • Das Gemeinschaftserlebnis und die symbolische Präsenz der Gesellschaft im Circus

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Circus

Die Circusanlagen waren die größten Freizeitstätten des römischen Reichs und wurden hauptsächlich für die Durchführung von Wagenrennen benutzt. In Rom existierten an mehreren Orten solche Anlagen, von denen heute allerdings nicht mehr alle erhalten sind, wie zum Beispiel der Circus Fluminius auf dem südlichen Marsfeld oder der Circus Vaticanus. Bis heute erhalten sind lediglich der Circus Maxentius an der Via Appia sowie der älteste Circus der Stadt, der zwischen den Hügeln Aventin und Palatin gelegenen größte Circus der Stadt, der Circus Maximus. Dieser diente als Vorbild für den Bau anderer Circusanlagen reichsweit. Da der Circus Maximus aufgrund seiner Ausmaße und seiner Lage eine Sonderstellung einnimmt, wird, sowohl in diesem Kapitel als auch im weiteren Verlauf dieser Arbeit, zumeist auf ihn Bezug genommen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Geschehen auf der Circusrennbahn oder auf den Zuschauerrängen, nicht als repräsentativ gelten kann. Für andere Circusanlagen ist aber von einer kleineren Rennbahn sowie von weitaus weniger Plätzen für Zuschauer auszugehen.

Architektonisch typisch für die Circusanlagen ist die lange, aber relativ schmale Rennbahn, deren Boden aus mehreren Schichten bestand. Über einem Fundament aus Lehm befand sich eine 10-20 cm dicke Schicht aus großem Schotter, über der sich eine Schicht aus zerkleinerten Ziegeln befand.

Die Arena des Circus Maximus war zwischen 550 und 580 Metern lang und 80 Meter breit. Über die Maße der gesamten Circusanlage finden sich unterschiedliche Angaben. Herbert Stützer nimmt eine Länge von 600 Metern sowie die Breite von 150 Metern an. Rolf von Ende spricht dagegen von 640 Metern Länge und 130 Metern Breite und Edward Champlin von 650 mal 125 Metern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung der Wagenrennen für das kaiserzeitliche Rom zu untersuchen, und grenzt den räumlichen und zeitlichen Rahmen ein.

2. Quellen und Forschung: Gibt einen Überblick über die antike Quellenlage und den wissenschaftlichen Forschungsstand zum Thema römischer Sport.

3. Ort und Ablauf der Rennen: Beschreibt die bauliche Beschaffenheit des Circus Maximus und die technischen sowie inhaltlichen Abläufe der Wagenrennen.

4. Die Stellung der Wagenlenker in der römischen Gesellschaft: Beleuchtet die servile Herkunft, die rechtliche Situation und das gesellschaftliche Prestige der Berufsfahrer.

5. Circus und Gesellschaft: Analysiert den Stellenwert der Spiele im Alltag, ihre religiöse Bedeutung und die Begeisterung der verschiedenen sozialen Schichten.

6. Der Circus als politischer Raum: Erörtert die Rolle der Factionen, die Nutzung der Spiele zur Herrschaftssicherung und die Frage der politischen Artikulation durch das Publikum.

7. Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die zentrale Bedeutung des Circus für die römische Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Wagenrennen, Circus Maximus, Factionen, römische Kaiserzeit, Gesellschaftsgeschichte, Brot und Spiele, soziale Stellung, Wagenlenker, Herrschaftssicherung, politische Kommunikation, Populärkultur, Sportgeschichte, römische Plebs, antike Welt, Massenunterhaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Wagenrennen im Circus als gesellschaftliches und politisches Phänomen im kaiserzeitlichen Rom.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Rolle der Wagenlenker, die Begeisterung aller sozialen Schichten für den Sport, die wirtschaftliche Bedeutung der Factionen sowie der Circus als Ort politischer Artikulation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Stellenwert der Wagenrennen über den reinen Sportaspekt hinaus als wichtiges Element kaiserlicher Politik und städtischen Lebens aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung antiker literarischer Quellen, Inschriften und einer Analyse der relevanten modernen Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der baulichen Voraussetzungen, den Status der Wagenlenker, die religiöse und soziale Dimension der Spiele sowie die politische Rolle des Circus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wagenrennen, Circus Maximus, Factionen, Herrschaftssicherung, Brot und Spiele sowie soziale Kommunikation.

War der Circus ein politikfreier Raum?

Nein, die Arbeit zeigt auf, dass der Circus ein bedeutender Raum für die politische Kommunikation zwischen Herrscher und beherrschtem Volk war.

Wie war der rechtliche Status der Wagenlenker?

Trotz ihrer großen Popularität waren Wagenlenker rechtlich oft als infam (ehrlos) eingestuft und unterlagen zahlreichen gesetzlichen Einschränkungen.

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Details

Title
Untersuchungen zur politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Wagenrennen im kaiserzeitlichen Rom
College
University of Stuttgart  (Historisches Institut)
Grade
2,0
Author
Magister Artium Simon David (Author)
Publication Year
2008
Pages
77
Catalog Number
V142469
ISBN (eBook)
9783640528943
ISBN (Book)
9783640528677
Language
German
Tags
Wagenrennen Rom Römische Geschichte Sport im alten Rom Sport in der Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Simon David (Author), 2008, Untersuchungen zur politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Wagenrennen im kaiserzeitlichen Rom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142469
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