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Alternative Risk Transfer (ART) als risikopolitisches Instrumentarium

Title: Alternative Risk Transfer (ART) als risikopolitisches Instrumentarium

Term Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mirja Neumann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die Betrachtung der historischen Entwicklung der Versicherung zeigt, dass sich die Versicherungswirtschaft stets sich ändernden Bedürfnissen angepasst und neue Versicherungslösungen entwickelt hat. Als Beispiel dafür können Technische Versicherungen genannt werden, die von Anfang an eng mit der technischen Entwicklung verbunden waren und oftmals technische Entwicklungen erst ermöglicht haben.

Die Marktunvollkommenheit, besonders im Bezug auf die Heterogenität der Güter und die unvollkommene Markttransparenz, wurde durch die Deregulierung des Versicherungsmarktes im Jahre 1994 verstärkt. Diese Folge drückt sich durch erhöhte Volatilitäten der Finanzmärkte aus. In der heutigen Zeit gilt es für Versicherungsunternehmen, besonders für Industrieversicherungen, neue Wege zu beschreiten. Ereignisse, wie beispielsweise Naturkatastrophen haben die Versicherungswirtschaft in den letzten Jahren schwer erschüttert. Katastrophenrisiken können die Kapazitäten einzelner Versicherungsunternehmen aber auch der gesamten Versicherungswirtschaft übersteigen. Neben den Naturkatastrophen gibt es noch weitere Risiken mit denen Unternehmen zu kämpfen haben. Während für traditionelle Risiken wie Haftpflicht- und Sachrisiken oftmals Absicherungsmöglichkeiten bestehen, fehlen sie bei anderen große Bedrohungen für das Unternehmen. Bei den auf dem Markt angebotenen Lösungen kommt es immer wieder zu Deckungslücken. Deshalb wird nach Alternativen des traditionellen Risikotransfers gesucht. „Alternativer Risikotransfer ist ein Oberbegriff für alle Alternativen zur traditionellen Rückversicherung beim Transfer versicherungstechnischen Risikos.“ Der Alternative Risikotransfer (ART) beschäftigt sich beispielsweise mit Konzepten zur Finanzierung von Risiken, die herkömmlich nicht oder nicht ausreichend absicherbar sind. Ob es durch den ART gelingt, „die Grenzen der Versicherbarkeit zu erweitern, die Effizienz des Risikotransfers zu erhöhen und über den Kapitalmarkt zusätzliche Deckungskapazität zu erschließen“ soll in der vorliegenden Hausarbeit untersucht werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Begriffserklärung Alternative Risk Transfer

1.2 Kernmerkmale des Alternativen Risikotransfers

1.3 Ziele des Alternativen Risikotransfers

2 Traditioneller Risikotransfer

2.1 Der traditionelle Risikotransfer und die Rückversicherung

2.2 Ineffizienzen des traditionellen Risikotransfers

3 Ausgewählte Instrumente des ART

3.1 Captives

3.2 Finite-Risk-Konzepte

3.2.1 Merkmale von Finite-Risk-Produkten

3.2.2 Finite-Risk-Vertragsformen

3.2.3 Bedeutung der Finite-Risk-Lösungen

3.3 Integrierte Multi-Line/ Multi-year-Produkte (MMP)

3.4 Multi-Trigger-Produkte (MTP)

3.5 Bedingte Kapitalaufnahme (Contingent Capital)

3.6 Verbriefung von Versicherungsrisiken (Securization)

3.7 Versicherungsderivate

4 Risikopolitik und ART

4.1 Die Merkmale der Risikopolitik

4.2 Einordnung des ART in die Risikopolitik

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des „Alternative Risk Transfer“ (ART) als Instrumentarium der Risikopolitik, um Deckungslücken des traditionellen Risikotransfers zu schließen und die Effizienz des Risikomanagements zu steigern. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie ART-Instrumente in die betriebliche Risikopolitik einzuordnen sind und welche Chancen sowie Herausforderungen sich durch ihren Einsatz für Unternehmen ergeben.

  • Grundlagen und Abgrenzung des Alternativen Risikotransfers
  • Analyse der Ineffizienzen traditioneller Risikotransfermodelle
  • Detaillierte Vorstellung von ART-Instrumenten wie Captives, Finite-Risk-Konzepte und Versicherungsderivate
  • Einordnung des ART in das Konzept der Risikopolitik
  • Bewertung der ökonomischen Implikationen für Unternehmen und Versicherer

Auszug aus dem Buch

3.1 Captives

Unter Captive versteht man ein „zu Unternehmen der versicherungsnehmenden Wirtschaft gehörende bzw. mit ihnen verbundene Versicherungsgesellschaft, die ausschließlich die Versicherungen ihrer Anteilseigner zeichnet“13. Der Begriff wurde in Amerika geprägt und umfasst verschiedene Formen der Selbstversicherung und Risikoselbsttragung. Eine Captive ist eine Erst- oder Rückversicherungsgesellschaft und ihre Eigentümer sind einzelne oder zu einer Gruppe gehörende nicht in der Versicherungswirtschaft tätige Unternehmen.

Captives erfüllen unterschiedliche Zwecke. Auf der einen Seite ermöglichen sie die Selbstversicherung für Frequenzrisiken. Frequenzrisiken treten zwar häufig auf, weisen aber nur ein geringes Schadenausmaß auf. Sie werden effizienterweise selbst getragen. Auf der anderen Seite werden Captives besonders als Finanzierungsinstrument im Bereich für sehr spezifische „Low-Frequency/ High-Severity“-Risken eingesetzt. Für diese Schäden, die mit geringer Häufigkeit auftreten aber ein enormes Schadenausmaß aufweisen, sind auf dem traditionellen Markt oftmals keine oder zu geringe Deckungen erhältlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die historische Notwendigkeit für neue Versicherungslösungen aufgrund von Marktvolatilität und Naturkatastrophen und definiert den Begriff ART.

2 Traditioneller Risikotransfer: Dieses Kapitel analysiert das klassische Versicherungsgeschäft, dessen Funktionen und die inhärenten Ineffizienzen wie moral hazard und adverse Selektion.

3 Ausgewählte Instrumente des ART: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung moderner ART-Instrumente wie Captives, Finite-Risk-Produkte, MMP, MTP, Contingent Capital, Securization und Versicherungsderivate.

4 Risikopolitik und ART: Hier wird der theoretische Rahmen der Risikopolitik dargelegt und der ART als wirkungsbezogene Maßnahme der Risikobewältigung eingeordnet.

5 Fazit: Das Kapitel schließt mit einer Bewertung der Chancen und Risiken von ART aus Sicht von Abnehmern und Anbietern sowie einem Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung.

Schlüsselwörter

Alternative Risk Transfer, Risikomanagement, Risikopolitik, Captives, Finite-Risk, Versicherungsderivate, Wetterderivate, Rückversicherung, Risikotransfer, Deckungskapazität, Schadenverhütung, Finanzmarkt, Securization, Multi-Trigger-Produkte, Risikofinanzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt den „Alternative Risk Transfer“ (ART) als innovative Methode für Unternehmen, um Risiken zu managen, die mit klassischen Versicherungsmodellen nur unzureichend oder gar nicht abgedeckt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung zum traditionellen Risikotransfer, die Darstellung spezifischer ART-Instrumente wie Captives oder Derivate sowie die theoretische Verankerung des ART innerhalb der betrieblichen Risikopolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie ART zur Kapazitätserweiterung und Effizienzsteigerung beiträgt und ob es sich um ein valides risikopolitisches Instrumentarium für moderne Unternehmen handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Finanz- und Risikomodelle basiert.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ineffizienzen traditioneller Versicherungslösungen und die anschließende detaillierte Vorstellung und Bewertung sieben wesentlicher ART-Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Risikomanagement, Alternative Risk Transfer, Risikofinanzierung, Deckungskapazität und Risikopolitik beschreiben.

Warum sind Captives für Unternehmen interessant?

Captives ermöglichen Unternehmen eine effiziente Selbstversicherung sowie den steuerlich vorteilhaften Transfer von spezifischen Risiken, für die am freien Versicherungsmarkt keine oder nur teure Deckungen bestehen.

Welche Rolle spielen Wetterderivate in diesem Kontext?

Wetterderivate dienen als Absicherungsinstrument gegen umsatzrelevante Klimaschwankungen, wobei das Basisrisiko des Anwenders durch die Kopplung an Indizes minimiert wird.

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Details

Title
Alternative Risk Transfer (ART) als risikopolitisches Instrumentarium
College
Wiesbaden University of Applied Sciences  (FB Wirtschaft)
Course
Risikomanagement
Grade
1,3
Author
Mirja Neumann (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V14217
ISBN (eBook)
9783638196826
Language
German
Tags
Alternative Risk Transfer Instrumentarium Risikomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirja Neumann (Author), 2002, Alternative Risk Transfer (ART) als risikopolitisches Instrumentarium, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14217
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