Klimaschutz stellt eine Herausforderung unserer Zeit dar. Spätestens seit dem Bericht des zwischenstaatlichen Expertengremiums für Klimafragen (IPCC) von 2007 ist klar, dass der Klimawandel durch menschliches Handeln verursacht
wird.
Neben anderen Klimaschutzprogrammen ist der Handel mit Emissionszertifikaten ein neuartiges Instrument, durch das die Emissionen von Treibhausgasen vor allem im industriellen Sektor verringert werden sollen. Das Kyoto-Protokoll führte die Idee des Emissionshandels ein. Auf europäischer Ebene wird diese Idee durch
die Emissionshandelsrichtlinie umgesetzt und fortgeführt.
Ziel dieser Arbeit ist es, den europäischen Emissionshandel und dessen rechtliche Grundlagen vorzustellen. Dabei soll ausführlich auf die Emissionshandelsrichtlinie eingegangen werden. Als Weiterentwicklung wird zudem die „Linking Directive“, die Richtlinie zum Einbezug des Luftverkehrs und die neuste Richtlinie
zur Ausweitung und Verbesserung der Emissionshandelsrichtlinie behandelt.
Zu Beginn der Arbeit wird zudem auf die Grundlage des Emissionshandels im Kyoto-Protokoll eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
- Kapitel A Einleitung
- Kapitel B Das Kyoto-Protokoll als völkerrechtliche Grundlage des Emissionshandels
- Kapitel C Der europäische Emissionshandel
- I. Die Emissionshandelsrichtlinie
- 1) Anwendungsbereich
- 2) Das Prinzip des Emissionshandels
- 3) Nationaler Allokationsplan
- 4) Erkenntnisse aus der ersten Handelsperiode
- a) Zuteilung der Zertifikate und Marktentwicklung
- b) ,,Windfall Profits\" der Energieerzeuger
- II. Die ,,Linking Directive"
- III. Einbindung des Flugverkehrs
- IV. Ausblick
- 1) Verlängerung der Handelsperiode
- 2) Veränderungen des Anwendungsbereichs
- 3) Einheitliche Emissionsobergrenze
- 4) Versteigerung der Zertifikate als Grundregel
- I. Die Emissionshandelsrichtlinie
- Kapitel D Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Vorgaben der Europäischen Union (EU) für den Emissionshandel. Dabei wird der Fokus auf die rechtliche Grundlage des Emissionshandels im Rahmen des Kyoto-Protokolls gelegt. Weiterhin wird die Entwicklung des europäischen Emissionshandels mit den wichtigsten Bestimmungen der Emissionshandelsrichtlinie beleuchtet.
- Völkerrechtliche Grundlagen des Emissionshandels im Kyoto-Protokoll
- Bestimmungen der Emissionshandelsrichtlinie der EU
- Anwendungsbereich und Prinzipien des Emissionshandels
- Erkenntnisse aus der ersten Handelsperiode
- Ausblick auf zukünftige Entwicklungen des Emissionshandels
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel A stellt die Einleitung dar und gibt einen kurzen Überblick über die Themen der Hausarbeit. Kapitel B erläutert das Kyoto-Protokoll als völkerrechtliche Grundlage des Emissionshandels. Kapitel C befasst sich mit dem europäischen Emissionshandel, wobei insbesondere die Emissionshandelsrichtlinie und ihre wichtigsten Bestimmungen sowie die Erkenntnisse aus der ersten Handelsperiode beleuchtet werden. Der Ausblick in Kapitel C geht auf die zukünftige Entwicklung des europäischen Emissionshandels ein. Kapitel D fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Hausarbeit zusammen und zieht ein Fazit.
Schlüsselwörter
Emissionshandel, Kyoto-Protokoll, Emissionshandelsrichtlinie, Europäische Union, CO2-Emissionen, Klimaschutz, Zertifikate, Allokation, Marktmechanismen, Windfall Profits, Linking Directive, Einbindung des Flugverkehrs, Versteigerung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die völkerrechtliche Grundlage des Emissionshandels?
Die Idee des weltweiten Handels mit Emissionszertifikaten wurde durch das Kyoto-Protokoll eingeführt, um Treibhausgasemissionen global zu verringern.
Wie funktioniert der europäische Emissionshandel?
Unternehmen erhalten oder kaufen Zertifikate für den Ausstoß von CO2. Wer weniger ausstößt, kann Zertifikate verkaufen; wer mehr ausstößt, muss zusätzliche Zertifikate erwerben.
Was ist die „Linking Directive“?
Die Linking Directive erlaubt die Verknüpfung des EU-Emissionshandelssystems mit projektbasierten Mechanismen des Kyoto-Protokolls (wie CDM und JI).
Wird der Flugverkehr in den Emissionshandel einbezogen?
Ja, es gibt spezifische Richtlinien zur Einbindung des Luftverkehrs in das europäische System, um auch in diesem Sektor Anreize zur CO2-Minderung zu schaffen.
Was sind „Windfall Profits“?
Damit sind unerwartete Gewinne von Energieerzeugern gemeint, die kostenlos zugeteilte Zertifikate in ihre Preise einrechneten, ohne dass ihnen tatsächliche Kosten entstanden waren.
Wie sieht die Zukunft des Emissionshandels aus?
Geplant sind unter anderem eine einheitliche EU-weite Emissionsobergrenze und die Versteigerung von Zertifikaten als Grundregel anstelle der kostenlosen Zuteilung.
- Citation du texte
- Wirtschaftsjuristin LL.B. Susanne Huber (Auteur), 2009, Die Vorgaben der EU für den Emissionshandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141892