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Übersetzung und Analyse der Exegese von Jona 3,1-6

Title: Übersetzung und Analyse der Exegese von Jona 3,1-6

Term Paper , 2009 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Wiedmann (Author)

Theology - Biblical Theology
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Durchführung der exegetischen Arbeitsschritte am Beispiel von Jona 3,1-6. So stolz das Volk Israel auf seinen Status als erwähltes Volk ist, hat es in seiner Geschichte mit Jahwe auch Fehler gemacht und so den Zorn Gottes auf sich gezogen. Als erwähltes Volk konnte es sich aber dennoch in besonderer Weise der Gnade Gottes gewiss sein. Dass diese Gnade aber nicht nur dem Volk Israel vorbehalten ist, zeigt das Kapitel 3 des Jonabuches.

Gerade am Beispiel der für ihre Lasterhaftigkeit bekannten Stadt Ninive zeigt Gott, dass er seine Gnade dort walten lässt, wo Menschen bereuen und umkehren auf den richtigen Weg des Glaubens. Wenn schon die Größe und Bosheit Ninives an Größe unvorstellbar ist, wie unvorstellbar groß ist dann erst Gottes Barmherzigkeit einer solchen Stadt gegenüber. Kein Volk ist so schlecht, dass es nicht auch die Möglichkeit hat, sich zu Gott zu bekehren, denn Gottes Gnade und Barmherzigkeit kennt keine Grenzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Übersetzung des Masoretischen Textes von Jona 3, 1- 6

II. Textkritik

III. Literarkritik

1. Der Wechsel der Gottesbezeichnungen

2. Brüche

3. Wiederholungen und Dubletten

IV. Formgeschichte

1. Einordnung

2. Gliederung

3. Aufbau der Einzelszenen

4. Gattungsbestimmung

V. Überlieferungsgeschichte

VI. Historischer Ort

1. Entstehungszeit

2. Fragen zum zeitgeschichtlichen Umfeld

3. Fragen nach der Identifizierung von Gegebenheiten

4. Fragen zu Verfasser und Adressaten

VII. Traditionsgeschichte

IIX. Redaktionsgeschichte

IX. Exegese

X. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Textabschnitt Jona 3, 1-6 im Kontext seiner literarischen, historischen und redaktionellen Entstehung. Das primäre Ziel ist die Analyse der Bußreaktion Ninives und der Rolle des Königs als Antitypos zum israelischen König Jojakim, um die Intention des Autors hinsichtlich des Gottesbildes und des Verhältnisses zu den Völkern zu erschließen.

  • Textkritischer Vergleich zwischen dem masoretischen Text (MT), der Septuaginta (LXX) und der Vulgata.
  • Formgeschichtliche Bestimmung des Jonabuches als Prophetenerzählung.
  • Traditionsgeschichtliche Bedeutung der Motive 'Fasten', 'Sack' und 'Asche' als Zeichen echter Buße.
  • Historische Einordnung des Textes in die nachexilische bzw. frühhellenistische Zeit.
  • Untersuchung der Ninive-Erzählung als Kontrastfolie zum damaligen Selbstverständnis Israels.

Auszug aus dem Buch

3. Wiederholungen und Dubletten

3, 1 - 3a entspricht formal und inhaltlich 1, 1- 3, die ersten sieben Wörter sind sogar identisch. Curt Kuhl meint, dass durch dieses literarisch gestaltete Mittel der Wiederaufnahme angezeigt werde, dass der Textkorpus dazwischen nachträglich sei. Auch vertreten wird die These, dass das Jonabuch sich aus zwei Hälften zusammensetzt, die verschiedenen zeitgeschichtlichen Situationen angehören und durch diese konstruierte Wiederaufnahme zusammengefügt worden seien. Passend zu dieser Hypothese die Darstellung bei Opgen- Rhein, der erst den Vers 3, 3b als den eigentlichen Anfang der Erzählung auffasst.

Da aber die ganze Erzählung einem sehr durchdachten symmetrischen Aufbau folgt, wie wir unter formgeschichtlichen Aspekten noch genauer sehen werden, und sich sich die beiden Buchhälften in ihrer Abfolge und Reaktion bewusst aufeinander beziehen und sich auch das Gestaltungselement der Nachholung in beiden Teilen findet, spricht doch mehr dafür, einen einzelnen Verfasser anzunehmen. Die Wiederholung von 1, 1f. in 3, 1f. erscheint vielmehr als bewusstes erzählerisches Stilmittel. „Sie drückt die Unerbittlichkeit Jahwehs aus, der auf der Erfüllung des in 1, 1f. gegebenen Auftrags besteht.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Übersetzung des Masoretischen Textes von Jona 3, 1- 6: Präsentation des hebräischen Grundtextes nebst einer deutschen Übersetzung für den Untersuchungsabschnitt.

II. Textkritik: Vergleich der Textzeugen MT, LXX und Vulgata hinsichtlich der Zeitangaben und Gottesbezeichnungen.

III. Literarkritik: Analyse der Gottesbezeichnungen, literarischer Brüche und der Bedeutung von Wiederholungen für den Gesamtaufbau.

IV. Formgeschichte: Einordnung als Prophetenerzählung sowie strukturelle Gliederung der Szenenabfolge und Gattungsbestimmung.

V. Überlieferungsgeschichte: Untersuchung der märchenhaften Züge und der Funktion Ninives als Chiffre für die Weltmacht.

VI. Historischer Ort: Bestimmung des Entstehungszeitraums in der nachexilischen bis hellenistischen Zeit sowie Analyse des historischen Kontextes.

VII. Traditionsgeschichte: Analyse der Fastenmotive und der Bußrituale im Kontext der israelitischen Prophetie.

IIX. Redaktionsgeschichte: Zusammenfassung der redaktionellen Schichten und Begründung für die Annahme eines einheitlichen Verfassers.

IX. Exegese: Vers-für-Vers-Interpretation der Handlungen Jonas, der Niniviten und des Königs.

X. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Gnade Gottes, die über die Grenzen Israels hinausreicht.

Schlüsselwörter

Jona, Ninive, Masoretischer Text, Prophetenerzählung, Buße, Fasten, Gottesgnade, nachexilisch, Literarkritik, Traditionsgeschichte, Weltmacht, Jojakim, Antitypos, Exegese, Umkehr.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen und literaturwissenschaftlichen Untersuchung der Jona-Erzählung, insbesondere des Abschnitts 3, 1-6.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Textkritik, der formgeschichtlichen Analyse des Aufbaues, der traditionsgeschichtlichen Einbettung der Bußmotive sowie der zeitgeschichtlichen Verortung der Erzählung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Untersuchung zielt darauf ab zu verstehen, wie der Autor durch die Darstellung Ninives und seines Königs die Gnade Gottes gegenüber nicht-israelitischen Völkern thematisiert und damit eine Reflexion über das exilische Selbstverständnis Israels anstößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt klassische Methoden der alttestamentlichen Wissenschaft: Textkritik, Literarkritik, Formgeschichte, Traditionsgeschichte und Exegese.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Textabschnitt 3, 1-6, untersucht die literarischen Strukturen wie Wiederholungen und Dubletten und vergleicht das Jonabuch mit anderen prophetischen Schriften, insbesondere dem Jeremiabuch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jona, Ninive, Buße, Gottesgnade, Prophetenerzählung, Traditionsgeschichte und Umkehr.

Warum spielt die Figur des Königs von Ninive eine so zentrale Rolle?

Der König dient als beispielhafter positiver Antitypos zum israelischen König Jojakim; er zeigt wahre, tiefe Umkehr und Demut, was das Verhalten Israels als Kontrastfolie entlarvt.

Wie interpretiert der Autor den Begriff 'umstürzen' (haphak) in der Drohung Jonas?

Der Begriff ist ambivalent: Er kann sowohl 'Vernichtung' (wie bei Sodom und Gomorra) bedeuten als auch 'Umkehr' oder 'Verwandlung' (Wandlung zum Positiven), was den Spielraum für die göttliche Barmherzigkeit offenhält.

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Details

Title
Übersetzung und Analyse der Exegese von Jona 3,1-6
College
University of Tubingen
Grade
2,0
Author
Julia Wiedmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V141879
ISBN (eBook)
9783668804982
ISBN (Book)
9783668804999
Language
German
Tags
übersetzung analyse exegese jona
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Wiedmann (Author), 2009, Übersetzung und Analyse der Exegese von Jona 3,1-6, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141879
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