Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Einstellungen von Jugendlichen gegenüber dem „Fremden“. Durchgeführt wurde die Evaluation an österreichischen Jugendlichen zwischen 15 und 29 Jahren mittels Internetfragebogen. Im Zentrum stand dabei die Frage nach der Einstellung Jugendlicher zu „fremden“ TV-ModeratorInnen und „Fremden“ im Alltag und die Untersuchung einer Korrelation zwischen den beiden Einstellungen. Die Hypothese, Jugendliche, die viel fernsehen, „Fremden“ positiver gegenüber eingestellt sein konnte nicht bestätigt werden. Es zeigt sich jedoch, dass VielseherInnen weniger positiv eingestellt sind als Jugendliche, die nicht so oft fernsehen. Die Hypothese es gäbe einen Zusammenhang zwischen der Einstellung der Befragten zu „Fremden“ im Alltag und im TV konnte für diese Stichprobe signifikant verifiziert werden. Offen bleibt die Erforschung nach der Richtung der Kausalität.
Inhaltsverzeichnis
- Abstract
- Einleitung
- Themenaufriss zum Gegenstand der Arbeit
- Einteilung der Kapitel
- Derzeitiger Forschungsstand
- Problemstellung und Fragestellung
- Theoretischer Hintergrund
- Begriffserklärung
- Methodischer Vorgehensweise
- Übersicht über die verwendeten Variablen
- Einstellung zu TV-ModeratorInnen im Allgemeinen
- Einstellung zu den ausgewählten TV-ModeratorInnen
- Einstellung zu „Fremden\" im Alltag
- Soziodemographische Merkmale
- Datenerhebung
- Untersuchungszeitraum
- Grundgesamtheit und Stichprobe
- Erhebungsinstrument
- Auswertung der Ergebnisse
- Soziodemographische Daten
- Einstellung zu TV-ModeratorInnen
- Semantisches Differential
- Auswertung der offenen Frage
- Einstellung zu „Fremden\" im Alltag
- Kontakt zu „Fremden“
- Korrelationen
- Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Einstellungen von österreichischen Jugendlichen gegenüber „Fremden“ im Kontext von Fernsehmoderatoren und im alltäglichen Leben. Durch einen Internetfragebogen werden die Einstellungen der Jugendlichen untersucht und ein möglicher Zusammenhang zwischen diesen beiden Aspekten wird erforscht. Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Darstellung von „Fremden“ im Fernsehen die stereotypisierten Bilder der Jugendlichen beeinflusst und ob dies zu einer positiveren Einstellung gegenüber Einwanderern, Ausländern, Minderheiten und „Fremden“ im Alltag führt.
- Einstellungen von Jugendlichen gegenüber „Fremden“ im Fernsehen und im Alltag
- Der Einfluss von Fernsehmoderatoren auf die Einstellungen der Jugendlichen
- Der Zusammenhang zwischen der Einstellung gegenüber Fernsehmoderatoren und der Einstellung gegenüber „Fremden“ im Alltag
- Die Rolle der parasozialen Kontakthypothese
- Die Relevanz der Darstellung von „Fremden“ im Fernsehen für den Integrationsprozess
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problemstellung und die Relevanz des Themas vor. Der Forschungsstand beleuchtet die bisherige wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema. Die theoretischen Grundlagen werden in einem separaten Kapitel erläutert. Es wird die Bedeutung der Begriffserklärungen und der methodischen Vorgehensweise aufgezeigt. Die Kapitel über die Datenerhebung und die Auswertung der Ergebnisse gehen detailliert auf die angewandte Methodik und die ermittelten Resultate ein. Dabei werden die Einstellungen der Jugendlichen gegenüber Fernsehmoderatoren, „Fremden“ im Alltag und der Zusammenhang zwischen beiden analysiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen TV-Moderatoren, Fremde, Fremdbild, ethnische Minderheiten, Einstellung, Jugendliche, parasoziale Kontakthypothese und Integration.
Häufig gestellte Fragen
Wie stehen Jugendliche zu 'fremden' TV-Moderatoren?
Die Arbeit untersucht, ob die Präsenz von Moderatoren mit Migrationshintergrund im Fernsehen die Einstellung Jugendlicher gegenüber Minderheiten positiv beeinflusst.
Was ist die parasoziale Kontakthypothese?
Sie besagt, dass der regelmäßige 'Kontakt' mit Personen über Medien Vorurteile abbauen kann, ähnlich wie ein realer Kontakt im Alltag.
Führt viel Fernsehen zu einer positiveren Einstellung gegenüber Fremden?
Die Hypothese konnte nicht bestätigt werden; Vielseher zeigten sich in der Stichprobe sogar weniger positiv eingestellt als Gelegenheitsseher.
Gibt es eine Korrelation zwischen der Einstellung im TV und im Alltag?
Ja, die Untersuchung verifizierte einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Einstellung zu Fremden im Fernsehen und im täglichen Leben.
Welche Altersgruppe wurde befragt?
Die Evaluation wurde an österreichischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren durchgeführt.
Welche Rolle spielt das Fernsehen für den Integrationsprozess?
Die Arbeit diskutiert, inwieweit die mediale Darstellung von Vielfalt stereotype Bilder aufbrechen und zur gesellschaftlichen Integration beitragen kann.
- Quote paper
- Klaudia Bachinger (Author), 2008, Einstellung von Jugendlichen zu "fremden" TV-Moderatoren und "Fremden" im Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141800