Die Hausarbeit trägt den Titel „Das Organon-Modell im Kontext der textpragmatischen Analyse eines politischen Essays“ und beschäftigt sich mit der Analyse eines beispielhaft ausgewählten Essays anhand des Organon-Modells.
Zu Beginn der Hausarbeit soll es vorab um eine theoretische Darstellung und Erklärung des Organon-Modells gehen. Dies ist wichtig, da die Inhalte und zugrundliegenden Strukturen des Modells im weiteren Verlauf zum Zwecke der Festlegung des Analyseparameters dienen. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet dabei jene Analyse des politischen Essays „Erlöst endlich die Konsumenten!“, welche mittels des Organon-Modells durchgeführt wird. Da das Organon-Modell verschiedene Fundamente aufweist, werden diese in dem zugrundeliegenden Essay einzeln betrachtet, analysiert und angewandt.
In einem weiteren Schritt geht es darum, die eigene Herangehensweise zu anderen textpragmatischen Verfahrensweisen ins Verhältnis zu setzen. Dazu werden zwei linguistische Methoden herangezogen, um den Unterschied zum Organon-Modell deutlich zu machen. Zudem soll ein kurzer inhaltlicher Überblick über die jeweilige Methode geliefert werden. Diese sollen dann ebenfalls bespielhaft angewandt werden, um zu sehen, inwiefern die Methode zur Analyse geeignet ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Dreiheit der Sprachfunktion: Das Organon-Modell
3. Linguistische Analyse
3.1. Gegenstand und Sachverhalt
3.2. Empfänger
3.3. Sender
4. Vergleich zu anderen linguistischen Herangehensweisen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Organon-Modell von Karl Bühler als theoretisches Analyseinstrument auf einen ausgewählten politischen Essay anzuwenden und textpragmatisch zu untersuchen, um die Leistungsfähigkeit des Modells sowie dessen Anwendungsmöglichkeiten bei schriftlichen Texten zu evaluieren.
- Grundlagen des Organon-Modells nach Karl Bühler
- Textpragmatische Analyse eines politischen Essays mittels der drei Relationsfundamente
- Vergleich der Analysemethodik mit anderen linguistischen Ansätzen
- Untersuchung von Stilmitteln und rhetorischen Figuren in politischer Kommunikation
- Reflektion über die Eignung des Modells für die Analyse komplexer Fachtexte
Auszug aus dem Buch
3.1. Gegenstand und Sachverhalt
Das Relationsfundament „Gegenstand und Sachverhalt“ bildet die Grundlage des Essays. Zwischen dem Sprachakt und diesem Fundament besteht ein Kausalzusammenhang, d.h. ohne den zugrundeliegenden Sachverhalt gäbe es den Essay in schriftlicher Form nicht. Das Relationsfundament „Gegenstand und Sachverhalt“ erschöpft sich jedoch nicht nur auf das im Essay geschriebene Ersichtliche, sondern auch auf die Begleitumstände. Der Text erschien im Rahmen des Zeit Wissen-Preises „Mut zur Nachhaltigkeit“. Der Preis wurde an weitere Projekte vergeben, die sich durch Handlungen oder Forderungen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz stark machen. Daraus ergibt sich ein Rahmen der Bekämpfung des Klimawandels, d.h. der Essay hat das Ziel, einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels durch die Überzeugung und die Bewegung zur Umsetzung von konkreten Lösungen zu leisten. Die Darstellungsfunktion zieht sich durch den gesamten Essay und trägt seine Struktur. So beginnt der Essay zunächst mit der Schilderung einer persönlichen Anekdote Kopatz‘, die das ambivalente Verhalten der Verbraucher zwischen ihrer Einstellung und ihrem Verhalten beispielhaft beleuchtet. Dieses Verhalten wird im Weiteren auch für Politiker festgestellt, wobei dies allerdings wertend in kritischer Haltung erfolgt. An dieser Stelle wird die Unmöglichkeit der Trennung der einzelnen Fundamente deutlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, stellt das zu analysierende Werk vor und erläutert die methodische Herangehensweise.
2. Dreiheit der Sprachfunktion: Das Organon-Modell: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung des Organon-Modells von Karl Bühler und erklärt die zentralen Relationsfundamente sowie die Funktionen der Sprache.
3. Linguistische Analyse: Dies ist der Hauptteil, in dem das Modell beispielhaft an dem Essay „Erlöst endlich die Konsumenten!“ angewandt wird, wobei die Fundamente Sender, Empfänger sowie Gegenstand und Sachverhalt detailliert untersucht werden.
4. Vergleich zu anderen linguistischen Herangehensweisen: Hier wird das Organon-Modell mit anderen linguistischen Methoden, insbesondere der Texttypologie nach Brinker, in Bezug gesetzt, um die Analyseergebnisse zu kontextualisieren.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit des Modells auf schriftliche Texte.
Schlüsselwörter
Organon-Modell, Karl Bühler, Sprachfunktion, Textpragmatik, politische Essays, linguistische Analyse, Sender, Empfänger, Gegenstand und Sachverhalt, Appellfunktion, Ausdrucksfunktion, Darstellungsfunktion, Texttypologie, Nachhaltigkeit, Klimaschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der textpragmatischen Untersuchung des Organon-Modells von Karl Bühler am Beispiel eines zeitgenössischen politischen Essays.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit fokussiert auf die Anwendung von Kommunikationsmodellen auf Sachtexte, die Rolle von Nachhaltigkeit in der politischen Debatte und die rhetorische Beeinflussung von Lesern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das auf gesprochene Sprache ausgerichtete Organon-Modell geeignet ist, um komplexe schriftliche Argumentationen präzise abzubilden.
Welche linguistische Methode wird verwendet?
Die Hauptmethode ist die Analyse nach den Relationsfundamenten des Organon-Modells (Darstellung, Ausdruck, Appell), ergänzt durch einen methodischen Vergleich mit der Texttypologie nach Klaus Brinker.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt die konkrete Anwendung des Modells auf den Essay „Erlöst endlich die Konsumenten!“, wobei die drei Fundamente einzeln auf den Text bezogen werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Relationsfundamente der Sprachfunktion, der Begriff der "gelebten Schizophrenie" als Stilmittel und das Spannungsfeld zwischen Leseransprache und Sachverhaltsdarstellung.
Warum ist das Organon-Modell bei langen Sachtexten schwierig anzuwenden?
Da in längeren Textabschnitten oft alle Sprachfunktionen gleichzeitig präsent sind, erweist sich eine strikte Trennung der Fundamente in der Analyse als methodisch anspruchsvoll.
Welche Besonderheit weist der analysierte Essay bei der Leseransprache auf?
Der Essay nutzt personalisierte Ansprachen wie Pronomina ("wir", "uns"), um eine direkte Verbindung zwischen der Position des Senders und dem verantwortungsbewussten Leser herzustellen.
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- Franziska Jarszick (Author), 2019, Das Organon-Modell. Textpragmatische Analyse eines politischen Essays, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1416576