Im Jahre 1519 traf Hernán Cortés, ein Konquistador aus der Estremadura, vor der Ostküste Mexikos ein und begann seinen Eroberungsmarsch mit zunächst etwas über sechshundert Mann ins Landesinnere nach Tenochtitlán, der Hauptstadt des Aztekenreiches, von wo aus der Aztekenkönig Montezuma II. seine Herrschaft ausübte. Knapp zwei Jahre später war Tenochtitlán vollständig zerstört, und „schätzungsweise 11 Millionen Azteken und [die] von ihnen unterworfenen Völker“ (Johnston 1992, S. 15) waren zu Vasallen des ihnen unbekannten und unendlich weit entfernt lebenden Kaisers Karl V. geworden.
Wie konnte es Cortés gelingen, mit ein paar Konquistadoren dieses riesige Reich zu erobern?
Dieser Frage geht diese Hausarbeit nach. Sie beschäftigt sich neben den Faktoren der militärtechnischen und -taktischen Überlegenheit vor allem mit dem Einfluss der aztekischen Religion und Kultur auf deren Handlungsweisen, die - in Kombination mit Cortés' planerischem Geschick - letztendlich zu ihrem Untergang führten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Mexica
- Die Götter und die Prophezeiungen
- Das Leben der Mexica
- Montezuma
- Die Konquistadoren
- Die religiöse Begründung
- Cortés Bekehrungsversuche
- Nutzen der aztekischen Religion und Kultur
- Schluss
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Untergang des Aztekenreiches und analysiert insbesondere den Einfluss von Religion und Kultur auf diesen Prozess. Der Fokus liegt auf der Rolle der aztekischen Religion und Lebensweise im Kontext der Eroberung durch die Spanier unter Hernán Cortés.
- Die aztekische Religion und ihre Bedeutung für die Gesellschaft
- Die Rolle von Prophezeiungen und Mythologie im aztekischen Denken
- Die Auswirkungen der spanischen Eroberung auf die aztekische Religion und Kultur
- Der Einfluss von Cortés' Bekehrungsversuchen auf die aztekische Bevölkerung
- Die Bedeutung der aztekischen Religion und Kultur für die militärische Überlegenheit der Spanier
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt den historischen Kontext der Eroberung des Aztekenreiches durch Hernán Cortés dar und beleuchtet die Schlüsselfaktoren, die zum Untergang des Reiches führten. Neben militärischen Aspekten wird bereits die zentrale Rolle der Religion und Kultur im Zusammenhang mit der Eroberung hervorgehoben.
Die Mexica
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der aztekischen Religion und Lebensweise. Es werden die wichtigsten Götter und Prophezeiungen vorgestellt, um das Weltbild der Azteken zu verstehen. Es wird die Bedeutung der Opferrituale und der Götterverehrung im Alltag der Azteken erläutert. Weiterhin werden die soziale Organisation, die Wirtschaftsstrukturen und die politische Machtverhältnisse im Aztekenreich beleuchtet.
Die Konquistadoren
Dieses Kapitel fokussiert auf die Konquistadoren unter der Führung von Hernán Cortés. Es analysiert die religiöse Begründung für die Eroberung und zeigt die Unterschiede in der Weltanschauung der Spanier und Azteken auf. Außerdem werden Cortés' Versuche, die Azteken zum christlichen Glauben zu bekehren, und die Nutzung der aztekischen Religion und Kultur für die Eroberung durch die Spanier betrachtet.
Schlüsselwörter
Azteken, Religion, Kultur, Eroberung, Konquistadoren, Cortés, Montezuma, Prophezeiungen, Opferrituale, Weltanschauung, Tenochtitlán, Mexiko, Spanier, Glaube, Bekehrung, Kolonialisierung.
Häufig gestellte Fragen
Wie konnte Cortés das riesige Aztekenreich mit so wenigen Männern erobern?
Neben militärischer Überlegenheit spielten Cortés' diplomatisches Geschick, Bündnisse mit unterworfenen Völkern und vor allem der lähmende Einfluss der aztekischen Religion eine entscheidende Rolle.
Welchen Einfluss hatten Prophezeiungen auf den Untergang?
Die Azteken glaubten an die Rückkehr des Gottes Quetzalcoatl. Montezuma II. hielt Cortés anfangs für diesen Gott, was zu Zögern und einer defensiven Haltung führte, die die Spanier ausnutzten.
Welche Rolle spielten Opferrituale in der aztekischen Kultur?
Opferrituale waren zentraler Bestandteil des religiösen Lebens zur Besänftigung der Götter. Die Grausamkeit dieser Riten trieb viele von den Azteken unterworfene Völker dazu, sich den spanischen Eroberern anzuschließen.
Wie versuchten die Spanier, die Azteken zu bekehren?
Cortés nutzte religiöse Begründungen für seinen Eroberungszug und versuchte aktiv, den christlichen Glauben zu verbreiten, um die aztekische Weltanschauung zu untergraben und die Bevölkerung zu unterwerfen.
Was war Tenochtitlán und was geschah damit?
Tenochtitlán war die prachtvolle Hauptstadt des Aztekenreiches. Innerhalb von knapp zwei Jahren nach Cortés' Ankunft wurde sie vollständig zerstört und das Reich dem Kaiser Karl V. als Vasallengebiet unterstellt.
- Quote paper
- Petra Brüning (Author), 2003, Der Einfluss von Religion und Kultur auf den Untergang des Aztekenreiches, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141440