Als die Kreditzusagen und der Commercial Paper Markt in den letzten Jahrzehnten in den USA verstärkt an Bedeutung gewonnen haben, hat sich auch die entsprechende Literatur in diesem Bereich schnell entwickelt. In Anbetracht der historischen Entwicklung des Commercial Paper Marktes ist das Ziel dieser Seminararbeit, einen Überblick über die Rolle der Banken auf dem Commercial Paper Markt zu geben, wobei der Fokus auf einem theoretischen Paper von Gatev & Strahan (2006) "Banks’ Advantage in Hedging Liquidity Risk: Theory and Evidence from the Commercial Paper Market" liegt.
In der Arbeit wird nach einer Einführung die bisherigen Arbeiten über Kreditzusagen, insbesondere über Commercial Paper Backup Lines, dargestellt. Danach wird das Paper von Gatev & Strahan präsentiert, welches den Vorteil der Banken gegenüber Nichtbanken- Finanzintermediären bei der Liquiditätsbereitstellung via Kreditzusagen untersucht. Hierbei werden sowohl die grundlegende Argumentation als auch die empirische Belegung und die angewendeten statistischen Methoden vorgestellt. Ausgehend von diesem Paper werden auch einige Punkte für Diskussionen geschildert.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Ein Blick in die Literatur
- 2.1 Die Existenz der Kreditzusage
- 2.2 Komparativer Vorteil der Banken bei Kreditzusagen
- 3. Das Paper von Gatev & Strahan
- 3.1 Vektorautoregressive Modelle
- 3.2 Paneldaten Regression
- 4. Diskussion
- 4.1 Die Daten
- 4.2 Paper-Bill Spread als Maß für Marktliquidität
- 4.3 Beweis für die Inanspruchnahme der CP Backup Lines
- 4.4 Warum begeben Nichtbanken-Finanzintermediäre keine Kreditzusage: Eine alternative Erklärung
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Banken in der Liquiditätsbeschaffung und der Bedeutung von Kreditzusagen als Instrument der Liquiditätsbereitstellung. Dabei werden die theoretischen Grundlagen der Banktheorie sowie empirische Studien, insbesondere das Paper von Gatev & Strahan, analysiert.
- Existenz und Besonderheiten von Finanzintermediären
- Liquiditätsbeschaffungsfunktion von Banken
- Kreditzusagen als Instrument der Liquiditätsbereitstellung
- Entwicklung des Commercial Paper (CP) Marktes und dessen Bedeutung für die Liquiditätsbeschaffung
- Rolle von Banken im Vergleich zu Nichtbanken-Finanzintermediären
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einführung
Die Einführung skizziert die Bedeutung von Banken in der heutigen Zeit, insbesondere im Kontext der Finanzkrise, und führt die beiden zentralen Funktionen von Finanzintermediären - Liquiditätsbeschaffung und Risikotransformation - ein. Das Kapitel beleuchtet zudem die historische Entwicklung der Liquiditätsbeschaffungsfunktion von Banken und die zunehmende Bedeutung von Kreditzusagen.
- Kapitel 2: Ein Blick in die Literatur
Dieses Kapitel analysiert die vorhandene Literatur zum Thema Kreditzusagen. Es werden die Gründe für die Existenz von Kreditzusagen und der komparative Vorteil von Banken bei der Bereitstellung dieser Finanzdienstleistung beleuchtet.
- Kapitel 3: Das Paper von Gatev & Strahan
Das Kapitel stellt das Paper von Gatev & Strahan vor und diskutiert die angewendeten Methoden, insbesondere die Vektorautoregressive Modelle und die Paneldaten Regression.
- Kapitel 4: Diskussion
Die Diskussion analysiert die Daten des Papers von Gatev & Strahan und untersucht den Paper-Bill Spread als Maß für die Marktliquidität. Weiterhin wird die Inanspruchnahme von CP Backup Lines beleuchtet und eine alternative Erklärung für das Nicht-Begeben von Kreditzusagen durch Nichtbanken-Finanzintermediäre gegeben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen der Banktheorie, der Liquiditätsbeschaffung, Kreditzusagen, Commercial Paper (CP) Markt, Nichtbanken-Finanzintermediäre, Vektorautoregressive Modelle, Paneldaten Regression, Marktliquidität und CP Backup Lines.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Liquiditätsrisiko?
Das Risiko, dass ein Marktteilnehmer nicht über genügend Zahlungsmittel verfügt, um seinen fälligen Verpflichtungen nachzukommen.
Was sind Commercial Paper Backup Lines?
Es handelt sich um Kreditzusagen von Banken, die Unternehmen absichern, falls diese ihre kurzfristigen Schuldtitel (Commercial Papers) am Markt nicht refinanzieren können.
Welchen Vorteil haben Banken bei der Liquiditätsbereitstellung?
Banken können Einlagen als natürliche Liquiditätsquelle nutzen und haben dadurch einen Kostenvorteil gegenüber Nichtbanken-Finanzintermediären.
Was ist der Paper-Bill Spread?
Die Differenz zwischen dem Zinssatz für Commercial Papers und Schatzanweisungen (T-Bills), die als Maß für die Marktliquidität und das Ausfallrisiko dient.
Wie sichern Kreditzusagen Unternehmen ab?
Sie fungieren als Versicherung (Hedge), die dem Unternehmen den Zugang zu Liquidität garantiert, wenn der Kapitalmarkt vorübergehend blockiert ist.
- Quote paper
- Yao Chen (Author), 2009, Liquidity Risk , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141226