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Förderung einer dialogischen Lernkultur - Einführung eines Portfolios zur Dokumentation von Lernprozessen und Arbeitsergebnissen im Deutschunterricht einer dritten Jahrgangsstufe

Title: Förderung einer dialogischen Lernkultur - Einführung eines Portfolios zur Dokumentation von Lernprozessen und Arbeitsergebnissen im Deutschunterricht einer dritten Jahrgangsstufe

Examination Thesis , 2008 , 38 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christina Weiser (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Derzeit ist in aller Welt das Bestreben erkennbar, Schulleistungen zu dokumentieren und zu vergleichen. Man könnte vermuten, die Feststellung der Ergebnisse und ihre Darstellung durch Rangordnung und Skalen seien zur Hauptaufgabe der Schule geworden. Schulen konkurrieren miteinander, das Abschneiden der eigenen Schule bzw. des eigenen Landes im nationalen sowie internationalen Vergleich ist wichtig geworden. Daraus lässt sich jedoch die positive Entwicklung fortsetzen, dass sich die Schule nicht damit begnügen darf, Arbeitsergebnisse festzustellen, sondern sie muss Lernprozesse, die sich hinter den Produkten verbergen, sichtbar machen.2 Eine dialogische Form der Lernentwicklung, Leistungsrückmeldung und –bewertung erscheint daher notwendig. Ein Konzept, das sowohl Lernprozesse als auch Arbeitsergebnisse dokumentiert, bedarf einer offenen und dialogischen Lernkultur. Mit dem Portfoliokonzept wird ein Rahmen für wechselseitige Rückmeldungen geboten, so dass inhaltliche Gedanken über Lernen und Leistung transparent werden. Im Rahmen dieser Lernkultur wird die Bereitschaft und Fähigkeit zu lebenslangem Lernen grundgelegt.3 Das komplexe System der KGS Jülich bietet seit Beginn des Schuljahres 2004/05 mit Einführung des „Konzepts der Flex“ – Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichts in den Klassen 1 und 2 – Raum für die Förderung einer solchen Lernkultur. Leitgedanke dabei ist, allen Kindern mit unterschiedlichen Voraussetzungen gerecht werden zu können. Dazu werden den Kindern entsprechend differenzierte Lernangebote und Methoden des Lernen lernens angeboten. Dieses Konzept ist, orientiert an konstruktivistischen Sichtweisen, geprägt von Selbststeuerung, Lernprozessorientierung und Dialog. Die Kolleginnen, die in der Flex arbeiten, unterrichten abgesehen von Fachunterricht in höheren Klassen in der Eingangsstufe, während Lehrerinnen und Lehrer aus den 3. und 4. Jahrgangsstufen, in denen jahrgangsbezogen unterrichtet wird, in diesen Stufen „verweilen“. Durch meinen selbständigen Unterricht in den Fächern Deutsch und Religion in der Klasse 3d stellte ich fest, dass die oberen Klassen bezüglich Konzepten zur Lernprozessorientierung, Methoden zum Lernen des Lernens verbunden mit einer dialogischen Praxis ausbaufähig erscheinen, hier Handlungsbedarf besteht. Ziel ist es, mit der Einführung eines Portfolios zur Dokumentation von Lernprozessen und Arbeitsergebnissen einen Beitrag zu leisten, aufbauend auf sowie schöpfend aus dem Konzept der Flex-Klassen...

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Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Theoretische und pädagogische Grundlagen

1.1 Neue Lernkultur

1.1.1 Lernen aus konstruktivistischer Sicht

1.1.2 Lernen zu lernen

1.2 Dialogisches Lernen

1.2.1 Dialogische Lernkultur

1.2.2 Entwicklung einer Feedback-Kultur als dialogische Praxis

1.3 Das Portfolio

1.3.1 Der Begriff Portfolio

1.3.2 Arten und Funktionen

1.3.2.1 Prozessorientierte Portfolios

1.3.2.2 Produktorientierte Portfolios

1.4 Das Portfolio als Instrument zur Förderung einer dialogischen Lernkultur – Dokumentation von Lernprozessen und Arbeitsergebnissen

2 Ein Konzept zur Förderung einer dialogischen Lernkultur - Einführung eines Portfolios zur Dokumentation von Lernprozessen und Arbeitsergebnissen im Deutschunterricht einer dritten Jahrgangsstufe

2.1 Voraussetzungen der Kinder

2.2 Zielsetzung des Konzeptes

2.3 Konzeption des Portfolios vor dem Hintergrund der Zielsetzung

2.4 Bezug zu den Richtlinien und Lehrplänen

2.5 Bausteine des Konzeptes

2.5.1 Baustein 1: Thema und Art des Portfolios

2.5.2 Baustein 2: Zieltransparenz

2.5.3 Baustein 3: Inhalt und Aufbewahrung

2.5.4 Baustein 4: Regeln und Rituale

2.5.5 Baustein 5: Offene Aufgabenstellung und offene Unterrichtformen

2.5.6 Baustein 6: Vorgaben und Qualitätskriterien Portfolio

2.5.7 Baustein 7: Qualitätskriterien Text

2.5.8 Baustein 8: Textüberarbeitung

2.5.9 Baustein 9: Feedback – Gespräche führen

2.5.10 Baustein 10: Endprodukte – Arbeitsergebnisse

3 Praktische Erprobung und Teilreflexion des Konzeptes

3.1 Baustein 1: Thema und Art des Portfolios

3.2 Baustein 2: Zieltransparenz

3.3 Baustein 3: Inhalt und Aufbewahrung

3.4 Baustein 4: Regeln und Rituale

3.5 Baustein 5: Offene Aufgabenstellung und offene Unterrichtsformen

3.6 Baustein 6: Vorgabe und Qualitätskriterien Portfolio

3.7 Baustein 7: Qualitätskriterien Text

3.8 Baustein 8: Textüberarbeitung

3.9 Baustein 9: Feedback - Gespräche führen

3.10 Baustein 10: Endprodukte – Arbeitsergebnisse

4 Lehrerfunktionen

5 Gesamtreflexion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Förderung einer dialogischen Lernkultur in einer dritten Jahrgangsstufe durch die Einführung eines Schreibprozess-Portfolios, um Lernprozesse und Arbeitsergebnisse transparent zu machen und die Selbstständigkeit der Lernenden zu stärken.

  • Konstruktivistische Lernkultur und die Rolle des Kindes als aktiver Lerner
  • Methoden des dialogischen Lernens und Feedback-Verfahren
  • Strukturierung und Einsatz von Schreibprozess-Portfolios im Deutschunterricht
  • Praktische Erprobung, Reflexion und prozessorientierte Leistungsbewertung

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Lernen aus konstruktivistischer Sicht

Entgegen der behavioristischen Auffassung, Lernen als Reaktion auf einen Reiz zu betrachten sowie den Lernenden und die Lernende als passiv und extern gesteuert anzusehen, treten heute konstruktivistische Ansätze in den Fokus, die den Lernenden und die Lernende als aktiven Konstrukteur oder aktive Konstrukteurin von Wissen sieht. Aus konstruktivistischer Sicht betrachtet ist Lernen folglich ein „aktiver, selbstgesteuerter, konstruktiver, sozialer und situativer Prozess“, der eine veränderte Lehrerrolle fordert. Lehrende werden nicht weiter als Wissensvermittler betrachtet, sondern die veränderte Rolle beinhaltet vielmehr „Beratung, Unterstützung, Bereitstellung von Material, Ermutigung, Anregung, Moderation und Zurückhaltung“.

Neben individuellen Erfahrungen beeinflussen Motivation und die Interaktion mit anderen Personen den Lernprozess des Lernenden bzw. der Lernenden. Aus diesem Grund ist es wichtig, Schülerinnen und Schülern regelmäßig einen Erfahrungsaustausch im Dialog und in Gruppen ermöglichen.

Zielzustand einer neuen Lernkultur sind Schülerinnen und Schüler als selbständige aktive Lerner mit Lehrerinnen und Lehrern als Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter bzw. Lernberaterinnen und Lernberater.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Darstellung der Notwendigkeit, neben Arbeitsergebnissen auch Lernprozesse sichtbar zu machen, und die Einführung des Portfoliokonzepts als Rahmen für dialogische Lernkulturen.

1 Theoretische und pädagogische Grundlagen: Erläuterung der Begriffe neue Lernkultur, konstruktivistisches Lernen und dialogisches Lernen als Fundament für den Einsatz von Portfolios.

2 Ein Konzept zur Förderung einer dialogischen Lernkultur - Einführung eines Portfolios zur Dokumentation von Lernprozessen und Arbeitsergebnissen im Deutschunterricht einer dritten Jahrgangsstufe: Beschreibung der konkreten Voraussetzungen und der zehn Bausteine zur Implementierung des Portfoliokonzepts in der Klasse 3d.

3 Praktische Erprobung und Teilreflexion des Konzeptes: Exemplarische Darstellung und kritische Reflexion der Umsetzung der Bausteine während der Erprobungsphase.

4 Lehrerfunktionen: Analyse der Lehrerrolle hinsichtlich Unterrichten, Erziehen, Leistung messen und beurteilen, Beraten sowie Innovieren im Kontext der Portfolioarbeit.

5 Gesamtreflexion und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Erkenntnisse und Planung zur zukünftigen Weiterführung des Konzepts in der Grundschule.

Schlüsselwörter

Portfolio, Schreibprozess, dialogische Lernkultur, konstruktivistisches Lernen, Lernprozessorientierung, Schreibentwicklung, Feedback-Kultur, Grundschule, Selbstreflexion, Deutschunterricht, Leistungsbewertung, Lernbegleiter, Textüberarbeitung, Textlupe, Differenzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Einführung von Schreibprozess-Portfolios als Instrument, um eine dialogische Lernkultur im Deutschunterricht einer dritten Grundschulklasse zu etablieren und Lernprozesse transparenter zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind konstruktivistische Lerntheorien, dialogisches Lernen, die methodische Gestaltung von Portfolios, Feedback-Kultur und eine prozessorientierte Leistungsbewertung in der Primarstufe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, das Kind als aktiven und selbstständigen Lerner in den Fokus zu rücken und durch ein Portfolio-Konzept einen Rahmen für wechselseitige Rückmeldungen über Lernfortschritte und Arbeitsprozesse zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine schriftliche Hausarbeit, die ein pädagogisches Konzept entwickelt, in der Praxis erprobt und anschließend anhand der gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt detailliert die Konzeption der zehn Portfolio-Bausteine, deren praktische Erprobung im Unterricht sowie eine Reflexion der Lehrerfunktionen im Rahmen dieses Projekts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Portfolio, Schreibprozess-Portfolio, dialogische Lernkultur, Lernprozessorientierung, konstruktive Leistungsbewertung und Schüler-Selbstreflexion.

Wie gehen die Kinder mit dem Problem um, dass sie sich oft nur auf das Endprodukt konzentrieren?

Durch die Arbeit am Portfolio und das verpflichtende Sammeln aller Entwürfe lernen die Kinder, dass der Weg das Ziel ist und Zwischenprodukte wertvolle Hinweise für ihre Weiterentwicklung geben.

Welche Rolle spielt die „Textlupe“ im Konzept?

Die Textlupe ist ein kriterienorientiertes Verfahren, das in Dreiergruppen eingesetzt wird, damit sich Kinder gegenseitig qualifiziertes Feedback zu ihren Texten geben können, statt nur über das fertige Endprodukt zu sprechen.

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Details

Title
Förderung einer dialogischen Lernkultur - Einführung eines Portfolios zur Dokumentation von Lernprozessen und Arbeitsergebnissen im Deutschunterricht einer dritten Jahrgangsstufe
College
Studienseminar für Lehrämter an Schulen - Vettweiß
Grade
1,3
Author
Christina Weiser (Author)
Publication Year
2008
Pages
38
Catalog Number
V140211
ISBN (eBook)
9783640497287
ISBN (Book)
9783640497034
Language
German
Tags
Förderung Lernkultur Einführung Portfolios Dokumentation Lernprozessen Arbeitsergebnissen Deutschunterricht Jahrgangsstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Weiser (Author), 2008, Förderung einer dialogischen Lernkultur - Einführung eines Portfolios zur Dokumentation von Lernprozessen und Arbeitsergebnissen im Deutschunterricht einer dritten Jahrgangsstufe , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140211
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