Die vorliegende Arbeit untersucht die Anforderungen an ein barrierefreies Webdesign am Beispiel von Bosch Classic. Ziel ist es zu analysieren, für wen die Thematik eine Rolle spielt, wie relevant das Thema tatsächlich ist und wie das Unternehmen davon profitieren kann. Ziel ist es zu verstehen, inwieweit Richtlinien dabei helfen, die eigene Webseite leichter zugänglich zu machen und was benötigt wird, um noch mehr Barrierefreiheit zu erzeugen. Es wird erörtert, inwiefern die umgesetzten Anforderungen für das barrierefreie Design der Bosch Classic Seite Deutschland den Erwartungen der Nutzer entspricht.
Die Arbeit befasst sich zunächst mit Barrierefreiheit im Internet im Allgemeinen, deren Relevanz für Privatpersonen und Unternehmen, sowie mit Lösungsansätzen zur Reduzierung von Barrieren. Anschließend wird die Implementierung des barrierefreien Designs auf der Bosch Classic Deutschland Seite analysiert. Als Methodik wurde im Rahmen dieser Arbeit eine Umfrage erstellt, um die theoretischen Erkenntnisse mit praxisrelevanten Ergebnissen zu stützen. Das quantitative Verfahren eignen sich zur Beschreibung und Analyse von gesellschaftlichen Massenphänomenen. Abschließend erfolgt die Auswertung, sowie die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Barrierefreiheit
2.1 Relevanz von Barrierefreiheit
2.2 Vorteile von Barrierefreiheit für Unternehmen
2.2.1 Potentielle und bestehende Kunden
2.2.2 Suchmaschinenoptimierung (SEO)
2.2.3 Soziales Engagement
2.3 Arten von Barrieren
2.4 Lösungsansätze zur Reduzierung von Barrieren
2.4.1 Gesetzliche Regelungen
2.4.2 Barrierefreiheit nach Web Content Accessibility Guidelines 2.1
2.4.3 Praktische Umsetzung aufbauend auf den gesetzlichen Regelungen
3 Barrierefreies Design auf der Bosch Classic Seite
3.1 Begründung der Einführung eines barrierefreien Designs
3.2 Praktische Umsetzung auf Bosch Classic.de
4 Analyse der Anforderungen an das barrierefreie Design der Bosch Classic Webseite
4.1 Methodik zur Identifizierung der Anforderungen
4.2 Zielgruppe und Akquise
4.3 Aufbau des Fragebogens
4.3.1 Fragebogen Allgemein
4.3.2 Teil 1: Barrierefreies Webdesign im Allgemeinen
4.3.3 Teil 2: Beeinträchtigungen und Behinderungen
4.3.4 Teil 3: Barrierefreies Design bei Bosch Classic Deutschland
4.3.5 Teil 4: Demographische Angaben
4.4 Kritik an der Methodik
5 Auswertung der Umfrage
5.1 Demographie der Teilnehmer
5.2 Relevanz der Thematik
5.3 Barrierefreiheit auf der Bosch Classic Seite
5.4 Verbesserungsvorschläge
6 Handlungsempfehlungen
7 Fazit
Zielsetzung & Forschungsthemen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anforderungen an ein barrierefreies Webdesign am Beispiel von Bosch Classic mit dem Hauptziel zu analysieren, für welche Nutzergruppen Barrierefreiheit relevant ist, welche Vorteile sich für Unternehmen ergeben und inwieweit die umgesetzten Maßnahmen den Erwartungen der Nutzer entsprechen.
- Grundlagen der Barrierefreiheit im Internet und ihre Relevanz für Unternehmen und Nutzer.
- Analyse gesetzlicher Regelungen und der WCAG 2.1-Richtlinien.
- Evaluation des barrierefreien Designs der Bosch Classic Webseite mittels einer quantitativen Online-Umfrage.
- Identifikation von Verbesserungspotentialen für eine inklusivere Webseitengestaltung.
- Formulierung von Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Web-Zugänglichkeit.
Auszug aus dem Buch
3.1 Begründung der Einführung eines barrierefreien Designs
Die Gründe, ein barrierefreies Design zu implementieren sind vielfältig und werden im Allgemeinen in Kapitel 2.2 beschrieben. Bosch selbst beschreibt die Intention hinter der Einführung folgendermaßen:
“Let ́s push accessibility standards to achieve a much higher quality for all offers.”
Die Zugänglichkeitsstandards sollen vorangetrieben werden, um eine Steigerung der Qualität für alle Angebote zu erreichen.
Die Robert Bosch GmbH definiert innerhalb ihres „Accessibility Trainings“ fünf verschiedene Bereiche in denen es zu einer Beeinträchtigung kommen kann: „See“, „Touch“, „Hear“, „Speak“ und „Walk“ (Vgl. Tab. 2). Diese umfassen Menschen mit Seh-, Hör-, Sprach-, sensorischen oder motorischen Schwierigkeiten. Letztgenannte können sowohl Arme als auch Beine betreffen und werden daher in die Kategorien „Touch“ und „Walk“ unterteilt. Es findet eine weitere Unterteilung in drei Untergruppen statt: „Situational“, „Temporary“ und „Permanent“. Somit werden Menschen eingeschlossen, die sowohl dauerhaft, als auch nur zeitweise, oder in bestimmten Situationen eingeschränkt sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beleuchtung der Ausgangssituation und der Relevanz moderner Barrierefreiheit im Web sowie die Definition der Zielsetzung und Vorgehensweise.
2 Barrierefreiheit: Theoretische Abhandlung zur Relevanz und den Vorteilen von Barrierefreiheit für Unternehmen sowie Darstellung von Barrierearten und den entsprechenden Regelwerken wie WCAG 2.1.
3 Barrierefreies Design auf der Bosch Classic Seite: Betrachtung der spezifischen Beweggründe von Bosch zur Einführung barrierefreier Standards und die praktische Umsetzung am Beispiel der Bosch Classic Webseite.
4 Analyse der Anforderungen an das barrierefreie Design der Bosch Classic Webseite: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Erstellung und Durchführung der Umfrage sowie die Kriterien der Zielgruppenanalyse.
5 Auswertung der Umfrage: Detaillierte Analyse der erhobenen Daten hinsichtlich der demografischen Teilnehmerstruktur, der Relevanz der Thematik und der empfundenen Barrierefreiheit der Webseite.
6 Handlungsempfehlungen: Ableitung konkreter Verbesserungsvorschläge basierend auf den Umfrageergebnissen zur weiteren Optimierung der Web-Zugänglichkeit bei Bosch.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit, Barrierefreiheit als stetigen Verbesserungsprozess zu etablieren.
Schlüsselwörter
Barrierefreiheit, Webdesign, Bosch Classic, WCAG 2.1, Benutzerfreundlichkeit, Inklusion, Suchmaschinenoptimierung, Internetnutzung, Online-Umfrage, digitale Barrieren, Nutzerwahrnehmung, Assistenzsysteme, Web-Zugänglichkeit, Standardisierung, Kundenzufriedenheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Anforderungen an ein barrierefreies Webdesign anhand des Praxisbeispiels der Website von Bosch Classic Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Barrierefreiheit, relevante Gesetze und Richtlinien (wie WCAG 2.1), die Vorteile für Unternehmen sowie die konkrete Anwendungsanalyse auf der Bosch Classic Webseite.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu eruieren, für wen das Thema Barrierefreiheit relevant ist, welche Vorteile sich für das Unternehmen ergeben und ob das aktuelle Design der Bosch Classic Webseite den Nutzererwartungen entspricht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein quantitatives Verfahren angewandt, konkret eine Online-Umfrage mittels Google Forms, um empirische Daten zur Nutzerwahrnehmung zu generieren und theoretische Erkenntnisse zu stützen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Barrierefreiheit, die Vorstellung der Bosch-spezifischen Accessibility-Kriterien sowie die methodische Durchführung und Auswertung einer Anwenderbefragung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen zählen unter anderem Barrierefreiheit, WCAG 2.1, Webdesign, Inklusion, Nutzererfahrung und barrierefreie Webseiten.
Welche Rolle spielen die "Bosch Accessibility Guidelines" bei der Untersuchung?
Sie dienen als intern genutztes Framework bei Bosch Classic, um Beeinträchtigungen in verschiedene Kategorien wie "See", "Touch" oder "Hear" zu unterteilen und dauerhafte, zeitweise oder situative Einschränkungen zu adressieren.
Welches wichtige Ergebnis liefert die Umfrage zur Texteffizienz?
Die Umfrage ergab, dass trotz eines "gut" bewerteten Textverständnisses die Texte oft als zu komplex empfunden werden, was den Wunsch nach einfacher Sprache und einer variablen Schriftgrößenanpassung unterstreicht.
Warum wird Barrierefreiheit als Prozess und nicht als abgeschlossene Aufgabe betrachtet?
Die Arbeit schlussfolgert, dass Barrierefreiheit stetige technische Weiterentwicklungen erfordert und die bloße Umsetzung aktueller Richtlinien nicht ausreicht, um allen Anforderungen gerecht zu werden.
- Quote paper
- Marina Aigle (Author), 2022, Barrierefreies Webdesign. Anforderungen an eine barrierefreie Website am Beispiel von Bosch Classic Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1401271