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Folgen von sexuellem Missbrauch

Title: Folgen von sexuellem Missbrauch

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nadine Deiters (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Als Kind oder auch als Erwachsener sexuell missbraucht zu werden, ist wohl eines der härtesten und schlimmsten Schicksale, das einem widerfahren kann. Nach einer solchen Tat, kann man nie wieder derselbe Mensch sein, der man zuvor war. Denn ein solcher Missbrauch zieht immer irgendwelche Konsequenzen nach sich, egal wie psychisch stabil oder unstabil derjenige auch sein mag. Häufig erfahren die Opfer nur wenig Hilfe bzw. verschweigen den Missbrauch ganz bewusst, da sexueller Missbrauch auch in unserer heutigen Gesellschaft immer noch so etwas wie ein Tabuthema ist. Dieses „Todschweigen“ führt auch häufig dazu, dass viele der begangenen sexuellen Missbrauchsfälle gar nicht bekannt werden bzw. auch nicht angezeigt werden. Viele Opfer schämen sich, mit dem was ihnen passiert ist, an die Öffentlichkeit zu gehen. Daher ist es auch besonders schwierig genaue Zahlen von Betroffenen anzugeben, da das Dunkelfeld viel größer ist als die offiziellen Zahlen dies belegen.
Besonders schlimm daran missbraucht worden zu sein, sind die psychischen und teilweise auch körperlichen Folgen, die dieser Missbrauch nach sich zieht. Das Spektrum dieser Folgen ist unendlich breit gefächert und umfasst so ziemlich jede psychische Störung, die man sich vorstellen kann. Doch häufig lassen sich hier nicht immer direkte Bezüge herstellen, da für das Entstehen einer Störung eine ganze Reihe von Faktoren verantwortlich sind. In der wissenschaftlichen Folgeforschung von sexuellem Missbrauch haben aber in jüngster Zeit vor allem die Posttraumatische Belastungsstörung und die Dissoziative Identifikationsstörung, als Resultat traumatischer Erlebnisse, und die Essstörung eine besondere Beachtung gefunden. Bei diesen drei Arten von psychischen Störungen lassen sich direkte Verbindungen zum sexuellen Missbrauch herstellen. Aufgrund dessen werde ich mich auch in dieser Arbeit mit diesen drei Erscheinungsformen näher beschäftigen. Zudem werde ich versuchen zwei Ansätze zur Entstehung dieser Störungen, das Trauma und das Modell der traumatogenen Dynamiken näher zu durchleuchten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Allgemeine Folgen

4. Erklärungsmodelle für die Entstehung von Folgen (Ätiologie)

4.1 Traumata

4.2 Das Modell der traumatogenen Dynamiken

5. Folgen unüberwundener und schwerer Traumata und somit Folgen des sexuellen Missbrauchs

5.1 Posttraumatische Belastungsstörung

5.2 Dissoziative Identifikationsstörung (Multiple Persönlichkeit)

5.2.1 Ätiologie der Dissoziativen Identifikationsstörung

5.2.1.1 Autoregulationshypothese

5.2.1.2 Rollen-Fluktuations-Hypothese

5.3 Essstörungen als Folge sexuellen Missbrauchs

5.3.1 Hauptformen

5.3.2 Ursachen

6. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die komplexen psychischen Langzeitfolgen von sexuellem Missbrauch. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen traumatischen Kindheitserfahrungen und der Entstehung spezifischer psychischer Störungen zu analysieren sowie theoretische Erklärungsmodelle für diese Prozesse zu beleuchten.

  • Analyse der Posttraumatischen Belastungsstörung als Traumafolge.
  • Untersuchung der Dissoziativen Identifikationsstörung und ihrer ätiologischen Hypothesen.
  • Betrachtung von Essstörungen im Kontext sexueller Missbrauchserfahrungen.
  • Darstellung theoretischer Modelle wie der traumatogenen Dynamiken.
  • Diskussion der Schwierigkeiten bei der Erfassung und Diagnose dieser Folgen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Traumata

„Als Trauma (Plural: Traumata oder Traumen) oder Psychotrauma bezeichnet man in der Klinischen Psychologie eine von außen einwirkende Läsion der seelisch-psychischen Integrität. Der Begriff bezeichnet also nicht - wie häufig unterstellt - das gefährliche, bedrohliche Ereignis, welches die psychischen Verarbeitungskapazitäten fast jedes Menschen übersteigt und intensive Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen auslöst. Sondern er beschreibt die von solchen Ereignissen schwer verletzte Seele (Psyche)“ (www.wikipedia.de). Man unterscheidet fünf Arten traumatischer Erfahrungen. Die individuelle und kollektive Gewalt, Natur- und Technikkatastrophen und körperliche und psychische Extrembelastungen. Für die vorliegende Arbeit besonders wichtig sind die Traumata aufgrund individueller Gewalt, unter die auch sexueller Kindesmissbrauch fällt.

Weiterhin kann man zwischen den Arten nach Auftreten unterscheiden. Hier sind zum einen einmalige traumatische Ereignisse, wie z.B. ein Überfall oder eine einmalige Vergewaltigung, und zum anderen lange andauernde und wiederholte traumatische Erlebnisse, wie z.B. jahrelanger Missbrauch oder Krieg, zu nennen. Menschen, die über einen längeren Zeitraum an andauernden traumatischen Erlebnissen leiden, haben ein sehr großes Risiko an psychischen Störungen, wie z.B. der Posttraumatischen Belastungsstörung oder der Dissoziativen Identifikationsstörung, zu erkranken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gravierenden Auswirkungen von sexuellem Missbrauch und die damit verbundene Tabuisierung, die eine wissenschaftliche Erforschung erschwert.

2. Definition: Dieses Kapitel erörtert die Schwierigkeiten einer allgemeingültigen Definition von sexuellem Missbrauch und unterscheidet zwischen engen und weiten Definitionskriterien.

3. Allgemeine Folgen: Hier werden Kurzzeit- und Langzeitfolgen von sexuellem Missbrauch unterschieden und in verschiedene Symptomgruppen, wie emotionale oder somatische Reaktionen, unterteilt.

4. Erklärungsmodelle für die Entstehung von Folgen (Ätiologie): Das Kapitel thematisiert die psychologische Definition von Traumata und stellt das Modell der traumatogenen Dynamiken zur Erklärung spezifischer Missbrauchsfolgen vor.

5. Folgen unüberwundener und schwerer Traumata und somit Folgen des sexuellen Missbrauchs: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Posttraumatische Belastungsstörung, die Dissoziative Identifikationsstörung und Essstörungen als psychische Folgen.

6. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass die betrachteten Störungen wichtige Prototypen für die Folgen von Missbrauch darstellen und betont den Bedarf an weiterer Forschung.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Kindesmisshandlung, Posttraumatische Belastungsstörung, Dissoziative Identifikationsstörung, Multiple Persönlichkeit, Essstörungen, Trauma, Psychotrauma, Autoregulationshypothese, Rollen-Fluktuations-Hypothese, Folgeforschung, Traumatisierung, psychische Gesundheit, Missbrauchsfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychischen Folgen von sexuellem Missbrauch bei Kindern und Erwachsenen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Posttraumatische Belastungsstörung, die Dissoziative Identifikationsstörung sowie Essstörungen als Folgeergebnisse von Missbrauch.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Missbrauchserfahrungen und der Entstehung spezifischer psychischer Störungen sowie die Analyse relevanter Erklärungsmodelle.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung klinischer sowie psychologischer Fachpublikationen zur Traumatologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition des Traumabegriffs, dem Modell der traumatogenen Dynamiken sowie einer detaillierten Analyse von Symptomen, Ätiologien und Diagnosekriterien der genannten Störungsbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie sexueller Missbrauch, Trauma, Posttraumatische Belastungsstörung, Dissoziation und Essstörungen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Autoregulationshypothese von der Rollen-Fluktuations-Hypothese?

Während die Autoregulationshypothese dissoziative Phänomene als unbewusste Schutzmechanismen gegen eine Reizüberflutung sieht, betrachtet die Rollen-Fluktuations-Hypothese dissoziatives Verhalten als steuerbare, kognitive Strategie zur Bewältigung von Erfahrungen.

Welche Rolle spielt das soziale Umfeld bei der Entstehung von Essstörungen nach Missbrauch?

Das soziale Umfeld, insbesondere ein stabiles oder instabiles Familienklima, beeinflusst maßgeblich, ob ein erlittenes Trauma zu einer Essstörung führt oder welche Bewältigungsstrategien entwickelt werden.

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Details

Title
Folgen von sexuellem Missbrauch
College
Bielefeld University
Grade
1,3
Author
Nadine Deiters (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V139595
ISBN (eBook)
9783640494651
ISBN (Book)
9783640494859
Language
German
Tags
Folgen Missbrauch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Deiters (Author), 2008, Folgen von sexuellem Missbrauch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139595
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