In dieser Hausarbeit soll der These des Arbeitskraftunternehmers als neuer Leittypus von Arbeitskraft nachgegangen werden. Allerdings werden Ihnen erst einmal die drei historischen Typen von Arbeitskraft, die Pongratz und Voß nennen, nähergebracht. Danach wird in den darauffolgenden Kapiteln der dritte und wichtigste Typus, der des Arbeitskraftunternehmers, erläutert. Nachdem die Merkmale des Arbeitskraftunternehmers beschrieben worden sind, wird außerdem die Frage geklärt, wo genau dieser am Arbeitsmarkt lokalisiert werden kann. Bevor wir uns dann letzten Endes der Frage annehmen, ob der Arbeitskraftunternehmer eine Chance oder ein Risiko für die Arbeitnehmer darstellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Arbeitskraftunternehmer: Ein neuer Typus von Arbeitskraft
- Die Entwicklung hin zum Arbeitskraftunternehmer
- Der proletarisierte Lohnarbeiter der Frühindustrialisierung
- Der verberuflichte Arbeitnehmer des Fordismus
- Der verbetrieblichte Arbeitskraftunternehmer des Postfordismus
- Der Arbeitskraftunternehmer nach Voß und Pongratz
- Selbstkontrolle
- Selbstökonomisierung
- Selbstrationalisierung
- Lokalisierung des Arbeitskraftunternehmers auf dem Arbeitsmarkt
- Chancen und Risiken für den Arbeitskraftunternehmer
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Konzept des Arbeitskraftunternehmers, einem neuen Typus von Arbeitskraft, der in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Ziel dieser Arbeit ist es, die These des Arbeitskraftunternehmers nach Pongratz und Voß zu analysieren und zu untersuchen, welche Chancen und Risiken dieser Typus für Arbeitnehmer mit sich bringt.
- Historische Entwicklung des Arbeitskrafttypus
- Merkmale des Arbeitskraftunternehmers
- Lokalisierung des Arbeitskraftunternehmers auf dem Arbeitsmarkt
- Chancen und Risiken für den Arbeitskraftunternehmer
- Flexibilisierung der Arbeitsgesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den aktuellen Strukturwandel der betrieblichen Arbeitsorganisation beleuchtet und den Wandel vom verberuflichten Arbeitnehmer zum Arbeitskraftunternehmer beschreibt. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem historischen Wandel des Arbeitskrafttypus, angefangen beim proletarisierten Lohnarbeiter der Frühindustrialisierung über den verberuflichten Arbeitnehmer des Fordismus bis hin zum verbetrieblichten Arbeitskraftunternehmer des Postfordismus.
In diesem Kapitel werden auch die wichtigsten Merkmale des Arbeitskraftunternehmers, wie Selbstkontrolle, Selbstökonomisierung und Selbstrationalisierung, genauer beleuchtet. Der dritte Abschnitt dieses Kapitels analysiert die Lokalisierung des Arbeitskraftunternehmers auf dem Arbeitsmarkt.
Schlüsselwörter
Arbeitskraftunternehmer, Postfordismus, Flexibilisierung, Selbstkontrolle, Selbstökonomisierung, Selbstrationalisierung, Chancen und Risiken, Hyperarbeitsgesellschaft, Strukturwandel der Arbeitsorganisation, Verberuflichung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Arbeitskraftunternehmer?
Der Arbeitskraftunternehmer ist ein von Pongratz und Voß beschriebener neuer Leittypus, der sich durch verstärkte Selbstkontrolle, Selbstökonomisierung und Selbstrationalisierung auszeichnet.
Wie unterscheidet sich der Arbeitskraftunternehmer vom verberuflichten Arbeitnehmer?
Während der verberuflichte Arbeitnehmer (Fordismus) klare Strukturen und Berufsrollen hat, muss der Arbeitskraftunternehmer (Postfordismus) seine Arbeitskraft aktiv selbst vermarkten und organisieren.
Was bedeutet Selbstökonomisierung?
Selbstökonomisierung bedeutet, dass der Arbeitnehmer seine eigenen Fähigkeiten und seine Zeit wie ein Unternehmen betrachtet und diese gezielt am Markt verwertet.
Welche Chancen bietet dieser neue Typus von Arbeitskraft?
Chancen liegen in einer höheren Flexibilität, mehr Eigenverantwortung und der Möglichkeit, individuelle Stärken unternehmerisch einzusetzen.
Welche Risiken sind mit dem Arbeitskraftunternehmer verbunden?
Zu den Risiken gehören die Entgrenzung der Arbeit, permanenter Leistungsdruck, Selbstausbeutung und die Verlagerung des unternehmerischen Risikos auf das Individuum.
Was ist die Hyperarbeitsgesellschaft?
Dieser Begriff beschreibt eine Gesellschaft, in der die Arbeit alle Lebensbereiche durchdringt und die Anforderungen an die ständige Verfügbarkeit und Selbstoptimierung extrem hoch sind.
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- Anonym (Author), 2019, Der Arbeitskraftunternehmer. Chancen und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1394993