Diese Arbeit beschäftigt sich mit der deutschen und europäische Entwicklungshilfe in Afrika und berücksichtigt dabei den Paradigmenwechsel, welcher in der Entwicklungshilfe stattgefunden hat. Dabei soll auch die Entwicklungszusammenarbeit und der Marshallplan für Afrika einbezogen werden. Die Forschungsfrage, inwiefern ein Umdenken in der Planung und Umsetzung deutscher und europäischer Entwicklungshilfe stattgefunden hat, steht hierbei im Zentrum.
Um der Frage nachzugehen, wird zunächst eine kurze Erläuterung des Begriffes Entwicklungshilfe und seines Nachfolgers gegeben sowie ein historischer Abriss ebenjener Strategieänderungen seit den 50er Jahren. Daraufhin folgt die Darstellung kritischer Haltungen bezüglich der jüngeren Entwicklungspolitik. Dabei wird insbesondere Bezug auf die Position von Nichtregierungsorganisationen genommen.
Ausgehend von der erläuterten Kritik erfolgt der Übergang zur Reflexion möglicher Neuausrichtungen entwicklungspolitischer Ansätze. Unter Vorstellung zentraler Punkte eines Informationspapieres des Center of Global Development sollen die elementaren Teilbereiche einer überarbeiteten europäischen Entwicklungspolitik dargestellt werden. Darauf aufbauend wird der Marshallplan für Afrika vorgestellt. Hinzu kommt die Thematisierung konkreter Umsetzungsbeispiele sowie der Blick auf die Folgekosten einer soliden Entwicklungszusammenarbeit.
In der Schlussbetrachtung soll die eingangs gestellte These erneut aufgegriffen und die damit verbundene Forschungsfrage beantwortet werden. Auch bietet die Schlussbetrachtung Raum zur Reflexion der Kernelemente dieser Arbeit sowie einen Ausblick auf die Möglichkeiten zur vertiefenden Auseinandersetzung mit der Thematik.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Einführung: Entwicklungszusammenarbeit in Afrika
- Traditionelle Entwicklungshilfe in der Kritik
- Neuausrichtung entwicklungspolitischer Konzepte
- Migration
- Finanzen
- Handel
- Gesundheit
- Der Marshallplan für Afrika
- Aspekte der Umsetzung
- Bilanz vergangener und gegenwärtiger Entwicklungszusammenarbeit
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die klassische Entwicklungshilfe aus kritischer Perspektive, wobei der Schwerpunkt auf dem Paradigmenwechsel in der Entwicklungspolitik liegt. Sie untersucht die Kritik an traditionellen Methoden und beleuchtet die Notwendigkeit einer Transformation in der deutschen und europäischen Entwicklungspolitik. Dabei betrachtet die Arbeit die Chancen Afrikas als Wachstumsregion und die Herausforderungen bei der Nutzung des Potenzials.
- Kritik an traditionellen Entwicklungshilfe-Modellen
- Analyse des Paradigmenwechsels in der Entwicklungspolitik
- Potenziale und Herausforderungen Afrikas als Wachstumsregion
- Bewertung des "Marshallplans für Afrika" als mögliches Instrument der Entwicklungszusammenarbeit
- Bewertung der Effektivität der Entwicklungszusammenarbeit in Subsahara-Afrika
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung präsentiert die These, dass die deutsche und europäische Entwicklungshilfe in Subsahara-Afrika an antiquierten Methoden festhält und einer Transformation bedarf. Es werden Beispiele aus der medialen Berichterstattung angeführt, die die Kritik an der bisherigen Praxis verdeutlichen.
- Die Einführung in die Entwicklungszusammenarbeit in Afrika definiert den Begriff und zeichnet die Geschichte der internationalen Zusammenarbeit seit den 1950er Jahren nach. Es werden die verschiedenen Phasen und Ansätze der Entwicklungshilfe dargestellt, von der traditionellen Wachstum durch Industrialisierung bis hin zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung.
- Der Abschnitt "Traditionelle Entwicklungshilfe in der Kritik" beleuchtet die negativen Auswirkungen der traditionellen Entwicklungshilfe auf Afrika. Dabei werden die Perspektiven von Nichtregierungsorganisationen aufgezeigt, die auf die Benachteiligung Afrikas im Welthandel, die Spirale der Armut und die Folgen der Kolonialpolitik hinweisen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Entwicklungshilfe, Entwicklungszusammenarbeit, Marshallplan für Afrika, Afrika, Subsahara-Afrika, Kritik, Paradigmenwechsel, Neuausrichtung, Potenziale, Herausforderungen, Nachhaltige Entwicklung, Agenda 2030, Kolonialismus, Welthandel, Armut.
Häufig gestellte Fragen
Was wird an der klassischen Entwicklungshilfe in Afrika kritisiert?
Kritiker bemängeln, dass traditionelle Modelle oft Abhängigkeiten schaffen, die lokale Wirtschaft schwächen und die Folgen der Kolonialpolitik sowie Benachteiligungen im Welthandel nicht ausreichend adressieren.
Was ist der „Marshallplan für Afrika“?
Es ist ein Konzept zur Neuausrichtung der Entwicklungspolitik, das auf verstärkte Eigenverantwortung der afrikanischen Staaten, Förderung von Privatinvestitionen und faire Handelsstrukturen setzt.
Welcher Paradigmenwechsel hat in der Entwicklungspolitik stattgefunden?
Der Fokus verschiebt sich von reiner „Hilfe“ hin zur „Entwicklungszusammenarbeit“ auf Augenhöhe, die Migration, Finanzen, Handel und Gesundheit als vernetzte Themen betrachtet.
Welche Rolle spielen Nichtregierungsorganisationen (NGOs)?
NGOs weisen oft auf die strukturellen Ursachen von Armut hin und fordern eine Abkehr von antiquierten Methoden zugunsten nachhaltiger, lokaler Lösungen.
Ist Afrika eine Wachstumsregion?
Ja, die Arbeit beleuchtet das enorme Potenzial Afrikas als Zukunftsmarkt, betont aber, dass dieses nur durch eine Transformation der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit voll genutzt werden kann.
- Quote paper
- Michael Wagner (Author), 2021, Eine kritische Betrachtung der klassischen Entwicklungshilfe in Afrika. Unter Berücksichtigung des Paradigmenwechsels in der Entwicklungspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391501