Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Frage, ob sich mit angemessenem Aufwand für das spezifische Bildungsformat ein niedrigschwelliges Konzept erstellen lässt, das sowohl quantitative, als auch qualitative Daten zur Wirksamkeit der Lehr- und Lernprozesse erheben kann.
Der Hauptteil der Arbeit gliedert sich dabei in drei Kapitel. Zu Beginn werde ich das zu evaluierende Projekt genauer vorstellen und in einen Gesamtzusammenhang stellen. Daran anknüpfend folgt eine Formulierung der Zielperspektive der Evaluation und geeigneter Indikatoren, um die Zielerreichung zu messen. Nachfolgend werde ich die geplanten Evaluationsmethoden vorstellen, die Entwicklung dokumentieren und ihre Auswahl erläutern. Zur Erstellung des Evaluationskonzepts orientiere ich mich an der einschlägigen Fachliteratur aus dem Bereich der quantitativen und qualitativen Evaluation im Kulturbetrieb, der Jugend- und Erwachsenenbildung sowie der politischen Bildungsarbeit. Als konkrete schematische Vorlage zur Erstellung des Konzepts dienen mir dabei die acht Schritte der Evaluation nach Steinert/Klieme. Diese werde ich in diesem Rahmen aus
Vereinfachungsgründen allerdings nur bis Schritt 4 - die Konstruktion von Instrumenten - nachvollziehen. In der Praxis werden die fehlenden Schritte Durchführung der Evaluation, Aufbereitung der Daten, Interpretation der Ergebnisse und Ziehen von Konsequenzen umgesetzt und sollen daher stets mitgedacht werden. Ferner wird nur eine Auswahl der entwickelten Evaluationsmethoden, nämlich die Zielscheiben-Evaluation und die Postkarten-Evaluation erläutert, da eine vollständige Beschreibung aller Instrumente den Umfang der Arbeit überschreiten würde. Eine teilnehmende Beobachtung und zwei Kurzfragebögen sollen aber in der Praxis zusätzliche Daten liefern.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Hauptteil
- 2.1 Projektbeschreibung
- 2.2 Formulierung der Zielsetzung und Indikatoren
- 2.3 Auswahl der Evaluationsmethoden
- 2.3.1 Zielscheiben-Evaluation
- 2.3.2 Postkarten-Evaluation
- 3. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit entwickelt ein Evaluationskonzept für ein Modellprojekt der politischen Erwachsenenbildung, das mit öffentlichen Fördermitteln finanziert wird. Das Konzept soll aktuellen Ansprüchen gerecht werden und die methodischen Aspekte einer Selbstevaluation berücksichtigen. Ziel ist es, ein niedrigschwelliges Konzept zu erstellen, das quantitative und qualitative Daten zur Wirksamkeit der Lehr- und Lernprozesse erhebt.
- Entwicklung eines Evaluationskonzepts für ein Modellprojekt der politischen Erwachsenenbildung
- Bewertung der Wirksamkeit von Lehr- und Lernprozessen
- Einsatz von quantitativen und qualitativen Evaluationsmethoden
- Einbezug der methodischen Aspekte einer Selbstevaluation
- Sicherung der Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Evaluationsprozesses
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Evaluation in der Bildung und stellt die Herausforderungen dar, die mit der Bewertung von Bildungsmaßnahmen verbunden sind. Sie führt in das Modellprojekt der politischen Erwachsenenbildung ein, für das das Evaluationskonzept entwickelt werden soll.
- Kapitel 2: Hauptteil
- 2.1 Projektbeschreibung
Dieses Kapitel beschreibt das zu evaluierende Projekt und stellt es in einen Gesamtzusammenhang. Es beleuchtet die Herausforderungen der Europäischen Union und die Bedeutung von Bürgerdialogen für die Zukunft Europas.
- 2.2 Formulierung der Zielsetzung und Indikatoren
In diesem Abschnitt wird die Zielperspektive der Evaluation definiert und es werden geeignete Indikatoren zur Messung der Zielerreichung vorgestellt.
- 2.3 Auswahl der Evaluationsmethoden
Dieses Kapitel erläutert die geplanten Evaluationsmethoden, dokumentiert ihre Entwicklung und begründet ihre Auswahl. Es werden die Zielscheiben-Evaluation und die Postkarten-Evaluation genauer vorgestellt. Zusätzlich werden eine teilnehmende Beobachtung und zwei Kurzfragebögen erwähnt, die in der Praxis zusätzliche Daten liefern sollen.
- 2.1 Projektbeschreibung
Schlüsselwörter
Evaluation, politische Erwachsenenbildung, Bürgerdialog, Europa, Zielscheiben-Evaluation, Postkarten-Evaluation, quantitative Methoden, qualitative Methoden, Selbstevaluation, Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Lehr- und Lernprozesse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Evaluation von Bürgerdialogen?
Ziel ist es, die Wirksamkeit der politischen Bildungsarbeit zu messen und sowohl quantitative als auch qualitative Daten über die Lernprozesse der Teilnehmer zu gewinnen.
Was versteht man unter einer niedrigschwelligen Evaluation?
Es handelt sich um einfache Methoden, die ohne großen Aufwand für die Teilnehmer durchgeführt werden können, wie z. B. Kurzbefragungen oder visuelle Feedback-Methoden.
Wie funktioniert die Zielscheiben-Evaluation?
Teilnehmer geben ihr Feedback, indem sie Punkte auf einer Zielscheibe platzieren, wobei die Nähe zum Zentrum für hohe Zustimmung zu einem bestimmten Aspekt steht.
Was ist eine Postkarten-Evaluation?
Hierbei schreiben Teilnehmer ihre Eindrücke oder Wünsche auf Postkarten, was eine qualitative Auswertung persönlicher Meinungen und Anregungen ermöglicht.
Warum ist Selbstevaluation in der Bildungsarbeit wichtig?
Sie ermöglicht es Bildungsträgern, ihre eigenen Formate kontinuierlich zu reflektieren, zu verbessern und gegenüber Fördermittelgebern Rechenschaft abzulegen.
Welche Rolle spielt die teilnehmende Beobachtung?
Ein Beobachter erfasst während des Dialogs die Gruppendynamik und Interaktionen, um zusätzliche Kontextinformationen zur Wirksamkeit der Methode zu erhalten.
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- Anonym (Author), 2018, Evaluationskonzept für zwei Bürgerdialoge "Im Gespräch für die Zukunft - Europapolitische Bürgerdialoge", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391360