"Ain gut mandelmuß machen" (Stopp, 1980)
Wenn wir heutzutage diese Überschrift lesen, kommt sie einem nicht ganz koscher vor. Denn als Erstes stimmt die Rechtschreibung nicht überein, mit jener, die wir heute kennen und zweitens würde heute wohl keiner mehr die Überschrift in einem Kochbuch in dieser grammatischen Form schreiben. In der Gegenwart wäre es vermutlich schlichtweg Mandelmuß. Doch nicht nur Rezepte zum Kochen bewegen unseren Alltag, sondern ebenso medizinische Rezepte.
Inhaltsverzeichnis
- Hinführung
- Hauptteil:
- Allgemeine Fakten zu den frühneuhochdeutschen Rezeptüberschriften
- Rezeptsorten
- Arzneirezepte
- Kochrezepte
- Vergleich beider Rezeptsorten
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die grammatischen Besonderheiten von Rezeptüberschriften im Frühneuhochdeutschen (ca. 1350 bis 1650) anhand von Beispielen aus Koch- und Arzneirezepten. Das Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Syntax und Morphologie dieser Überschriften im Vergleich zur heutigen Sprache zu analysieren.
- Analyse der grammatischen Strukturen von Rezeptüberschriften im Frühneuhochdeutschen
- Vergleich der Überschriften von Koch- und Arzneirezepten
- Identifizierung typischer Merkmale frühneuhochdeutscher Überschriften
- Untersuchung der Entwicklung der Sprache im Bereich von Rezeptüberschriften
Zusammenfassung der Kapitel
Hinführung
Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und erläutert die Besonderheiten der Sprache im Frühneuhochdeutschen anhand von Beispielen aus Koch- und Arzneirezepten. Die Arbeit soll die Entwicklung der deutschen Sprache im Bereich von Rezeptüberschriften beleuchten.
Allgemeine Fakten zu den frühneuhochdeutschen Rezeptüberschriften
Dieses Kapitel analysiert die grundlegenden grammatikalischen Strukturen von Rezeptüberschriften im Frühneuhochdeutschen. Es werden verschiedene Typen von Überschriften vorgestellt, darunter Nominalphrasen, Präpositionalphrasen und Konstruktionen mit Infinitiv plus zu. Das Kapitel betrachtet auch die Rolle von Verberst-Konditionalsätzen und Imperativsätzen in Rezeptüberschriften.
Schlüsselwörter
Frühneuhochdeutsch, Rezeptüberschriften, Syntax, Morphologie, Nominalphrase, Präpositionalphrase, Infinitiv, Konditionalsatz, Imperativsatz, Kochrezepte, Arzneirezepte, Sprachentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Merkmale frühneuhochdeutscher Rezeptüberschriften?
Diese Überschriften nutzen oft spezifische syntaktische Strukturen wie Nominalphrasen, Infinitivkonstruktionen mit „zu“ oder Verberst-Konditionalsätze, die heute unüblich sind.
Wie unterscheiden sich Kochrezepte von Arzneirezepten im Frühneuhochdeutschen?
Während Kochrezepte oft den Fokus auf das fertige Gericht legen, enthalten Arzneirezepte häufig Zweckangaben (z. B. „wider das Fieber“) direkt in der Überschrift.
Welchen Zeitraum umfasst das Frühneuhochdeutsche?
Die Epoche des Frühneuhochdeutschen wird etwa zwischen 1350 und 1650 eingeordnet und markiert eine wichtige Übergangsphase zur modernen deutschen Sprache.
Welche Rolle spielen Imperativsätze in alten Rezepten?
Imperative wurden häufig genutzt, um direkte Handlungsanweisungen zu geben, wobei sich die Form der Anrede stark von heutigen Standards unterscheidet.
Warum ist die Rechtschreibung in diesen Texten so variabel?
Im Frühneuhochdeutschen gab es noch keine einheitliche Rechtschreibung; Schreibung und Grammatik orientierten sich oft an regionalen Dialekten und Traditionen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2021, Vergleich von frühneuhochdeutschen Überschriften aus Kochrezepten und medizinischen Rezepten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1389443