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Zur Gesundheitssituation von Kindern und Jugendlichen

Ergebnisse der Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung

Titel: Zur Gesundheitssituation von Kindern und Jugendlichen

Seminararbeit , 2009 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Frank Gotsmann (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Bundesrepublik Deutschland gehört das Sozialstaatsprinzip zur Grundlage der Verfassungsordnung. Im Grundgesetz heißt es: "Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat" (Art. 20 Absatz 1 GG). Folglich ist Deutschland ein Sozialstaat.
Aber was genau bedeutet Sozialstaat eigentlich? Das Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland beschreibt den Sozialstaat wie folgt: "Sozialstaat bezeichnet zugleich die Ausrichtung staatlichen Handelns auf die Herstellung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit, auf die Sicherung eines sozialen Existenzminimums für alle sowie die Milderung der ökonomischen Ungleichverteilung und der sozialen (Klassen-, Schichten-, Gruppen-) Gegensätze" (Nullmeier 2003: 568-569).

Dieses Ziel hat Deutschland bislang nicht erreicht. Ganz im Gegenteil, die Schere zwischen Reichen und Armen geht immer weiter auseinander.
Die ökonomische Ungleichverteilung macht sich in Deutschland vor allem bei den Kindern und Jugendlichen bemerkbar. „Kinder und Jugendliche stellen in Deutschland mittlerweile diejenige Altersgruppe dar, die am häufigsten von Armut bedroht ist“ (Klocke/ Lampert 2005: Abstract).

Wie Tabelle 1 zeigt, leben Kinder und Jugendliche überproportional häufig in Haushalten, die einem Armutsrisiko ausgesetzt sind. (vgl. Klocke/ Lampert 2005: 9). Inwieweit diese soziale Ungleichheit Einfluss auf den Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen hat, soll die vorliegende Arbeit näher beleuchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

2 Abgrenzung der Themenstellung

3 Epidemiologie
3.1 Definition der Epidemiologie
3.2 Abgrenzung und Aufgaben der Sozial -Epidemiologie
3.3 Anwendungsgebiete der Epidemiologie
3.3.1 Deskriptive Epidemiologie
3.3.2 Analytische Epidemiologie

4 Gesundheitsberichterstattung (GBE)
4.1 Aufgaben der GBE
4.2 Bedeutung der Epidemiologie für die GBE

5 Soziale und gesundheitliche Ungleichheit
5.1 Gesundheitliche Ungleichheit
5.2 Soziale Ungleichheit
5.3 Zusammenhang zwischen sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit

6 Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
6.1 Mortalität
6.2 Morbidität
6.2.1 Zahn- und Mundhygiene
6.2.2 Subjektive Gesundheit und Beschwerden
6.2.3 Umwelt und Unfallgefahren
6.3 Gesundheitsverhalten
6.3.1 Bildung
6.3.2 Alkohol und Zigaretten
6.3.3 Ernährung

7 Fazit

8 Quellenverzeichnis

1 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Abgrenzung der Themenstellung

In der Bundesrepublik Deutschland gehört das Sozialstaatsprinzip zur Grundlage der Verfassungsordnung. Im Grundgesetz heißt es: "Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundes-staat" (Art. 20 Absatz 1 GG). Folglich ist Deutschland ein Sozialstaat. Aber was genau bedeutet Sozialstaat eigentlich? Das Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland beschreibt den Sozialstaat wie folgt: "Sozialstaat bezeichnet zugleich die Ausrichtung staatlichen Handelns auf die Herstellung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit, auf die Sicherung eines sozialen Existenzminimums für alle sowie die Milderung der ökonomischen Ungleichverteilung und der sozialen (Klassen-, Schichten-, Gruppen-) Gegensätze" (Nullmeier 2003: 568-569).

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] a Berechnet nach den Regelsatzproportionen der neuen OECD-Skala b Schwellenwert zur Abgrenzung des Armutsrisikos bei 60% des mittleren
Nettoäquivalenzeinkommen (Median)

Tabelle 1: Armutsrisiko nach Altersgruppen 1992 - 2002. Quelle: (Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) zitiert nach Klocke/ Lampert 2005: 9).

Dieses Ziel hat Deutschland bislang nicht erreicht. Ganz im Gegenteil, die Schere zwischen Reichen und Armen geht immer weiter auseinander. Die ökonomische Ungleichverteilung macht sich in Deutschland vor allem bei den Kindern und Jugendlichen bemerkbar. „Kinder und Jugendliche stellen in Deutschland mittlerweile diejenige Altersgruppe dar, die am häufigsten von Armut bedroht ist“ (Klocke/ Lampert 2005: Abstract). Wie Tabelle 1 zeigt, leben Kinder und Jugendliche überproportional häufig in Haushalten, die einem Armutsrisiko ausgesetzt sind. (vgl. Klocke/ Lampert 2005: 9). Inwieweit diese soziale Ungleichheit Einfluss auf den Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen hat, soll die vorliegende Arbeit näher beleuchten.

3 Epidemiologie

Im folgendem wird die Epidemiologie als „eines der wichtigsten ´Handwerkszeuge´ der Gesundheitswissenschaften .. „ näher erklärt (Brand et al. 2006: 256). Außerdem wird die Bedeutung der Epidemiologie für die Gesundheitsberichterstattung aufgezeigt.

3.1 Definition der Epidemiologie

Wörtlich übersetzt bedeutet Epidemiologie: „... die Lehre davon, ´was auf dem Volk liegt´“ (Kuhn 2004: 4). Die klassische internationale Definition von Epidemiologie, die sich in den meisten Lehrbüchern findet lautet: „The study of the occurrence and distribution of health-related states or events in specified populations, including the study of the determinants influencing such states, and the application of this knowledge to control health problems“ (Porta 2008: 81). Diese klassische Definition entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen an epidemiologische Forschung, weil sie sich zu stark auf die medizinische Profession fokussiert. Mittlerweile bedienen sich auch andere wissenschaftliche Disziplinen epidemiologischer Forschung. Eine moderne Formulierung kann wie folgt lauten: „Epidemiologie ist die Bearbeitung von Fragen aus dem Bereich der Medizin, der Gesundheitssystemforschung und der Gesundheits-wissenschaften mit Methoden der empirischen Sozialforschung und der Statistik“ (Brand et al. 2006: 257). „Die moderne Sozial-Epidemiologie ist in steigendem Maße auf die Verwendung sozialwissenschaftlicher Methoden und Instrumente angewiesen“ (Atteslander 2001: 264).

3.2 Abgrenzung und Aufgaben der Sozial-Epidemiologie

Für die klassische Epidemiologie „... lassen sich die wichtigsten Ziele und Inhalte epidemiologischer Forschung [wie folgt] formulieren:

− Identifikation von Risikofaktoren und Ursachen von Krankheiten (Krankheitsätiologie) bzw. Identifikation von gesundheitsförderlichen (salutogenen) Faktoren
− Erklärung von geographischen/ regionalen Unterschieden und von zeit-lichen Veränderungen in der Häufigkeit bestimmter Erkrankungen
− Beschreibung des natürlichen Verlaufs (Spontanverlaufes) von Erkrankungen
− Beurteilung der Wirksamkeit und der Effizienz von medikamentöser Therapie, Präventionsmaßnahmen und medizinischen, rehabilitativen und psychosozialen Versorgungsmaßnahmen.“ (Stark/ Guggenmoos-Holzmann (†) 2003: 394)

„Die Sozialepidemiologie verbindet Fragestellungen und Methoden der medizinischen Forschung (insbesondere der Epidemiologie) mit sozialen Aspekten von Krankheit und Gesundheit“ (Schneider 2009).

„Die moderne Sozial-Epidemiologie unterscheidet sich grundsätzlich von der klassischen Seuchenlehre“ (Atteslander 2001: 264). Wie bereits erwähnt, hat sich in der modernen Sozial-Epidemiologie ein Paradigmenwechsel vollzogen und salutogenetische Fragestellungen treten in den Vordergrund.

[...]

Häufig gestellte Fragen

Wie wirkt sich Armut auf die Gesundheit von Kindern aus?

Armut führt oft zu einer höheren Morbidität (Krankheitsrate), schlechterer Zahn- und Mundhygiene, ungesundem Ernährungsverhalten sowie einem höheren Risiko für Umwelt- und Unfallgefahren.

Was ist die Aufgabe der Sozial-Epidemiologie?

Die Sozial-Epidemiologie untersucht den Zusammenhang zwischen sozialen Faktoren (wie Schicht, Einkommen, Bildung) und der Verteilung von Gesundheit und Krankheit in der Bevölkerung.

Welche Altersgruppe ist in Deutschland am stärksten von Armut bedroht?

Laut Studien stellen Kinder und Jugendliche mittlerweile diejenige Altersgruppe dar, die am häufigsten von Armut bedroht ist.

Was versteht man unter Gesundheitsberichterstattung (GBE)?

Die GBE sammelt und analysiert Daten über den Gesundheitszustand der Bevölkerung, um eine fundierte Grundlage für politische Entscheidungen und Präventionsmaßnahmen zu schaffen.

Welchen Einfluss hat die Bildung auf das Gesundheitsverhalten?

Es besteht ein enger Zusammenhang: Ein niedrigerer Bildungsstatus korreliert oft mit einem höheren Konsum von Alkohol und Zigaretten sowie einer ungesünderen Ernährung.

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Details

Titel
Zur Gesundheitssituation von Kindern und Jugendlichen
Untertitel
Ergebnisse der Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule  (Fachbereich Gesundheit und Pflege)
Note
1,3
Autor
Frank Gotsmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V138851
ISBN (eBook)
9783640484379
ISBN (Buch)
9783640484508
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheitssituation Kindern Jugendlichen Ergebnisse Epidemiologie Gesundheitsberichterstattung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frank Gotsmann (Autor:in), 2009, Zur Gesundheitssituation von Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/138851
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Leseprobe aus  25  Seiten
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