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Streetwork. Die lebensnahe Sozialarbeit

Title: Streetwork. Die lebensnahe Sozialarbeit

Term Paper , 2003 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maite Kachellek (Author)

Social Work
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„Streetwork - oder zu Deutsch Straßensozialarbeit - kann als eine Spielart lebensweltnaher Sozialarbeit gelten. Streetworker arbeiten im Wesentlichen nicht in den Räumlichkeiten einer Institution, sondern begeben sich in die Lebensfelder ihrer jeweiligen Zielgruppe. Ihre Arbeitsplätze sind Bahnhöfe, öffentliche Plätze, Parks, Spielhallen, Diskotheken, Bars, Kneipen, Schnellrestaurants, 'Red-Light-Viertel', Jugendfreizeiteinrichtungen oder ganz einfach die Straße. Sie kontaktieren die Zielgruppenangehörigen darüber hinaus auch in deren privaten Lebenszusammenhängen.
Streetwork lässt sich in die klassischen Arbeitsformen der Sozialarbeit - Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit - nicht eindeutig einordnen, sondern umfasst die genannten drei klassischen Methoden: Im Streetworkalltag spielt die individuelle Betreuung und Beratung von einzelnen Zielgruppenangehörigen eine bedeutende Rolle. Häufig wird - vor allem im Jugendhilfebereich - gezielt mit Gruppen gearbeitet. Nicht selten greifen Streetworker Elemente der Gemeinwesenarbeit auf, wie etwa dann, wenn sie im sozialen Umfeld ihrer Zielgruppe Stigmatisierung und Ausgrenzung zu verhindern suchen.
Unter Praktikern und Theoretikern besteht kein Einverständnis darüber, ob Streetwork eine eigenständige Methode der Sozialarbeit darstellt. GEUB (1981, S. 29) z.B. vertritt die These, Streetwork habe, weil die Zielperspektive sich derzeit zumeist in der bloßen Kontaktaufnahme und im Aufbau einer Motivation zum Besuch von Hintergrundeinrichtungen erschöpfe, derzeit als Methode keinen "eigenständigen Charakter", müsse aber als "unabhängiger, ergänzender, eigenständiger Teil von Sozialpädagogik" entwickelt und begründet werden.“ (Krauß G. / Steffan W., 1993)

„Streetwork ist die Bezeichnung für einen Ansatz der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, der sich in den Großstädten der USA entwickelt und auch in Stadtgebieten in Europa angewandt wird. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung /Definitionen

2. Geschichte des Streetwork in der BRD

3. Zielgruppen und Arbeitsfelder

4. Erscheinungsmerkmale am Beispiel des Arbeitsfeldes Streetwork mit Wohnungslosen

5. Wie wird mit den Klienten gearbeitet?

6. Besondere Anforderungen an Person und Kompetenz des Streetworkers

7. Rechtliche Grundlagen

8. Probleme

9. Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit gibt einen fundierten Einblick in die Praxis der aufsuchenden Sozialarbeit (Streetwork), definiert deren methodische Grundlagen und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die spezifischen Anforderungen an die handelnden Akteure in diesem Bereich.

  • Definition und methodische Verortung von Streetwork
  • Historische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland
  • Analyse relevanter Zielgruppen und deren Lebenswelten
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und sozialpädagogische Problemlagen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung / Definitionen

„Streetwork - oder zu Deutsch Straßensozialarbeit - kann als eine Spielart lebensweltnaher Sozialarbeit gelten. Streetworker arbeiten im Wesentlichen nicht in den Räumlichkeiten einer Institution, sondern begeben sich in die Lebensfelder ihrer jeweiligen Zielgruppe. Ihre Arbeitsplätze sind Bahnhöfe, öffentliche Plätze, Parks, Spielhallen, Diskotheken, Bars, Kneipen, Schnellrestaurants, 'Red-Light-Viertel', Jugendfreizeiteinrichtungen oder ganz einfach die Straße. Sie kontaktieren die Zielgruppenangehörigen darüber hinaus auch in deren privaten Lebenszusammenhängen.

Streetwork lässt sich in die klassischen Arbeitsformen der Sozialarbeit - Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit - nicht eindeutig einordnen, sondern umfasst die genannten drei klassischen Methoden: Im Streetworkalltag spielt die individuelle Betreuung und Beratung von einzelnen Zielgruppenangehörigen eine bedeutende Rolle. Häufig wird - vor allem im Jugendhilfebereich - gezielt mit Gruppen gearbeitet. Nicht selten greifen Streetworker Elemente der Gemeinwesenarbeit auf, wie etwa dann, wenn sie im sozialen Umfeld ihrer Zielgruppe Stigmatisierung und Ausgrenzung zu verhindern suchen.

Unter Praktikern und Theoretikern besteht kein Einverständnis darüber, ob Streetwork eine eigenständige Methode der Sozialarbeit darstellt. GEUB (1981, S. 29) z.B. vertritt die These, Streetwork habe, weil die Zielperspektive sich derzeit zumeist in der bloßen Kontaktaufnahme und im Aufbau einer Motivation zum Besuch von Hintergrundeinrichtungen erschöpfe, derzeit als Methode keinen "eigenständigen Charakter", müsse aber als "unabhängiger, ergänzender, eigenständiger Teil von Sozialpädagogik" entwickelt und begründet werden.“ (Krauß G. / Steffan W., 1993)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung /Definitionen: Grundlegende Einordnung von Streetwork als aufsuchende Sozialarbeit und Abgrenzung zu klassischen Methoden.

2. Geschichte des Streetwork in der BRD: Darstellung der historischen Entstehung und Ausbreitung von Ansätzen mobiler Jugendarbeit ab den 1970er Jahren.

3. Zielgruppen und Arbeitsfelder: Analyse der von Streetwork erreichten benachteiligten Gruppen und deren gesellschaftliche Problemlagen.

4. Erscheinungsmerkmale am Beispiel des Arbeitsfeldes Streetwork mit Wohnungslosen: Konkrete Betrachtung von Ursachen und Lebenssituationen junger Wohnungs- und Obdachloser.

5. Wie wird mit den Klienten gearbeitet?: Überblick über die methodische Vorgehensweise und Angebote der Streetwork-Praxis.

6. Besondere Anforderungen an Person und Kompetenz des Streetworkers: Reflexion über notwendige Qualifikationen und institutionelle Herausforderungen im Feld.

7. Rechtliche Grundlagen: Erläuterung der gesetzlichen Verankerung der aufsuchenden Sozialarbeit im SGB und weiteren relevanten Vorschriften.

8. Probleme: Diskussion über die Rolle des Streetworkers zwischen politischem Auftrag und Anwaltschaft für die Zielgruppe.

9. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Expertisen.

Schlüsselwörter

Streetwork, Straßensozialarbeit, aufsuchende Sozialarbeit, Jugendhilfe, Sozialpädagogik, Lebensweltorientierung, Randgruppen, Zielgruppenarbeit, Wohnungslose, Jugendsozialarbeit, SGB VIII, Sozialarbeit, Marginalisierung, Prävention, Beziehungsarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Methoden, der Geschichte sowie den rechtlichen und praktischen Rahmenbedingungen der aufsuchenden Sozialarbeit, bekannt als Streetwork.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Straßensozialarbeit, die Arbeit mit marginalisierten Zielgruppen, die methodische Arbeitsweise sowie die rechtliche Absicherung der Tätigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für den Ansatz der aufsuchenden Sozialarbeit zu entwickeln, die sich von institutionalisierten Angeboten unterscheidet und Klienten direkt in ihrem Lebensumfeld erreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die auf fachwissenschaftlichen Expertenmeinungen und rechtlichen Grundlagen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Wurzeln, die Zielgruppenstruktur, die methodischen Arbeitsweisen der Sozialarbeiter sowie spezifische rechtliche Grundlagen und auftretende Konfliktpotentiale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Streetwork, Sozialpädagogik, Lebensweltorientierung, Jugendhilfe, Marginalisierung und aufsuchende Arbeit.

Welche Herausforderungen bestehen für Streetworker in der Praxis?

Eine zentrale Herausforderung ist der Spagat zwischen dem Auftrag zur Integration bzw. Kontrolle seitens der Träger und der Rolle als Anwalt und Interessenvertreter der Klienten.

Wie ist Streetwork rechtlich verankert?

Streetwork ist primär in der Jugendhilfe (SGB VIII) verankert, findet jedoch auch in der Sozial- und Gesundheitshilfe Anwendung, wobei verschiedene gesetzliche Grundlagen wie das BSHG oder das PsychKG relevant sein können.

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Details

Title
Streetwork. Die lebensnahe Sozialarbeit
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe  (FB Sozialarbeit)
Grade
1,7
Author
Maite Kachellek (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V13821
ISBN (eBook)
9783638193665
ISBN (Book)
9783656453352
Language
German
Tags
Streetwork
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maite Kachellek (Author), 2003, Streetwork. Die lebensnahe Sozialarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13821
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