Die Arbeit beschäftigt sich mit der Auseinandersetzung künstlerischer Werke mit den Themen Holocaust, Judenverfolgung und nationalsozialistische Verbrechen in Bezug auf jüdische Bürgerinnen und Bürger. Dabei soll folgender Frage nachgegangen werden: Wurde der Holocaust in der Bildenden Kunst der DDR von 1960–1990 dargestellt und aufgearbeitet und, wenn ja, wie?
Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, wird vorerst die Situation der Bildenden Kunst in der DDR erläutert sowie ein Überblick über die wichtigsten Kunstinstitutionen gegeben, um anschließend die Kunst als Aufarbeitung des Nationalsozialismus im Allgemeinen zu thematisieren und dann genauer auf die Auseinandersetzung mit Holocaust und Judenverfolgung in der Kunst der DDR einzugehen. In diesem Zusammenhang werden drei Beispiele verschiedener Künstler (Leo Haas, Werner Tübke und Wolfgang Thiel) präsentiert, die sich aus verschiedenen Gründen auf unterschiedliche Weise mit diesen Themen auseinandersetzten. Die Werke wurden hierbei so ausgewählt, dass eine möglichst große Vielfalt an Darstellungsgründen und -formen gezeigt und analysiert werden kann. Im Anschluss folgen ein kurzer Vergleich und die Darlegung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bilder sowie der Versuch einer Beantwortung der aufgeworfenen Frage.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Situation der Bildenden Kunst in der DDR
- Kunstinstitutionen im Überblick
- Antifaschismus und antifaschistischer Gründungsmythos
- Kunst als Aufarbeitung des Nationalsozialismus
- Auseinandersetzung mit dem Holocaust
- Bsp. 1: Leo Haas: Kindertransport nach Auschwitz.
- Bsp. 2: Werner Tübke: Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze III
- Bsp. 3 Wolfgang Thiel: Auschwitz - Prothesen, Kinderschuhe, Koffer.
- Vergleich der Beispiele
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust, der Judenverfolgung und nationalsozialistischen Verbrechen gegen jüdische Bürgerinnen und Bürger in der DDR. Die Forschungsfrage lautet: Wurde der Holocaust in der bildenden Kunst der DDR von 1960–1990 dargestellt und aufgearbeitet? Der Fokus liegt auf der Darstellung und Analyse von drei künstlerischen Beispielen, die verschiedene Ansätze und Formen der Auseinandersetzung mit dem Holocaust aufzeigen.
- Situation der Bildenden Kunst in der DDR
- Antifaschismus und antifaschistischer Gründungsmythos in der DDR
- Künstlerische Aufarbeitung des Nationalsozialismus in der DDR
- Darstellung und Analyse ausgewählter künstlerischer Werke zum Holocaust
- Vergleich und Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Werke
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Forschungsfrage und den Aufbau der Arbeit ein. Das erste Kapitel beleuchtet die Situation der bildenden Kunst in der DDR, einschließlich wichtiger Kunstinstitutionen und der Bedeutung des antifaschistischen Gründungsmythos. Das Hauptkapitel thematisiert die künstlerische Aufarbeitung des Nationalsozialismus im Allgemeinen und konzentriert sich anschließend auf die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der Kunst der DDR. Anhand von drei ausgewählten künstlerischen Beispielen werden unterschiedliche Perspektiven und Darstellungsformen analysiert.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe und Themen der Arbeit sind: Holocaust, Judenverfolgung, nationalsozialistische Verbrechen, bildende Kunst, DDR, Antifaschismus, antifaschistischer Gründungsmythos, künstlerische Aufarbeitung, staatliche Kunstpolitik, sozialistischer Realismus, künstlerische Beispiele, Vergleich, Analyse, Gemeinsamkeiten, Unterschiede.
Häufig gestellte Fragen
Wurde der Holocaust in der DDR-Kunst thematisiert?
Ja, die Arbeit untersucht, wie der Holocaust zwischen 1960 und 1990 in der bildenden Kunst der DDR dargestellt und aufgearbeitet wurde.
Welche Rolle spielte der antifaschistische Gründungsmythos?
Der Antifaschismus war die staatliche Leitideologie, die die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus prägte und oft als Gründungsmythos der DDR diente.
Welche Künstler werden als Beispiele herangezogen?
Die Arbeit analysiert Werke von Leo Haas ("Kindertransport nach Auschwitz"), Werner Tübke ("Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze III") und Wolfgang Thiel.
Wie unterschieden sich die Darstellungsformen?
Die Beispiele zeigen eine große Vielfalt, von fast dokumentarischen Grafiken bis hin zu komplexen, allegorischen Gemälden und symbolhaften Objektdarstellungen.
Was war das Ziel der staatlichen Kunstpolitik in der DDR?
Die Kunst sollte im Sinne des sozialistischen Realismus zur Erziehung der Bürger und zur Festigung des antifaschistischen Bewusstseins beitragen.
Gibt es Gemeinsamkeiten in der Darstellung der Verbrechen?
Trotz unterschiedlicher Stile eint die Werke das Bestreben, das Leid der jüdischen Opfer sichtbar zu machen und die Täter moralisch zu verurteilen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2023, Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1381245