In dieser Masterarbeit werden die Tierethiken nach Peter Singer, Tom Regan und Norbert Hoerster gegenübergestellt. Die Ansätze dieser drei Philosophen sollen miteinander verglichen und kritisch betrachtet werden, um schlussendlich ein Resümee und damit eine Prognose für die Zukunft ziehen zu können.
Diese Arbeit stellt dabei eine Darlegung der unterschiedlichen Thesen und letztlich natürlich auch ein persönliches Empfinden dar, erhält jedoch den Anspruch, wissenschaftlich zu bleiben und den Lesenden die Möglichkeit zu geben, sich eine eigene Meinung zu bilden. Die wesentliche Zielsetzung dieser Arbeit ist die Erforschung der Entwicklung des Umgangs mit tierischem Leben und der Vergleich der Ansätze dreier Philosophen bei der Frage nach dem Wert menschlichen und tierischen Lebens.
Das in dieser Masterarbeit zu analysierende Problem besteht darin, dass sich mit dem Themenbereich der Tierethik in ein Feld begeben wird, welches als strittig und zeitweise kontrovers bezeichnet werden muss. Dass wir mit unserem übermäßigen Konsum die Massentierhaltung und damit auch das Tierleid fördern und vorantreiben, soll nicht bestritten werden. Kontrovers wird es erst, wenn Menschen aufeinandertreffen, die unterschiedliche Ansichten über unsere moralische Verpflichtung gegenüber den Tieren haben.
Es steht außerdem die Frage nach dem Wert tierischen und menschlichen Lebens im Raum. Betrachtet und analysiert werden in diesem Zusammenhang der Pathozentrismus und Abolitionismus, nach dem Singer und Regan argumentieren, und der anthropozentrische Ansatz nach Hoerster.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung
- Ziel der Arbeit
- Aufbau der Arbeit
- Die pathozentrische Position Peter Singers
- Der Präferenz- Utilitarismus
- Das Prinzip der Gleichheit
- Theoretische Basis des Werkes Befreiung der Tiere
- Warum Töten ein Unrecht darstellt
- Einwand gegen den utilitaristischen Ansatz
- Die abolitionistische Position nach Tom Regan
- Die Rechte der Tiere
- Die moralische Theorie
- Einwände gegen Regans theoretischen Ansatz
- Norbert Hoersters anthropozentrischer Ansatz
- Grundfragen der Tierethik
- Haben Tiere eine Würde?
- Altruistische Herangehensweise
- Das Prinzip der Gleichbehandlung
- Kritik an Hoerster und dem Anthropozentrismus
- Hoersters Kritik am Pathozentrismus und Abolitionismus
- Kritik an Peter Singer
- Kritik an Tom Regan
- Die Überprüfung der theoretischen Ansätze
- Das „Nutzen“ von Tieren nach Peter Singer
- Das „Nutzen“ von Tieren nach Tom Regan
- Das „Nutzen“ von Tieren nach Norbert Hoerster
- Zukunftsaussichten
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Masterarbeit befasst sich mit der Frage nach dem Wert tierischen und menschlichen Lebens im Kontext der Tierethik. Sie untersucht die Ansätze von Peter Singer, Tom Regan und Norbert Hoerster und setzt sie in Beziehung zueinander.
- Die Entwicklung des Umgangs mit tierischem Leben
- Der Vergleich der Ansätze dreier Philosophen zur Frage nach dem Wert menschlichen und tierischen Lebens
- Die Fundamente von Utilitarismus und Gleichheitsprinzip
- Die Grundkonzeption der abolitionistischen Tierrechtsposition
- Die Unterschiede zwischen Pathozentrismus und Anthropozentrismus
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, in der die Problemstellung und die Zielsetzung der Arbeit definiert werden. Sie beleuchtet die Kontroverse um die moralische Verpflichtung gegenüber Tieren und die Frage nach dem Wert tierischen und menschlichen Lebens.
Kapitel 2 widmet sich der pathozentrischen Position Peter Singers. Es werden sein Präferenz-Utilitarismus und das Gleichheitsprinzip erläutert, wobei auch der Speziesismus kurz thematisiert wird.
Kapitel 3 behandelt die abolitionistische Tierrechtsposition von Tom Regan. Es werden die Rechte der Tiere und die moralische Theorie Regans erörtert.
Kapitel 4 analysiert den anthropozentrischen Ansatz von Norbert Hoerster. Es werden die Grundfragen der Tierethik, die Würde von Tieren, die altruistische Herangehensweise und das Prinzip der Gleichbehandlung diskutiert.
Kapitel 5 zeigt Hoersters Kritik am Pathozentrismus und Abolitionismus auf. Es werden die Kritikpunkte an den Ansätzen von Peter Singer und Tom Regan dargestellt.
Schlüsselwörter
Tierethik, Pathozentrismus, Abolitionismus, Anthropozentrismus, Utilitarismus, Gleichheitsprinzip, Speziesismus, Tierrechte, Würde, Altruismus, Fleischkonsum, Massentierhaltung
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheiden sich die Ansätze von Singer, Regan und Hoerster?
Singer vertritt einen pathozentrischen Präferenz-Utilitarismus, Regan eine abolitionistische Tierrechtsposition und Hoerster einen anthropozentrischen Ansatz, der moralische Pflichten primär auf menschliche Interessen stützt.
Was besagt Peter Singers Präferenz-Utilitarismus?
Singer argumentiert, dass die Interessen (Präferenzen) aller leidensfähigen Wesen gleichermaßen berücksichtigt werden müssen. Er lehnt Speziesismus ab und fordert das Prinzip der Gleichheit.
Was ist die abolitionistische Position von Tom Regan?
Regan fordert die vollständige Abschaffung (Abolition) der Nutzung von Tieren als Ressourcen. Er schreibt Tieren inhärente Rechte zu, die unabhängig von ihrem Nutzen für den Menschen bestehen.
Was versteht Norbert Hoerster unter einem anthropozentrischen Ansatz?
Hoerster sieht moralische Verpflichtungen gegenüber Tieren eher aus einer altruistischen Herangehensweise des Menschen heraus begründet, bleibt aber skeptisch gegenüber dem Konzept einer angeborenen Tierwürde.
Was ist Speziesismus?
Speziesismus ist die Diskriminierung von Lebewesen allein aufgrund ihrer Artzugehörigkeit, was insbesondere von Peter Singer scharf kritisiert wird.
Welche Rolle spielt die Massentierhaltung in dieser ethischen Debatte?
Die Arbeit beleuchtet, wie unser Konsumverhalten Tierleid fördert und wie die verschiedenen ethischen Modelle das „Nutzen“ von Tieren in der modernen Gesellschaft bewerten.
- Arbeit zitieren
- Lara Bechem (Autor:in), 2021, Vergleich der Tierethiken Singers, Regans und Hoersters. Analyse der verschiedenen Ansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1381241