Unsere Welt befindet sich in einem stetigen Wandel, geprägt von Globalisierung, Klimawandel, gespaltenen Gesellschaften, Schnelllebigkeit und auch die Digitalisierung schreitet in einem enormen Tempo voran. Durch die Umwälzungen unserer Zeit und somit dem Innenleben des Individuums steht der Mensch vor zahlreichen Handlungs- und Entscheidungsoptionen, die er für eine immer komplexer werdende Berufswelt und seinen Platz in der Gesellschaft fällen muss. Oftmals entsteht Orientierungslosigkeit. An dieser Stelle kann die Beratung unterstützen.
Ein Berater begleitet den Veränderungsprozess, beziehungsweise die Veränderung des Lebensstils des Ratsuchenden. Ein Ratsuchender nimmt Beratung in Anspruch, wenn ihm bewusst wird, dass er selbst keine Antworten mehr auf seine Fragen findet.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Der personenzentrierte Ansatz nach Carl R. Rogers
- Rogers Entwicklung der personenzentrierten Gesprächsführung
- Humanistisches Menschenbild und klientenzentrierte Lebensauffassung
- Therapeutische Grundhaltungen
- Aktives Zuhören
- Anwendungsbereiche
- Motivational Interviewing (MI) nach William R. Miller und Stephen Rollnick
- Entstehung und Definition
- Ambivalenz, Sustain Talk, Change Talk
- Methoden des MI
- Die vier Prozesse
- Grundlegende Fertigkeiten
- Anwendungsbereiche
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Ansätze
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Analyse und dem Vergleich des personenzentrierten Ansatzes nach Carl R. Rogers und des Motivational Interviewing (MI) nach William R. Miller und Stephen Rollnick. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Ansätze aufzudecken und die wichtigsten Kernpunkte zu beleuchten. Der Fokus liegt dabei auf den jeweiligen Grundhaltungen, Methoden und Anwendungsbereichen.
- Die Entwicklung und Kernelemente des personenzentrierten Ansatzes
- Das humanistische Menschenbild und die klientenzentrierte Lebensauffassung von Carl R. Rogers
- Die Entstehung und Definition von Motivational Interviewing
- Die wichtigsten Methoden und Techniken beider Ansätze
- Die Anwendungsmöglichkeiten und spezifischen Einsatzbereiche
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Beratung im Kontext der heutigen Zeit und die Bedeutung der Beziehungsarbeit zwischen Berater und Ratsuchendem. Es werden die beiden Kernpunkte des personenzentrierten Ansatzes und des Motivational Interviewing vorgestellt.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem personenzentrierten Ansatz nach Carl R. Rogers. Es werden die Entwicklung der personenzentrierten Gesprächsführung, das humanistische Menschenbild und die klientenzentrierte Lebensauffassung Rogers, sowie die therapeutischen Grundhaltungen (Kongruenz, Akzeptanz und Empathie) und das Konzept des Aktiven Zuhörens erörtert.
Das dritte Kapitel behandelt das Motivational Interviewing (MI). Die Entstehung und Definition des Ansatzes sowie die zentralen Konzepte wie Ambivalenz, Sustain Talk und Change Talk werden erläutert. Des Weiteren werden die Methoden des MI, die vier Prozesse und die grundlegenden Fertigkeiten vorgestellt.
Das vierte Kapitel beleuchtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem personenzentrierten Ansatz und dem Motivational Interviewing.
Schlüsselwörter (Keywords)
Personenzentrierter Ansatz, Carl R. Rogers, Humanistisches Menschenbild, Klientenzentrierte Lebensauffassung, Kongruenz, Akzeptanz, Empathie, Aktives Zuhören, Motivational Interviewing, William R. Miller, Stephen Rollnick, Ambivalenz, Sustain Talk, Change Talk, Gesprächstechniken, Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Kernpunkte des personenzentrierten Ansatzes nach Rogers?
Zentral sind die drei therapeutischen Grundhaltungen: Kongruenz (Echtheit), Akzeptanz (unbedingte Wertschätzung) und Empathie (einfühlendes Verstehen).
Was ist Motivational Interviewing (MI)?
MI ist eine klientenzentrierte, aber zielorientierte Beratungsmethode zur Erhöhung der Eigenmotivation für Verhaltensänderungen durch die Exploration von Ambivalenzen.
Was versteht man unter "Change Talk" im MI?
Change Talk sind Äußerungen des Klienten, die auf eine Bereitschaft, einen Wunsch oder die Notwendigkeit zur Veränderung hindeuten und vom Berater gezielt gefördert werden.
Welche Gemeinsamkeiten haben Rogers Ansatz und MI?
Beide Ansätze basieren auf einem humanistischen Menschenbild, betonen die Autonomie des Klienten und nutzen Techniken wie das Aktive Zuhören.
In welchen Bereichen werden diese Methoden angewendet?
Sie finden Anwendung in der Psychotherapie, der Suchtberatung, dem Coaching sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern.
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- Anonym (Author), 2021, Der personenzentrierte Ansatz und Motivational Interviewing. Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368455