Diese Arbeit thematisiert den Indienfeldzug Alexanders des Großen, welchen er nach dem Tod des Dareios III. in Angriff nahm. Mit dem Tod des persischen Großkönigs und der Machtergreifung Alexanders sollte dem eigentlichen Vorhaben, dem panhellenischen Rachefeldzug für die Zerstörung Athens Jahrhunderte zuvor, prinzipiell ein Ende gesetzt sein. Dementsprechend stellt sich die Frage, warum Alexander der Große nach seinem Perserfeldzug die Entscheidung traf, anschließend noch einen Indienfeldzug zu unternehmen. Dieser Frage wird im Folgenden auf den Grund gegangen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Indienfeldzug
- Mögliche Motive bei Betrachtung der antiken Quellen
- Motive aus Sicht der neueren Forschung
- Über die antiken Geschichtsschreiber
- Motive nach neuerer Forschung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Indienfeldzug Alexanders des Großen, der nach dem Tod Dareios III. unternommen wurde. Die Arbeit untersucht die Gründe für Alexanders Entscheidung, nach dem Sieg über das Perserreich einen weiteren Feldzug nach Indien zu führen, nachdem die ursprünglichen Ziele des panhellenischen Rachefeldzugs eigentlich erreicht waren.
- Analyse der Motive Alexanders aus der Perspektive der antiken Quellen
- Bewertung der antiken Quellen und ihrer Entstehungszeit
- Einbezug der neueren Forschung zur Interpretation der antiken Quellen
- Analyse der Rolle von Ruhm, Reichtum und der Erweiterung des Reiches bei der Entscheidung für den Indienfeldzug
- Bewertung der Bedeutung mythologischer Bezüge in Alexanders Entscheidungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die Thematik und die Forschungsfrage der Arbeit. Sie stellt den Indienfeldzug Alexanders des Großen im Kontext seiner Eroberungen dar und führt in die Quellenlage ein.
Das Kapitel „Der Indienfeldzug“ befasst sich mit den möglichen Motiven Alexanders, die sich aus den antiken Quellen erschließen lassen. Es werden die Berichte von Curtius Rufus, Arrian, Justin, Diodor und Herodot analysiert, um die Motivationen Alexanders im Hinblick auf Ruhm, Reichtum, Reichserweiterung und mythologische Bezüge zu beleuchten.
Schlüsselwörter
Alexander der Große, Indienfeldzug, antike Quellen, Motive, Ruhm, Reichtum, Reichserweiterung, Mythologie, Geschichtsschreibung, neue Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Warum unternahm Alexander der Große den Indienfeldzug?
Nach dem Sieg über Persien trieben ihn vermutlich das Streben nach unsterblichem Ruhm, die Erweiterung der Reichsgrenzen bis zum Ozean und die Nachahmung mythologischer Vorbilder an.
Welche mythologischen Vorbilder spielten eine Rolle?
Alexander wollte die Taten von Helden und Göttern wie Herakles und Dionysos übertreffen, von denen man glaubte, sie seien ebenfalls bis nach Indien vorgedrungen.
Was sagen antike Quellen über seine Motive?
Geschichtsschreiber wie Arrian oder Curtius Rufus betonen oft Alexanders unstillbaren Drang (Pothos) nach dem Unbekannten und seinen Wunsch, der Herrscher der bewohnten Welt zu werden.
War der Indienfeldzug Teil des ursprünglichen Rachefeldzugs gegen Persien?
Nein, der panhellenische Rachefeldzug war mit dem Tod von Dareios III. und der Zerstörung von Persepolis eigentlich abgeschlossen. Indien war ein darüber hinausgehendes Ziel.
Welchen Einfluss hatte die neuere Forschung auf die Bewertung?
Die moderne Forschung hinterfragt die Idealisierung in antiken Quellen und analysiert auch machtpolitische Notwendigkeiten sowie die Dynamik innerhalb des makedonischen Heeres.
Warum war Indien für Alexander so attraktiv?
Indien galt in der Antike als das Ende der Welt und als ein Land voller Reichtümer und Wunder, dessen Eroberung Alexanders Status als gottgleicher Herrscher zementieren sollte.
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- R. H. Schulmann (Author), 2016, Alexander der Große und seine Motive für den Indienfeldzug, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1368355