Mit dieser Semesterarbeit erhalten Sie ein fundiert recherchiertes Werk zum Thema Aufwandsschätzung von Softwareprojekten.
Aufwandsschätzungen nehmen im IT-Projektmanagement eine wesentliche Rolle ein und dienen vor allem dazu, Festpreisangebote und Kostenvoranschläge erstellen zu können, helfen aber auch im Konzernumfeld bei der internen Weiterverrechnung.
Seit vier Jahrzehnten entwickeln Experten immer präzisere Schätzverfahren. Die meisten von ihnen haben ihren Ursprung in der Praxis, da hier genug empirische Daten zur Entwicklung von Schätztechniken vorliegen. Eines dieser Verfahren ist die sogenannte Function-Point-Methode, auf die ausführlich eingegangen wird. Neben Hintergrundinformationen und der Vorgehensweise dieser Methode werden auch Bezüge zur Object-Point-Methode sowie zur Delphi-Methode hergestellt.
Die Arbeit wurde wissenschaftlich verfasst und enthält neben Quellenverweisen ein mehrseitiges Quellenverzeichnis zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Thema.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Schätzverfahren in der Softwareentwicklung
2.1 Bedeutung und Zweck
2.2 Einordnung der Aufwandsschätzung in das IT-Projektmanagement
2.3 Die Function-Point-Methode als Schätzverfahren
2.3.1 Entstehung und Entwicklung
2.3.2 Ansatz und Zielsetzung
2.3.3 Vorgehensweise
2.3.4 Die Object-Point-Methode – Eine Variante der Function-Point-Methode
2.3.5 Die Delphi-Methode als Ergänzung zur Function-Point-Methode
2.3.6 Einschätzung
3 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Aufwandsschätzung in der Softwareentwicklung und analysiert verschiedene methodische Ansätze, um eine realistische Vorhersage von Projektlaufzeiten und Kosten zu ermöglichen sowie die Scheiterwahrscheinlichkeit von IT-Projekten zu minimieren.
- Methodische Grundlagen der Aufwandsschätzung im IT-Projektmanagement
- Detaillierte Analyse der Function-Point-Methode und ihrer Anwendungsbereiche
- Ergänzende Schätzverfahren wie die Object-Point- und die Delphi-Methode
- Empirische Einordnung der Schätzgenauigkeit und Fehlerquellen
- Vergleich von Schätztechniken in der Praxis
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Ansatz und Zielsetzung
„Es gibt keine Lehre in der Geschichte der Softwaremetrik, die mit so viel Mythos verbunden ist wie die der Function-Point-Messung.“ Dies zeigt u.a. ein Experiment mit 22 Systemanalytikern, deren Aufgabe es war, die Function-Points anhand eines Fachkonzeptes zu zählen. Die Spannweite der Ergebnisse reichte von 26 bis 159 Function-Points. Nachdem im Vorfeld eines weiteren Experiments einheitliche Richtlinien zur Zählweise festgelegt wurden, wichen die Ergebnisse nur um 12 Prozent voneinander ab. Dies begründet auch den grundsätzlichen Ansatz der Function-Point-Methode, dass zur kontinuierlichen Verbesserung der Schätzergebnisse das Aufzeichnen der Schätzwerte während und nach Abschluss des Projektes empfehlenswert ist.
Als Ergebnis liefert die Function-Point-Methode nicht direkt den Aufwand, sondern die funktionale Größe eines Softwareprojektes durch die Zählung von Function-Points, wie in Kapitel näher erläutert wird. Ein Function-Point ist eine künstliche Maßeinheit, die beispielsweise in Codezeilen konvertiert werden kann.
An dieser Stelle stellt sich die Frage, warum die Codezeilen nicht ohne den Umweg über die Function-Point-Methode ermittelt werden. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass Codezeilen zu Beginn eines Projektes nicht gezählt werden können, sondern geschätzt werden müssen. Daraus ergibt sich ein großer Schätzfehler, wie u.a. die im folgenden abgebildeten Ergebnisse einer Untersuchung von Edward Yourdon zeigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Aufwandsschätzung ein, beleuchtet deren Rolle für den Erfolg von IT-Projekten und definiert den inhaltlichen Rahmen der Semesterarbeit.
2 Schätzverfahren in der Softwareentwicklung: In diesem Hauptteil werden die Bedeutung sowie verschiedene Schätzverfahren, insbesondere die Function-Point-Methode, detailliert beschrieben und in den Projektkontext eingeordnet.
3 Zusammenfassung: Dieses Kapitel stellt die wesentlichen Kernaussagen zur Wirksamkeit der vorgestellten Methoden zusammen und unterstreicht die Eignung der kombinierten Anwendung für die Praxis.
Schlüsselwörter
Aufwandsschätzung, Softwareentwicklung, Function-Point-Methode, IT-Projektmanagement, Schätzverfahren, Softwaremetrik, Object-Point-Methode, Delphi-Methode, Schätzgenauigkeit, Projektplanung, IT-Projekt, Systemanalyse, Softwareprojektkalkulation, Kostenvoranschlag, Produktivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Herausforderung der Aufwandsschätzung bei Softwareprojekten und analysiert Methoden, die eine präzisere Vorhersage von Kosten und Laufzeiten ermöglichen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themenfelder sind das IT-Projektmanagement, die Funktionsweise der Function-Point-Methode sowie die Konvertierung von funktionalen Maßeinheiten in realen Aufwand.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung einer fundierten Aufwandsschätzung herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie durch methodisches Vorgehen grobe Schätzfehler vermieden werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Neben der Literaturanalyse wird primär die Function-Point-Methode deduktiv und anhand von Praxisbeispielen dargestellt und durch die Delphi- sowie Object-Point-Methode ergänzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedeutung des Schätzens im Allgemeinen, die detaillierte Vorgehensweise der Function-Point-Methode inklusive Gewichtungsfaktoren und die Darstellung von ergänzenden Methoden für spezielle Projektanforderungen.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Aufwandsschätzung, Function-Point-Methode, Schätzgenauigkeit und IT-Projektmanagement charakterisieren.
Warum spielt die Function-Point-Methode eine zentrale Rolle?
Sie gilt als eine der bewährtesten Methoden für kommerzielle Anwendungen und erlaubt eine weitgehend objektive Zählung funktionaler Anforderungen, im Gegensatz zur unsicheren Schätzung von reinen Codezeilen.
Wie unterscheidet sich die Object-Point-Methode?
Die Object-Point-Methode ist eine speziell für objektorientierte Softwareprojekte entwickelte Abwandlung, welche auf Basis von Klassendiagrammen operiert, wenn noch keine konkreten Anwendungsfälle vorliegen.
- Arbeit zitieren
- Max Reckenburg (Autor:in), 2011, Aufwandschätzung von Softwareprojekten. Schätzverfahren in der Softwareentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1367182