Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Beschreibung und Entwicklung des Glücksmodells von Augustinus von Hippo. Seine Ansichten zum Glück werden in dieser Arbeit vorgestellt, um der Frage nach dem wahren Glück möglicherweise ein Stück näherzukommen. Der Hauptteil dieser Hausarbeit wird in zwei Teile getrennt, da man durch die intensiv Beschäftigung mit seiner Theologie, Augustins frühere und spätere Glückslehre differenzieren sollte. Zunächst wird seine frühere Glückslehre betrachtet, welche hauptsächlich an seinem Werk „de beata vita“ veranschaulicht und analysiert wird. Die daraus entstandenen Ansichten werden mit der damalig vorherrschenden antiken Philosophie verglichen und versucht in einen Konsens zu bringen. Im zweiten Teil wird sich mit seiner späteren Glückslehre beschäftigt und die Aspekte derer werden dargelegt. Hierzu wird hauptsächlich sein von 413 bis 426 n.Chr. verfasstes Werk „de civitate dei“ betrachtet. Nach der Analyse der Bestandteile folgt ein Versuch der Kontexteinbettung und Erklärung der Unterschiede zwischen den Glückslehren. Die daraus resultierenden Überlegungen werden ebenfalls mit der damaligen antiken Philosophie verglichen und ihre Unterschiede vorgebracht und erläutert. Der Abschluss der Arbeit greift nochmals auf die am Anfang gestellte Frage auf und versucht sie durch Augustins Augen und durch die zuvor gesammelten Erkenntnisse zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Augustins frühe Glückslehre
- de beata vita - Die Schrift über das Glück
- Im Konsens mit der antiken Glückslehre
- Augustins spätere Glückslehre
- Das Glück nach der Wende
- Der Bruch mit der antiken Glückslehre
- Wie kommt man zu wahrem Glück?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Glückslehre des Kirchenvaters Augustinus von Hippo und versucht, seine Gedanken zum wahren Glück zu beleuchten. Sie analysiert sowohl seine frühe als auch seine spätere Glückslehre, wobei der Fokus auf den Wandel seiner Ansichten im Laufe seines Lebens liegt.
- Die Entwicklung von Augustins Glücksverständnis
- Der Einfluss antiker Philosophie auf Augustins Denken
- Die Rolle von Gott im Erreichen des wahren Glücks
- Der Unterschied zwischen Glück und Glückseligkeit
- Die Bedeutung des „Hafens der Philosophie“ als Metapher für den Weg zum Glück
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt das Thema der Arbeit ein und stellt die These auf, dass das wahre Glück im Glauben an Gott zu finden ist. Sie stellt die Frage nach dem Weg zum Glück und bezieht sich auf das Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied.“
Augustins frühe Glückslehre
Dieser Abschnitt behandelt Augustins frühe Glückslehre, die hauptsächlich in seinem Werk „de beata vita“ veranschaulicht wird. Die Arbeit stellt die Bedeutung dieses Werkes für die Entwicklung seiner Gedanken zum Glück heraus und analysiert die darin enthaltenen Kernaussagen.
Augustins spätere Glückslehre
Dieser Abschnitt analysiert Augustins spätere Glückslehre, die in seinem Werk „de civitate dei“ zum Ausdruck kommt. Er beleuchtet die Unterschiede zwischen seiner frühen und späteren Glücksauffassung und die Ursachen für diesen Wandel.
Wie kommt man zu wahrem Glück?
Dieser Abschnitt fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und versucht, die Frage nach dem Weg zum wahren Glück aus Augustins Sicht zu beantworten.
Schlüsselwörter
Augustinus von Hippo, Glückslehre, Glück, Glückseligkeit, de beata vita, de civitate dei, antike Philosophie, Christentum, Gott, Glaube, Hafen der Philosophie.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich Augustins frühe von seiner späteren Glückslehre?
In seinen frühen Schriften wie "de beata vita" war Augustin noch stark von der antiken Philosophie geprägt. Später, in "de civitate dei", rückte die Gnade Gottes und der Glaube als einzig wahre Quelle der Glückseligkeit ins Zentrum.
Was ist die Kernaussage von "de beata vita"?
In diesem Frühwerk untersucht Augustin den Weg zum glücklichen Leben und setzt sich kritisch mit den Ansichten der Stoa und des Epikureismus auseinander.
Welche Rolle spielt Gott für das Erlangen des wahren Glücks?
Nach Augustin ist wahres Glück (Glückseligkeit) nicht durch menschliche Anstrengung allein, sondern nur durch die Erkenntnis und Liebe Gottes erreichbar.
Was symbolisiert die Metapher vom "Hafen der Philosophie"?
Der Hafen steht für die Ruhe und Sicherheit, die man findet, wenn man die stürmische Suche nach weltlichem Glück aufgibt und sich der Weisheit und dem Glauben zuwendet.
Warum brach Augustin mit der antiken Glückslehre?
Er erkannte, dass die antike Philosophie das Glück zu sehr im Diesseits und in der menschlichen Vernunft suchte, während er die Transzendenz und Abhängigkeit von Gott betonte.
Ist jeder seines Glückes Schmied laut Augustin?
Augustin würde dem nur bedingt zustimmen: Der Mensch muss sich zwar aktiv Gott zuwenden, aber die endgültige Glückseligkeit ist ein Geschenk der göttlichen Gnade.
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- Anonym (Author), 2021, Die frühe und spätere Glückslehre von Augustinus von Hippo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366089