Die vorliegende Hausarbeit wird sich mit dem Motiv des Kindsmords in Goethes "Faust. Der Tragödie Erster Teil" beschäftigen. Hierbei werden zuerst eine kurze Darstellung der historischen Wirklichkeit, bezüglich des Kindsmordes zur Goethezeit, und die differenziert verarbeiteten Werke, die in dieser Zeit entstanden sind, miteinander verglichen. Daraus resultierend wird aufgezeigt, wie die Kindsmordproblematik in der Literatur aufgegriffen und zu ihren Gunsten verwendet wurde. Hierzu wird ebenso die Rechtsgrundlage zu der Entstehungszeit des Werkes beleuchtet, um aus dieser ein besseres Verständnis für die Reaktion durch die Literatur hervorzurufen.
Die Fragestellung lautet wie folgt: Welche Bedeutung haben die lückenhafte Darstellung der Kindsmordthematik und die Hinführung zu dieser in Goethes "Faust" für das Gesamtwerk und wie lassen sich diese begründen?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Kindsmord in historisch-sozialer Realität und literarischer Wirklichkeit
- Die historische Wirklichkeit des Kindsmordes
- Die literarische Tradition
- Präzise Textanalyse in Goethes „Faust\" in Bezug auf den Kindsmord
- Einbezug von Forschungsliteratur
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Motiv des Kindsmordes in Goethes „Faust. Der Tragödie Erster Teil.“. Die Arbeit untersucht die historische und literarische Wirklichkeit des Kindsmordes in der Zeit Goethes und analysiert, wie dieses Motiv in „Faust“ verarbeitet wird.
- Die historische Wirklichkeit des Kindsmordes in der Zeit Goethes
- Die literarische Tradition des Kindsmordmotivs
- Die Darstellung des Kindsmordmotivs in Goethes „Faust“
- Die Bedeutung des Kindsmordmotivs für das Gesamtwerk
- Die Rolle der Figuren in der Vermittlung des Kindsmordmotivs
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Thematik und Fragestellung der Hausarbeit vor und führt kurz die historische und literarische Wirklichkeit des Kindsmordes in der Zeit Goethes ein. Das zweite Kapitel beleuchtet die historische Wirklichkeit des Kindsmordes in der Zeit Goethes, insbesondere die sozioökonomischen Hintergründe der Täterinnen und die Rechtslage zur damaligen Zeit. Darüber hinaus werden die literarischen Traditionen zur Verarbeitung des Themas Kindsmord dargestellt.
Das dritte Kapitel widmet sich der präzisen Textanalyse in Goethes „Faust“ in Bezug auf den Kindsmord. Es werden Textstellen analysiert, die sich auf die Kindsmordthematik beziehen, und die Bedeutung dieser Thematik für das Gesamtwerk wird untersucht.
Schlüsselwörter
Kindsmord, Goethe, „Faust“, historische Wirklichkeit, literarische Tradition, Textanalyse, Figuren, Intertextualität, Forschungsliteratur.
Welche historische Bedeutung hat das Thema Kindsmord in Goethes „Faust“?
Goethe verarbeitet das Schicksal von Kindsmörderinnen seiner Zeit, die oft aus sozialer Not und Scham handelten und mit dem Tode bestraft wurden (z.B. der Fall Susanna Margaretha Brandt).
Warum tötet Gretchen ihr Kind?
Gretchen befindet sich in einer psychischen Ausnahmesituation, getrieben von gesellschaftlicher Ausgrenzung, religiöser Verzweiflung und dem Verlust ihrer sozialen Identität.
Wie war die Rechtslage zum Kindsmord zur Goethezeit?
Kindsmord galt als eines der schwersten Verbrechen und wurde meist durch das Schwert oder Ertränken bestraft, wobei Goethe selbst an Urteilen in seiner Funktion als Minister mitwirkte.
Was symbolisiert Gretchens Erlösung am Ende des ersten Teils?
Die Stimme von oben „Ist gerettet!“ steht für eine göttliche Gnade, die über die unbarmherzige weltliche Justiz und die moralische Verurteilung durch die Gesellschaft hinausgeht.
Welche literarische Tradition greift Goethe auf?
Er greift das im Sturm und Drang populäre Motiv der „gefallenen Unschuld“ auf, um soziale Missstände und die Doppelmoral der Gesellschaft anzuprangern.