Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Sport, Sport Pedagogy

Außerschulische motopädagogische Angebote für Kinder

Eine qualitative Untersuchung der Ziele, Wünsche und Erwartungen von Eltern und KursleiterInnen

Title: Außerschulische motopädagogische Angebote für Kinder

Thesis (M.A.) , 2009 , 167 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Mag. Gabriele Tichy (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Motopädagogik, Was ist das? Ein neues Wundermittel, dessen Wirkung von motorischen Unzulänglichkeiten, über Konzentrationsschwächen bis hin zu sozialem Fehlverhalten alles verbessern und positiv beeinflussen kann?
In der vorliegenden Arbeit wurden sowohl theoretischen Grundlagen motopädagogischer Interventionen dargelegt, als auch eine empirische Untersuchung durchgeführt.
Die Idee dieser Arbeit war die Unterschiede betreffend Leiterinnen von motopädagogischen Angeboten und Mütter, deren Kinder daran teilnehmen hinsichtlich deren Ziele, Wünsche und Erwartungen zu untersuchen.
Im ersten Teil der Arbeit wurden die Basisbegriffe der Psychomotorik erläutert und dann die historische Entwicklung der Motopädagogik betrachtet. Im Anschluss daran wurden die verschiedene theoretischen Ansätze und Konzeptionen beschrieben und an konkreten Beispielen der einzelnen Konzeptionen diskutiert. Den Grundlagen und Prinzipien motopädagogischer Arbeit mit Kindern wurden in einem weiteren Kapitel Aufmerksamkeit geschenkt.
Im empirischen Teil der Arbeit wurde mit Hilde qualitativer Interviews acht Befragungen durchgeführt. Es wurden drei Leiterinnen von motopädagogischen Angeboten zum Thema „Außerschulische motopädagogische Angebote Ziele, Wünsche und Erwartungen von Eltern und KursleiterInnen“ befragt. Ein Kurs findet in Klosterneuburg und zwei in Wien statt. Außerdem wurden fünf Mütter, drei aus Klosterneuburg und zwei aus Wien, interviewt.
Die Ergebnisse der Analyse waren durchaus überraschend. So stellte sich heraus, dass die Erwartungen der befragten Mütter bei weitem nicht so hoch sind, wie die Leiterinnen behaupten. In Hinblick auf die Hintergründe war festzustellen, dass alle drei Leiterinnen kein fundiertes Wissen über die theoretischen Grundlagen der Motopädagogik haben und ihre Stunden nach persönlichem Gutdünken gestalten. Bei den Müttern war dieser Befund nicht weiter überraschend. Es bestätigte sich die Vermutung, dass den Müttern wenig bis kein Grundlagenwissen zur Verfügung steht. Interessanterweise verlangten diese aber auch nicht nach mehr Aufklärung. Als Grundlegendes Problem in der Beziehung zwischen Leiterinnen und Müttern konnten die verschiedenen Kommunikationsformen und der mangelnde Informationsfluss von beiden Seiten entlarvt werden. Eine Schlussfolgerung daraus ist, dass Forschung in Hinblick auf Marketingstrategien und gelungenen Verständigungswegen im Bereich motopädagogische Angebote dringend Not tut.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsabgrenzung

2.1. Psychomotorik

2.2. Motologie- Etablierung der Psychomotorik als Wissenschaftsgebiet

2.3. Motopädagogik

2.4. Mototherapie

2.5. Motodiagnostik

3. Entstehung der Motopädagogik

4. Psychomotorische Strömungen im Wandel der Zeit

4.1. Defizitorientierte Ansätze

4.1.1. Psychomotorische Übungsbehandlung (PMÜ)

4.1.2. Sensorische Integrationstherapie nach Jean Ayres

4.2. Fähigkeits- oder kompetenzorientierte Ansätze

4.2.1. Kognitivistische Entwicklungstheorie nach Piaget

4.2.2. Gestaltkreis von Weizsäcker

4.2.3. Handlungsorientierter Ansatz

4.2.4. Kindzentrierte psychomotorische Entwicklungsförderung

4.3. Sinnverstehend- dialogische Ansätze

4.4. Ökologisch- systemischer Ansatz

4.5. Prinzip der Salutogenese in der Psychomotorik

5. Grundlagen für die motopädagogische Arbeit mit Kindern

5.1. Soziologische Grundlagen

5.2. Bedeutung und Aspekte von Bewegung

5.3. Prinzipien der Motopädagogik

5.4. Inhalte und Ziele motopädagogischer Erziehung und Förderung

5.4.1. Qualifikationen im Wahrnehmungsbereich

5.4.2. Qualifikationen im Bewegungsbereich

5.4.3. Qualifikation im emotional- sozialen Bereich

6. Anwendungsgebiete der Motopädagogik

6.1. Motorische Frühförderung im Kleinkindalter

6.2. Psychomotorik als Erziehungsprinzip im Kindergarten

6.3. Psychomotorische Förderung im Unterricht

6.4. Psychomotorik in der Kinder- und Jugendhilfe

7. Evaluierung der Effekte psychomotorischer Förderung

8. Untersuchung

8.1. Methodenwahl

8.2. Durchführung

8.3. Auswertung

8.4. Kategoriesystem

8.5. Auswertung und Interpretation der Kategorien

8.5.1. Auswertung der Kategorien der Interviews mit den Leiterinnen

8.5.2. Auswertung der Kategorien der Interviews mit den Müttern

8.6. Vergleich der Ergebnisse

9. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Ziele, Wünsche und Erwartungen von Eltern und KursleiterInnen im Kontext außerschulischer motopädagogischer Angebote zu erforschen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob sich die unterschiedlichen Perspektiven der beteiligten Gruppen miteinander vereinbaren lassen, um Grundlagen für eine verbesserte Zusammenarbeit und Optimierung der Angebote zu schaffen.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Motopädagogik
  • Wissenschaftliche Strömungen und Konzepte der Psychomotorik
  • Qualitative Untersuchung mittels Leitfadeninterviews mit Kursleiterinnen und Eltern
  • Vergleichende Analyse der Erwartungshaltungen
  • Identifikation von Spannungsfeldern und Verbesserungspotenzialen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In einer Zeit, in der es für alles Normen, Regeln und Vorschriften gibt, wird auch die kindliche Entwicklung immer mehr in Abschnitte und Phasen eingeteilt, die ein Kind zu einem genormten Zeitpunkt erreicht und absolviert haben sollte um nicht als „Nachzügler“ oder „entwicklungsverzögert“ bezeichnet zu werden. (vgl. Zimmer, 2006) Gelingt es einem jungen Menschen nicht diesen Normen zu entsprechen wird er oder sie einem Programm unterzogen, welches die Normalität wieder herstellen soll. Neben Psychotherapie für mentale Probleme und Auffälligkeiten, sowie Heilgymnastik und Haltungsturnen für körperliche Auffälligkeiten gibt es seit 1993 in Österreich eine neue Strömung die Entwicklung von Kinder positiv zu beeinflussen.

Motopädagogik- Was ist das? Ein neues Wundermittel, dessen Wirkung von motorischen Unzulänglichkeiten, über Konzentrationsschwächen bis hin zu sozialem Fehlverhalten alles verbessern und positiv beeinflussen kann?

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Motopädagogin wurde mir bewusst, dass im Curriculum „Psychomotorische Basisqualifikation Motopädagogik“ zwar Anleitungen zur praktischen Umsetzung vermittelt werden, theoretische wissenschaftliche Hintergrundinformationen sowie Motivationen und Gedanken der Beteiligten weitgehend ausgespart werden. Beobachtungen bei meinen beruflichen Tätigkeiten im Bereich Sport und Bewegung zeigten mir immer wieder, dass Eltern aufgrund missverständlicher Annahmen teilweise überzogene Erwartungen an ein Angebot haben. Daher weiß ich, dass daraus oftmals ein Spannungsverhältnis zwischen Eltern und Leiterin entstehen kann, welches sich wiederum auf die Kinder und das Arbeitsklima auswirkt. Ich kenne die Diskrepanz zwischen „Kunden“ und „Anbieter“ also sozusagen aus nächster Nähe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Druck auf die kindliche Entwicklung und definiert das Ziel der Arbeit, Erwartungen und Mythen außerschulischer Motopädagogik zu erfassen.

2. Begriffsabgrenzung: Dieses Kapitel klärt die fachlichen Grundlagen und unterscheidet zentrale Begriffe wie Psychomotorik, Motologie, Motopädagogik, Mototherapie und Motodiagnostik.

3. Entstehung der Motopädagogik: Es wird der historische Ursprung der Motopädagogik, insbesondere die Entwicklung der psychomotorischen Übungsbehandlung durch Ernst J. Kiphard, beschrieben.

4. Psychomotorische Strömungen im Wandel der Zeit: Hier werden verschiedene theoretische Ansätze, von defizitorientierten bis hin zu sinnverstehend-dialogischen und ökologisch-systemischen Modellen, systematisch gegenübergestellt.

5. Grundlagen für die motopädagogische Arbeit mit Kindern: Das Kapitel behandelt soziologische Aspekte, die Bedeutung von Bewegung sowie die Prinzipien und Ziele motopädagogischer Erziehung.

6. Anwendungsgebiete der Motopädagogik: Ein Überblick über die vielfältigen Einsatzbereiche von der Frühförderung bis hin zur Kinder- und Jugendhilfe wird gegeben.

7. Evaluierung der Effekte psychomotorischer Förderung: Dieses Kapitel diskutiert Methoden zur wissenschaftlichen Überprüfung der Wirksamkeit motopädagogischer Interventionen.

8. Untersuchung: Der empirische Teil beschreibt die qualitative Forschungsmethode, das Kategoriesystem und die Analyse der durchgeführten Interviews mit Kursleiterinnen und Eltern.

9. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse reflektiert und der zukünftige Forschungsbedarf im Bereich der Marketingstrategien für motopädagogische Angebote hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Motopädagogik, Psychomotorik, Kindesentwicklung, Elternerwartungen, Qualitative Forschung, Bewegungsförderung, Motologie, Mototherapie, Motodiagnostik, Lernfelder, Sozialkompetenz, Ganzheitlichkeit, pädagogische Intervention, Interaktionsanalyse, Bewegungsalltag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Feld der außerschulischen Motopädagogik mit dem Ziel, die Ziele, Wünsche und Erwartungen der Eltern und der Kursleiterinnen zu erheben und gegenüberzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Psychomotorik, die historische Entwicklung der Motopädagogik, verschiedene pädagogische Ansätze sowie eine empirische Analyse der Erwartungshaltungen von Eltern und professionellen Anbietern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, herauszufinden, ob sich die Zielvorstellungen und Wünsche von Eltern und KursleiterInnen vereinbaren lassen, um so die Zusammenarbeit zu verbessern und Probleme in der Kommunikation zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Konkret wurden acht Leitfadeninterviews mit Kursleiterinnen und Müttern durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der Fachbegriffe und Strömungen definiert, und einen empirischen Teil, der die Auswertung und Interpretation der geführten Interviews anhand eines Kategoriesystems darstellt.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind unter anderem Motopädagogik, Psychomotorik, Kindesentwicklung, Elternerwartungen, Bewegungsförderung und qualitative Forschung.

Wie unterscheiden sich die Erwartungen der Eltern von denen der Kursleiterinnen?

Die Untersuchung zeigt, dass Eltern oft vage Erwartungen an eine allgemeine Förderung ihrer Kinder haben, während Kursleiterinnen sehr spezifische Ansätze verfolgen, die sich jedoch oft nicht in der theoretischen Ausbildung widerspiegeln.

Was ist ein wesentliches Ergebnis bezüglich der Kommunikation?

Ein zentrales Problem ist der mangelnde Informationsfluss zwischen Anbieter und Eltern, was bei Letzteren zu einer gewissen Unsicherheit oder zu falschen Erwartungen bezüglich des Angebots führen kann.

Excerpt out of 167 pages  - scroll top

Details

Title
Außerschulische motopädagogische Angebote für Kinder
Subtitle
Eine qualitative Untersuchung der Ziele, Wünsche und Erwartungen von Eltern und KursleiterInnen
College
University of Vienna  (Institut für Sportwissenschaften)
Grade
Gut
Author
Mag. Gabriele Tichy (Author)
Publication Year
2009
Pages
167
Catalog Number
V136373
ISBN (eBook)
9783640436507
ISBN (Book)
9783640436194
Language
German
Tags
Motopädagogik Motologie Sportpädagogik Prävention Kinder Bewegung Sport Psychomotorik Kiphard
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Gabriele Tichy (Author), 2009, Außerschulische motopädagogische Angebote für Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136373
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  167  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint