In diesem Essay wird die Frage behandelt, ob das Prinzip der Inklusion für den Philosophieunterricht an Schulen in NRW eine besondere Chance darstellt und im Zusammenhang damit, wie inklusiver Unterricht praktisch umgesetzt werden könnte. Schließlich ist gerade Philosophie ein Fach, in dem es viel um Empathie, Reflexion, Streitkultur, Identität und Wertvorstellungen geht. Kompetenzen und Themen, die für einen gelingenden Inklusionsprozess von Nutzen sind.
Der Leser gewinnt Einblicke in den Kernlehrplan für Philosophie und in die fachdidaktische Diskussion um gut konzipierten Philosophieunterricht. Zusätzlich werden theoretische Ansätze zu Inklusion von den Philosophinnen Martha Nussbaum und Sigrid Graumann in die Überlegungen mit einbezogen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Inklusion - eine besondere Chance für den Philosophieunterricht?
- Fachdidaktische Perspektive auf den Philosophieunterricht
- Umsetzung inklusiven Philosophieunterrichts
- Fazit
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay analysiert, ob Inklusion eine besondere Chance für den Philosophieunterricht darstellt. Die Argumentation basiert auf der These, dass der Philosophieunterricht in besonderem Maße von Inklusion profitiert und dass Inklusion und Philosophie eine gemeinsame Basis für eine gerechtere und vielfältigere Bildungskultur bieten.
- Die fachdidaktische Dimension des Philosophieunterrichts wird unter Berücksichtigung des Kernlehrplans für „Praktische Philosophie“ in der Sekundarstufe I in NRW und der Martens-Rehfus-Debatte beleuchtet.
- Die Umsetzbarkeit inklusiven Philosophieunterrichts wird anhand des Fähigkeitenansatzes von Martha Nussbaum und der Kritik von Sigrid Graumann untersucht.
- Förderschwerpunkte, das AOSF-Verfahren und binnendifferenzierende Methoden werden in die Analyse miteinbezogen.
- Die Bedeutung von Chancengleichheit in der Bildung und die Rolle von Inklusion für die Entwicklung von Kompetenzen im Philosophieunterricht werden erörtert.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und beleuchtet die Relevanz von Inklusion im Bildungskontext. Sie stellt die These auf, dass Inklusion eine besondere Chance für den Philosophieunterricht darstellt.
Im ersten Kapitel wird die fachdidaktische Dimension des Philosophieunterrichts analysiert. Hierbei werden der Kernlehrplan für „Praktische Philosophie“ in der Sekundarstufe I in NRW und die Martens-Rehfus-Debatte beleuchtet.
Schlüsselwörter
Inklusion, Philosophieunterricht, Fachdidaktik, Kernlehrplan, Martens-Rehfus-Debatte, Fähigkeitenansatz, Nussbaum, Graumann, Chancengleichheit, Bildungskultur, Förderschwerpunkte, AOSF-Verfahren, Binnendifferenzierung, Kompetenzen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Inklusion eine Chance für den Philosophieunterricht?
Philosophie behandelt Themen wie Empathie, Identität und Gerechtigkeit, die zentral für das Gelingen von Inklusionsprozessen sind.
Was besagt der Fähigkeitenansatz von Martha Nussbaum?
Er fordert, dass Bildung die individuellen Grundfähigkeiten jedes Menschen fördern sollte, um ein würdevolles Leben und echte Teilhabe zu ermöglichen.
Wie wird inklusiver Philosophieunterricht praktisch umgesetzt?
Durch Binnendifferenzierung, den Einsatz verschiedener Medien und Methoden, die den unterschiedlichen Förderschwerpunkten der Schüler gerecht werden.
Was ist die Martens-Rehfus-Debatte?
Eine fachdidaktische Diskussion über die Ziele des Philosophieunterrichts: Geht es um die Vermittlung von Philosophiegeschichte oder um das Philosophieren als Tätigkeit?
Welche Rolle spielt der Kernlehrplan in NRW?
Er gibt die Kompetenzen und Inhalte für das Fach "Praktische Philosophie" vor, an denen sich der inklusive Unterricht orientieren muss.
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- Eva Herholz (Author), 2023, Inklusion in der Schule. Eine besondere Chance für den Philosophieunterricht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361915