Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem bedeutendsten Fest im attischen Jahresverlauf, dem Fest des Zeus Meilichios.
Die erhaltenen Informationen zu den Diasia sind spärlich. Erwähnung finden sie nur bei zwei Autoren des 5. Jh. v. Chr., einem Autor des 2. Jh. n. Chr. und deren Scholiasten und dem byzantinischen Lexikographen. Lange Zeit waren diese literarischen Quellen die einzigen, die für den Versuch einer Rekonstruktion zur Verfügung standen. Im Folgenden werden diese Quellen kurz vorgestellt.
Der attische Jahreslauf war von zahlreichen kleineren und großen Festen geprägt, über die mehr oder weniger konkrete Informationen erhalten sind. Die Einführung einiger dieser Feste fällt in die historische Zeit, während andere ein so hohes Alter aufweisen, dass nicht mehr festgestellt werden kann inwiefern die überlieferte Form der ursprünglichen entspricht, geschweige denn, wann und zu welchem Zwecke das jeweilige Fest eingeführt worden war. Zu dieser zweiten Kategorie zählt das, am 23. Anthesterion gefeierte, bedeutendste Fest des Zeus Meilichios, die Diasia.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Quellenüberblick
- Thukydides († um 400 v. Chr.)
- Aristophanes († um 380 v. Chr.)
- Xenophon († um 354 v. Chr.)
- Lukian von Samosata († um 190 n. Chr.)
- Erwähnungen der Diasia im 4. - 12. Jh. n. Chr.
- Archäologische Befunde
- Zeus Meilichios
- Forschungsdiskurs
- Rekonstruktion des Festablaufes
- Zweck des Festes
- Niedergang der Diasia
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Fest der Diasia, einem antiken attischen Fest zu Ehren des Zeus Meilichios. Ziel ist es, die historischen Quellen und archäologischen Befunde zu analysieren, um einen umfassenden Überblick über die Feierlichkeiten, den Zweck des Festes und seinen Niedergang zu gewinnen.
- Rekonstruktion des Festablaufs der Diasia
- Analyse der Rolle des Zeus Meilichios im attischen Kult
- Untersuchung der historischen und gesellschaftlichen Hintergründe des Festes
- Interpretation des Niedergangs der Diasia im Wandel der attischen Gesellschaft
- Bedeutung des Festes in der Forschung zum attischen Kult und zur Religionsgeschichte
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Fest der Diasia im Kontext des attischen Jahreslaufs vor und erläutert die Besonderheiten der Forschungslage.
Das erste Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über die vorhandenen Quellen zur Diasia, die sich auf literarische Überlieferungen aus der Antike und späte Texte konzentrieren.
Das zweite Kapitel befasst sich mit der Gottheit Zeus Meilichios und seiner Rolle im attischen Kult, wobei auf seine Verbindung zur Diasia und seine chthonischen Aspekte eingegangen wird.
Schlüsselwörter
Diasia, Zeus Meilichios, attischer Kult, Kultkalender, Fest, Opfer, Thukydides, Aristophanes, Xenophon, Lukian, Archäologie, Religionsgeschichte, Antike.
Häufig gestellte Fragen
Was waren die attischen Diasia?
Die Diasia waren das bedeutendste antike Fest zu Ehren des Zeus Meilichios in Athen, das jährlich am 23. des Monats Anthesterion gefeiert wurde.
Wer ist Zeus Meilichios?
Zeus Meilichios ist eine Erscheinungsform des Zeus mit chthonischen (unterirdischen) Zügen, der oft als Schlange dargestellt wird und sowohl Sühne als auch Schutz gewährt.
Welche Quellen berichten über dieses Fest?
Die Informationen stammen von antiken Autoren wie Thukydides, Aristophanes und Xenophon sowie aus archäologischen Befunden und späteren byzantinischen Lexika.
Wie lief das Fest der Diasia ab?
Obwohl die Quellen spärlich sind, wird von Opfern, gemeinschaftlichen Feiern und einer besonderen religiösen Atmosphäre berichtet, die sich von den heiteren Staatsfesten unterschied.
Warum verlor das Fest an Bedeutung?
Die Arbeit untersucht den Niedergang der Diasia im Kontext des gesellschaftlichen Wandels in Athen und der Veränderung religiöser Praktiken über die Jahrhunderte.
- Quote paper
- Winfried Kumpitsch (Author), 2023, Die attischen Diasia. Das größte Fest des Zeus Meilichios, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361327